Qualcomm begrenzt Lizenzabgaben:
High-End-Smartphones günstiger?
Der US-Chipkonzern Qualcomm musste jüngst einen deutlichen Rückgang seiner Umsätze verlauten lassen, weil durch Apples zunehmenden Verzicht auf Qualcomm-Technik weniger Geld in die Kassen kam. Um die Nachfrage nach seinen Smartphone-SoCs wieder anzukurbeln, senkt Qualcomm nun seine Lizenzkosten für die Hersteller der Geräte, die normalerweise am Verkaufspreis bemessen werden.
Wie Qualcomm laut der Nachrichtenagentur Reuters im Zuge eines Konferenzgesprächs anlässlich der Veröffentlichung seiner jüngsten Quartalszahlen erklärte, begrenzt das Unternehmen ab sofort die Höhe der für die Verwendung seiner Technologien und Prozessoren zu zahlenden Lizenzkosten für die Hersteller. Zwar wird weiterhin anhand eines nicht näher benannten Prozentsatzes des Verkaufspreises berechnet, wie hoch die Abgaben an Qualcomm sind, die für jedes Smartphone an den Konzern gezahlt werden müssen.
Bisher war die Höhe der Lizenzkosten stets unbegrenzt an den Verkaufspreis geknüpft. Wenn ein Hersteller also ein Gerät für mehr als 1000 Dollar auf den Markt bringt, steigen auch die an Qualcomm zu zahlenden Abgaben entsprechend mit. Künftig wird jedoch bei 400 Dollar Gerätepreis Schluss sein - unabhängig davon, ob der Endkundenpreis letztlich höher liegt oder nicht. Qualcomm verlangt also bei einem 1000-Dollar-Telefon Lizenzgebühren in gleicher Höhe wie bei einem 400-Dollar-Modell.
Für die Hersteller bedeutet dies zumindest in der Theorie, dass sie gerade ihre teureren Modelle etwas günstiger anbieten könnten, oder aber einfach größere Gewinnmargen erwirtschaften können. Ob die neue Lizenzpolitik letztlich aber zu günstigeren Endkundenpreisen führt, ist natürlich vollkommen offen. Vor allem geht es Qualcomm aber anscheinend darum, seine Einnahmen aus Lizenzabgaben langfristig zu sichern und die Angriffsfläche für Klagen wegen angeblich zu hoher Abgaben zu reduzieren.
Zuletzt war das Unternehmen nämlich in Europa, den USA und Asien in das Visier der Wettbewerbsbehörden geraten, weil Qualcomm eine Ausnutzung seiner dominierenden Marktstellung durch mutmaßlich überhöhte Lizenzforderungen vorgeworfen wird.
Bisher war die Höhe der Lizenzkosten stets unbegrenzt an den Verkaufspreis geknüpft. Wenn ein Hersteller also ein Gerät für mehr als 1000 Dollar auf den Markt bringt, steigen auch die an Qualcomm zu zahlenden Abgaben entsprechend mit. Künftig wird jedoch bei 400 Dollar Gerätepreis Schluss sein - unabhängig davon, ob der Endkundenpreis letztlich höher liegt oder nicht. Qualcomm verlangt also bei einem 1000-Dollar-Telefon Lizenzgebühren in gleicher Höhe wie bei einem 400-Dollar-Modell.
Für die Hersteller bedeutet dies zumindest in der Theorie, dass sie gerade ihre teureren Modelle etwas günstiger anbieten könnten, oder aber einfach größere Gewinnmargen erwirtschaften können. Ob die neue Lizenzpolitik letztlich aber zu günstigeren Endkundenpreisen führt, ist natürlich vollkommen offen. Vor allem geht es Qualcomm aber anscheinend darum, seine Einnahmen aus Lizenzabgaben langfristig zu sichern und die Angriffsfläche für Klagen wegen angeblich zu hoher Abgaben zu reduzieren.
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