Rover-LTE: Vodafone Deutschland erweitert sein 4G-Netz zum Mond
Im kommenden Jahr soll der Mond eine breitbandige Mobilfunk-Anbindung erhalten. Federführend hierfür will Vodafone Deutschland sein. Es handelt sich dabei keineswegs um eine Spielerei im Rahmen des Marketings, sondern um ernsthafte Forschung an günstigen Technologien für künftige Raumfahrt-Projekte.
"Dieses Projekt verfolgt einen radikalen, innovativen Ansatz in der Entwicklung einer Mobilfunk-Infrastruktur", erklärte Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona. Über die Verbindung soll letztlich der Datenverkehr der geplanten Mondmission des Berliner Startups PTScientists abgewickelt werden. Der Rover der Firma, die sich aus dem inzwischen eingestellen Google Lunar X-Price herausentwickelte, soll im nächsten Jahr mit einer Falcon 9-Rakete von SpaceX von Cape Canaveral aus in Richtung Mond starten.
Die Mondmission ist ein wichtiges Projekt in der Weiterentwicklung der privatwirtschaftlich durchgeführten Eroberung des Weltraums. Bei dieser kommt es darauf an, möglichst effizient zu arbeiten - was ja bereits dazu führt, dass SpaceX ziemlich günstige Raketenstarts anbieten kann. Projekte wie der PTScientists-Rover sollen hingegen auch Technologien erforschen, die darüber hinaus eingesetzt werden kann. Und hier ist es durchaus sinnvoll, auf bewährte Verfahren aus der Industrie zurückzugreifen, um nicht jede Komponente in Form eines Prototypen mit eigens entwickelter Technologie zu fliegen.
Vodafone wird hauptsächlich für die Umsetzung der gesamten Infrastruktur für die Datenübertragung vom Mond zuständig sein. Als Lieferanten für die Hardware wurde Nokia auserkoren. Das ganze System wird schlicht auf 4G-Standards basieren. 5G ist zwar in einigen Belangen noch besser geeignet, doch benötigt man für Raumfahrtmissionen etwas abgehangene Technologie, da man nach dem Start der Trägerrakete schlicht keine Reparaturen an zu neuen, experimentellen Systemen mehr durchführen kann. Auf dem Rover soll das gesamte Funk-Equipment letztlich unter einem Kilogramm ausmachen und die Übertragung von HD-Videostreams ermöglichen.
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Die Mondmission ist ein wichtiges Projekt in der Weiterentwicklung der privatwirtschaftlich durchgeführten Eroberung des Weltraums. Bei dieser kommt es darauf an, möglichst effizient zu arbeiten - was ja bereits dazu führt, dass SpaceX ziemlich günstige Raketenstarts anbieten kann. Projekte wie der PTScientists-Rover sollen hingegen auch Technologien erforschen, die darüber hinaus eingesetzt werden kann. Und hier ist es durchaus sinnvoll, auf bewährte Verfahren aus der Industrie zurückzugreifen, um nicht jede Komponente in Form eines Prototypen mit eigens entwickelter Technologie zu fliegen.
Auf einem Audi mitfliegen
Entsprechend beruht der Rover selbst zu Teilen auf den Erfahrungen, die man beim Autohersteller Audi machte. Denn auch hier gibt es Bedarf an möglichst leichten, aber extrem widerstandsfähigen Konstruktionen. Und der normale Mobilfunk ist aktuell wohl die beste verfügbare Technologie, wenn es um einen tragfähigen Kompromiss zwischen Bandbreite, Energieverbrauch und Preis geht.Vodafone wird hauptsächlich für die Umsetzung der gesamten Infrastruktur für die Datenübertragung vom Mond zuständig sein. Als Lieferanten für die Hardware wurde Nokia auserkoren. Das ganze System wird schlicht auf 4G-Standards basieren. 5G ist zwar in einigen Belangen noch besser geeignet, doch benötigt man für Raumfahrtmissionen etwas abgehangene Technologie, da man nach dem Start der Trägerrakete schlicht keine Reparaturen an zu neuen, experimentellen Systemen mehr durchführen kann. Auf dem Rover soll das gesamte Funk-Equipment letztlich unter einem Kilogramm ausmachen und die Übertragung von HD-Videostreams ermöglichen.
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Christian Kahle
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