RedShell: Spiele spionieren Nutzer aus - Anbieter rudern jetzt zurück
Diverse Spielehersteller haben jetzt angekündigt, ein kürzlich ausgeliefertes Tracking-Tool wieder aus ihren Produkten zu entfernen. Denn in der Gaming-Community gab es einen klar vernehmbaren Protest, als bekannt wurde, wie invasiv das Modul namens RedShell in die Privatsphäre der Anwender eingreift.
Eine Reihe von Spieleherstellern hatte das Tool, das vom Dienstleister Innervate bereitgestellt wird, über Updates in bereits verkaufte Games eingebaut. Aber auch neue Installationen kommen natürlich mit dem integrierten Tacking-Kit daher. Offiziell sollte RedShell eigentlich nur dem Zweck dienen, dem Hersteller zu verraten, über welche Quelle ein Nutzer das Spiel heruntergeladen hat, weiterhin wurden Affiliate-IDs an Social Media-Kampagnen angehängt.
Wie sich bei weitergehenden Analysen herausstellte, macht die Software in Wirklichkeit noch viel mehr. So gibt es Berichte, nach denen RedShell faktisch für jeden Gamer ein eigenes Profil anlegt und in dieses möglichst weitgehende Informationen über die Person und das Nutzungsverhalten integriert. Dies umfasste beispielsweise Daten darüber, wann und wie lange die Spiele genutzt wurden und was sich ansonsten noch aus dem Game heraus tracken ließ.
Die Nachforschungen diverser Nutzer zu dem Problem wurden unter anderem auf Reddit gesammelt. In der Folge stieg der Druck auf die Anbieter erwartungsgemäß an. Verschiedene Unternehmen rudern daher nun zurück und kündigten an, mit den neuesten Updates und Patches auch eine Entfernung von RedShell vorzunehmen.
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Wie sich bei weitergehenden Analysen herausstellte, macht die Software in Wirklichkeit noch viel mehr. So gibt es Berichte, nach denen RedShell faktisch für jeden Gamer ein eigenes Profil anlegt und in dieses möglichst weitgehende Informationen über die Person und das Nutzungsverhalten integriert. Dies umfasste beispielsweise Daten darüber, wann und wie lange die Spiele genutzt wurden und was sich ansonsten noch aus dem Game heraus tracken ließ.
Bekannte Namen dabei
Die meisten Anbieter haben ihre Nutzer überhaupt nicht darüber informiert, dass RedShell in die Games eingebaut wurde. Bei jenen, die dies taten, wurden in der Regel maximal Opt-out-Möglichkeiten geboten. Die meisten Datenschutz-Gesetze sehen in solch einem Fall hingegen ein verpflichtendes Opt-in-Verfahren vor. Zum Einsatz kam RedShell in vielen Casual-Games, aber auch einige bekanntere, größere Titel wurden mit dem Tracking-Tool ausgestattet - darunter The Elder Scrolls Online, Kerbal Space Program und Warhammer 40.000: Eternal Crusade (komplette Liste auf Google Docs).Die Nachforschungen diverser Nutzer zu dem Problem wurden unter anderem auf Reddit gesammelt. In der Folge stieg der Druck auf die Anbieter erwartungsgemäß an. Verschiedene Unternehmen rudern daher nun zurück und kündigten an, mit den neuesten Updates und Patches auch eine Entfernung von RedShell vorzunehmen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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