Neuer Rückschlag: Qualcomm kann sich Server-CPUs nicht mehr leisten
Der Entwicklung von ARM-basierten Prozessoren für Server droht erneut ein heftiger Rückschlag. Qualcomm geht es trotz glänzender Smartphone-Verkäufe wohl finanziell so schlecht, dass für ein entsprechendes Projekt kein Geld mehr da ist. Das gesamte Vorhaben steht daher kurz vor dem Aus.
Das zumindest berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf informierte Quellen beruft. Eigentlich wollte Qualcomm - nachdem man Intels Versuche, in den Mobile-Markt vorzudringen, blockieren konnte - nun auf dem Territorium des Konkurrenten wildern. Neben der Zusammenarbeit mit Microsoft für ARM-basierte Windows 10-Notebooks umfasst das auch die Bereitstellung von Prozessoren für bestimmte Server.
Der Einsatz von ARM-Kernen in Datenzentren ist schon länger eine attraktive Vorstellung, da diese wenig Strom verbrauchen und kühl bleiben, was hier sehr von Vorteil ist. Allerdings verfolgten lange nur einige Nischenanbieter diesen Weg - bis vor einiger Zeit eben Qualcomm dazukam. Hier nahm man an, dass der Konzern mit der Macht aus dem Mobile-Geschäft durchaus ein Gegengewicht zu Intel darstellen könnte.
Qualcomms erster eigener Server-Chip, der Centriq 2400, wurde im letzten Jahr eingeführt. Dieser war durchaus vielversprechend und konnte Intel-Produkte, die er ersetzen sollte, durchaus in die Schranken verweisen. Wie es nun aber weitergeht, bleibt abzuwarten.
Der Einsatz von ARM-Kernen in Datenzentren ist schon länger eine attraktive Vorstellung, da diese wenig Strom verbrauchen und kühl bleiben, was hier sehr von Vorteil ist. Allerdings verfolgten lange nur einige Nischenanbieter diesen Weg - bis vor einiger Zeit eben Qualcomm dazukam. Hier nahm man an, dass der Konzern mit der Macht aus dem Mobile-Geschäft durchaus ein Gegengewicht zu Intel darstellen könnte.
Auch Verkauf denkbar
Doch die Schieflage Qualcomms ist so groß, dass nun überlegt wird, ob man die Cavium-CPUs komplett einstellt oder aber die gesamte Sparte an einen Investor verkauft. Auch die letztere Lösung würde aber wohl bedeuten, dass es maximal auf eine weitere Nischenanwendung hinausläuft - denn um wirklich einige Marktanteile von den etablierten Server-Ausrüstern abzunehmen, bedürfte es schon einiger Ressourcen - wie sie eben im besten Fall ein Unternehmen der Größe Qualcomms inne hätte.Qualcomms erster eigener Server-Chip, der Centriq 2400, wurde im letzten Jahr eingeführt. Dieser war durchaus vielversprechend und konnte Intel-Produkte, die er ersetzen sollte, durchaus in die Schranken verweisen. Wie es nun aber weitergeht, bleibt abzuwarten.
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