Ex-Microsoft-Manager steigt jetzt bei Trump ganz weit nach oben

Usa, Weißes Haus, America Bildquelle: whitehouse.gov
Im Zuge des sich immer weiter drehenden Personal-Karussells unter dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump schafft es nun auch ein ehemaliger Top-Manager Microsofts weit nach oben. Vor einigen Jahren in Redmond noch aufs Abstellgleis geschoben, wird Chris Liddell nun wohl zum wichtigsten Wirtschaftsberater im Weißen Haus. Liddell war bis zum Jahr 2009 Finanzchef Microsofts. Bei den Anlegern war er durchaus geschätzt, weil er bei den Entscheidungen im Konzernvorstand immer wieder darauf drängte, jene Option zu wählen, die sich wahrscheinlich am positivsten auf den Aktienkurs auswirken würde. Allerdings dürfte er damit auch immer wieder einmal gegen verschiedene langfristige Strategien angestunken haben und letztlich trennten sich die Wege Liddells und Microsofts.

Nun aber soll er den bisherigen Chef-Wirtschaftsberater Trumps, Gary Cohn, ablösen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, der gegenüber einem Vertreter der US-Regierung entsprechende Medienberichte bestätigte. Cohn, der ehemalige Präsident der US-Investmentbank Goldman Sachs, hatte am Wochenende seinen Rücktritt erklärt. Auslöser dessen war die Entscheidung Trumps, Strafzölle auf Stahl und Aluminium zu verhängen.

Digitalisierung schon vorangebracht

In Sachen Politik ist Liddell nicht ganz unerfahren. Zuletzt hatte er einige Lorbeeren errungen, als er im Hintergrund so manche wichtige Fäden der aktuellen Wirtschaftspolitik der US-Regierung zog. Er arbeitete dabei insbesondere an Projekten zur digitalen Modernisierung der Wirtschaft und an der Umsetzung elektronischer Gesundheits-Verzeichnisse. In beiden Fällen bestand die wichtigste Fähigkeit darin, zwischen verschiedenen Ministerien und Bundesbehörden zu vermitteln und eine gemeinsame Linie für diese auszuarbeiten.

Als potenzieller Cohn-Nachfolger wurde auch Peter Navarro gehandelt, der die Strafzölle unterstützte und bereits als Handelsberater im Trump-Team tätig ist. Dieser hatte allerdings selbst darüber gesprochen, dass er überhaupt nicht in der engeren Auswahl zu finden ist.

Die Tech-Branche unter Trump:


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