Tone e20: Smartphone-Kamera löst bei Nacktheit gar nicht erst aus

Ein kleines japanisches Unternehmen hat ein Smartphone auf den Markt gebracht, das in erster Linie ein selbstentwickeltes KI-System präsentieren soll. Dieses dient schlicht dem Zweck, dass Nutzer keine Nacktfotos anfertigen können.
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Samsung / @evleaks

Tone e-20: KI verhindert bestimmte Fotos
Das Mobiltelefon Tone e20, das jetzt von Tone Mobile vorgestellt wurde, ist im Grunde ein normales Mittelklasse-Modell, wie es von den chinesischen Auftragsproduzenten in zahlreichen Variationen angeboten wird. Der vermeintliche Hersteller selbst trägt in erster Linie seinen Namen und die auf der Hardware installierte Software bei. Und Tone versucht sich hier mit dem Anliegen des Jugendschutzes einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

In dem Mobiltelefon arbeitet eine neue Bilderkennung, die die technische Basis für die Funktion "Tone Family" darstellt. Diese soll laut der Werbung des Unternehmens dafür sorgen, dass Eltern nicht befürchten müssen, dass ihre minderjährigen Kinder Fotos aufnehmen, auf denen sie selbst unbekleidet sind. Das wäre demnach die beste Möglichkeit, zu verhindern, dass solche Aufnahmen auch noch weitergegeben werden.

Kamera blockiert

Die KI wirkt dabei in einem zweistufigen Verfahren. Sie ist bereits mit dem Anschalten der Kamera aktiv und analysiert das Geschehen vor der Linse. Sollte sie dort eine nackte Person erkennen, schaltet sich die Optik automatisch ab. Allerdings kann es passieren, dass die Aufnahme erstellt wird, bevor das System wirken kann, da ein Smartphone für gewöhnlich zu wenig Leistung für eine ständige Echtzeit-Analyse mitbringt. Hier soll die zweite Schutzstufe greifen, die dann verhindert, dass das Bild abgespeichert wird.

Es ist relativ unwahrscheinlich, dass das fragliche Gerät überhaupt bei uns auf den Markt kommen wird - was aber sicherlich ohnehin nicht das Ziel des Anbieters ist. Dieser dürfte aber darauf bedacht sein, seine Technologie zu vermarkten. Entsprechend kann es eines Tages geschehen, dass dieses Verfahren in anderen Produkten zum Einsatz kommt, um zu entscheiden, was Anwender fotografieren dürfen und was nicht. Das kann vom besagten Nacktfoto bis hin zu bestimmten Dokumenten reichen.

Siehe auch: Google Creatism: Neue KI kann Fotos wie Bild-Profis optimieren
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