Telefonierende Google-KI:
Demo-Anrufe waren wohl manipuliert
Vergangene Woche hat der Suchmaschinenriese Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O diverse Neuerungen gezeigt. Die interessanteste und wohl aufsehenerregendste war Google Duplex. Dabei kann der Assistant des Konzerns aus Mountain View intelligent und selbstständig Telefonate durchführen. Oder doch nicht?
Ein zentraler Punkt der vergangenen Google I/O war das Thema Künstliche Intelligenz. Highlight war hier das Duplex genannte System. Dabei kann der Google Assistant auf Nutzerauftrag selbstständig beim Friseur, im Restaurant und ähnlichem anrufen, um einen Termin auszumachen oder einen Tisch zu reservieren. Google-CEO Sundar Pichai hat die beeindruckende Lösung auch auf der Bühne präsentiert und eine Demo des Ganzen (siehe Video) gezeigt.
Das war auch beindruckend, aber vermutlich hat der kalifornische Konzern hier etwas geschwindelt bzw. nachgeholfen. Ob man hier von waschechten Fake sprechen kann, sei dahingestellt, denn vermutlich war hier tatsächlich die Google-AI am Werk, aber möglicherweise hat sie "nur" im Nachbarbüro angerufen statt mit Geschäften in freier Wildbahn zu interagieren.
Im Fall der Google-Demo passiert das aber nicht. Axios hat das überprüft und zahlreiche Restaurants und Haarsalons testweise angerufen, auch in Mountain View, kein einziger meldete sich auf die Weise, wie Google es gezeigt hat.
Außerdem kann man in den Google-Demos keine Hintergrund-Geräusche hören, Stimmen von Kunden, das Rauschen von Haartrockner oder das Klappern von Geschirr sind in der echten Welt ebenfalls normal. Schließlich haben bei Google weder Restaurant noch Friseur nach der Telefonnummer der Kunden gefragt, auch das ist ein Standard-Vorgang, wenn man einen Termin ausmacht oder eine Reservierung aufgibt.
Axios hat bei Google auch nachgefragt, ob man die Namen von Restaurant und Friseur haben könne, um das Ganze überprüfen zu können. Möglicherweise wollte Google auch nur die Identität der Angerufenen schützen, also wollte man wissen, ob die Demos geschnitten waren. Das hätte Google mit Leichtigkeit beantworten können, das Unternehmen entschied sich aber stattdessen zu schweigen.
Das war auch beindruckend, aber vermutlich hat der kalifornische Konzern hier etwas geschwindelt bzw. nachgeholfen. Ob man hier von waschechten Fake sprechen kann, sei dahingestellt, denn vermutlich war hier tatsächlich die Google-AI am Werk, aber möglicherweise hat sie "nur" im Nachbarbüro angerufen statt mit Geschäften in freier Wildbahn zu interagieren.
Unstimmigkeiten
Die Seite Axios hat sich die Demo jedenfalls näher angesehen und diverse Unstimmigkeiten gefunden. Beispielsweise melden sich das in der Demo angerufene Restaurant oder der Friseur gleich mit "Wie kann ich Ihnen helfen?" Das kam vielen bereits merkwürdig vor, denn in der Regel meldet sich ein Gewerbe mit seinem Namen, um sich zu identifizieren, erst dann wird gefragt, was man für den Kunden tun kann.Im Fall der Google-Demo passiert das aber nicht. Axios hat das überprüft und zahlreiche Restaurants und Haarsalons testweise angerufen, auch in Mountain View, kein einziger meldete sich auf die Weise, wie Google es gezeigt hat.
Außerdem kann man in den Google-Demos keine Hintergrund-Geräusche hören, Stimmen von Kunden, das Rauschen von Haartrockner oder das Klappern von Geschirr sind in der echten Welt ebenfalls normal. Schließlich haben bei Google weder Restaurant noch Friseur nach der Telefonnummer der Kunden gefragt, auch das ist ein Standard-Vorgang, wenn man einen Termin ausmacht oder eine Reservierung aufgibt.
Axios hat bei Google auch nachgefragt, ob man die Namen von Restaurant und Friseur haben könne, um das Ganze überprüfen zu können. Möglicherweise wollte Google auch nur die Identität der Angerufenen schützen, also wollte man wissen, ob die Demos geschnitten waren. Das hätte Google mit Leichtigkeit beantworten können, das Unternehmen entschied sich aber stattdessen zu schweigen.
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