Spotify arbeitet mit Gen-Analyse-Firma: 'Soundtrack deiner Herkunft'

Dns, Dna, Erbmaterial Bildquelle: Christoph Bock (Max Planck Institute for Informatics, CC BY-SA 3.0)
Der Musik-Streaming-Pionier Spotify hat eine recht ungewöhnliche Kooperation mit der Gen-Analyse-Firma Ancestry gestartet. In den USA können sich Nutzer nun ihren Musikgeschmack aus ihrer DNA "extrahieren" lassen. Spotify stellt dann die passenden Playlists zusammen.
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Musikalische Gene?

Das Analyse-Unternehmen bietet mit AncestryDNA seit einiger Zeit einen kommerziellen DNA-Test an, mit dem Interessierte ihre genetische Abstammung entdecken können. In den USA ist das zusammen mit allgemeiner Ahnenforschung ein großes Geschäft. Nun hat sich Ancestry einen neuen Partner an Land gezogen, mit dem man neue Kunden erreichen will, die gar nicht in erster Linie an ihrer Abstammung interessiert sind.

"Soundtrack deiner Herkunft"

Gemeinsam mit den schwedischen Musik-Streaming-Pionier Spotify gibt es seit Mitte September die Möglichkeit, eine Art musikalischen Fingerabdruck anhand seiner Gene bestimmen zu lassen. Spotify nennt das "Soundtrack deiner Herkunft". Ancestry analysiert dazu die DNA und ordnet sie ihrer Herkunft nach zu. Dann setzt man voraus, dass Menschen einen ganz spezifischen Musikgeschmack haben, der auf die Vorlieben von Ethnien und Abstammungs-Regionen basiert. AncestryDNAAncestryDNA testet jetzt die DNA, um eine genetisch passende Song-Liste erstellen zu können Ancestry nennt das "Musical DNA", also in etwa musikalische Gene. Wie ernst sie das meinen wird bei dem Angebot nicht ganz klar. Fest steht aber, dass seit dem Start des Gen-Analyse-Angebots für den Musikgeschmack am 21. September schon mehr als 10.000 Nutzer ihre individuelle Spotify-Playlists haben erstellen lassen. Das berichtet das Online-Magazin Quartzy mit Verweis auf den Anbieter. Über zehn Millionen Kunden haben die DNA-Tester zudem bereits in anderen Fällen.

Die Spotify-Playlist sollen dann einen einzigartigen Mix von Musik wiedergeben, der inspiriert wurde von der Herkunft der Hörer.

Dazu muss man dann aber nicht etwa seine DNA-Sequenz bei Spotify hinterlegen, sondern Ergebnisse von Ancestry manuell in den Playlist-Generator eingeben.

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