Kontroverse Geschichte: Erstes KI-Bild für 432.500 US-Dollar versteigert

Künstliche Intelligenz, Ki, Bild, Kunst, Portrait, Gemälde Bildquelle: Christie's
Erstmals hat das Auktionshaus Christie's ein Werk versteigert, das von einem künstlichen neuronalen Netzwerk erstellt wurde. Mit einem Verkaufspreis von 432.500 US-Dollar wurden dabei alle vorherigen Erwartungen weit übertroffen. Die Entstehungsgeschichte des KI-Portraits wird kontrovers diskutiert, da sich die Macher großzügig an Open-Source-Code bedient haben.

Das erste KI-Gemälde geht für über 400.000 Dollar über den Tisch

Dass künstliche Intelligenz viele Aufgaben für Menschen ergänzen, aber auch ganz übernehmen soll, ist die erklärte Zielsetzung der Entwickler. Gerade im Bezug auf kreative Tätigkeiten wird aber immer wieder darüber diskutiert, ob KI jemals "echte Kunst" schaffen könnte. Geht es nach dem Auktionshaus Christie's, zeigt sich jetzt sehr deutlich, dass Kunden bereit sind, für die Kunst aus dem Computer schon jetzt hohe Summen zu bezahlen. Christie's: KI-Bild "Edmond de Belamy"Mit geborgtem Code, von KI gemalt Wie das Auktionshaus auf seiner offiziellen Angebotsseite schreibt, war das Kunstwerk mit dem Namen "Edmond de Belamy" vor der Auktion auf 7000-10.000 US Dollar geschätzt worden. Bei der Versteigerung in New York hatte ein anonymer Käufer dann aber erst bei einer Summe von 432.500 US-Dollar den Zuschlag erhalten. Schon vor diesem unerwarteten Erfolg war sich Christie's sicher: Diese Auktion markiere die "Ankunft von KI auf der weltweiten Auktionsbühne".

Nicht unumstrittene Entstehungsgeschichte

Kontroverse Diskussionen gibt es um die Entstehungsgeschichte des KI-Portraits: Als Signatur findet sich auf dem Werk "min G max D Ex[log(D(x))]+Ez[log(1-D(G(z)))]", ein Verweis auf den Algorithmus, der zur Produktion genutzt wurde. Wie The Verge schreibt, steht hinter dem Bild das Kollektiv Obvious, ein Trio aus drei 25-jährigen französischen Studenten. Szenekenner werfen diesen vor, große Teile des genutzten Codes einfach von einem anderen Programmierer übernommen zu haben: Der 19-jährige Highschool-Absolvent Robbie Barrat hatte seine Software zur Erstellung von KI-Kunst unter Open-Source-Lizenz online gestellt.

Obvious bestätigt im Interview mit The Verge dann auch erstmals öffentlich, dass man sich zu großen Teilen beim Code von Barrat bedient hat: "Wenn es nur um den Code geht, gibt es keinen großen Prozentsatz, der modifiziert wurde", so die Macher. Wie Barrat mitteilt, habe Obvious die Nutzung einer "Komponente" des Codes angefragt, deshalb hege er "keinen Groll". "Ich mache mir mehr Sorgen darum, dass echte Künstler, die KI nutzen, in den Schatten gestellt werden. Es ist einfach ein sehr schlechter erster Eindruck für unseren Bereich."

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