Facebook fühlt sich groß genug:
Jetzt wird Wegezoll im Netz verlangt
Zukünftig wird es wohl deutlich schwerer für Online-Angebote, mit ihren Nutzern in Kontakt zu treten. Nachdem sich Facebook inzwischen recht erfolgreich zwischen beide Seite gedrängt hat, will das Social Network nun beginnen, seine Position finanziell auszuschlachten und Wegezoll zu verlangen.
Noch vor einigen Jahren war die Sache einfach: Anbieter von Inhalten betrieben eine Webseite und Nutzer, die sich für den Content interessierten, schauten regelmäßig vorbei. Heute läuft ein nicht unwesentlicher Teil dieser Kontakte über die Timelines des Social Networks Facebook. Und das funktionierte zuletzt auch mehr oder weniger ordentlich - auch wenn Facebook die Inhalte-Anbieter schon regelmäßig dazu drängt, Werbegelder auszugeben, damit die auf Facebook-Seiten geposteten Inhalte in den Timelines von mehr Nutzern angezeigt werden.
Bald könnte es aber soweit sein, dass nichtzahlende Publisher deutlich weniger Kontakte zu ihren Nutzern bekommen. Entsprechende Tests führt Facebook bereits seit einigen Tagen in Ländern wie der Slowakei, Sri Lanka, Bolivien, Guatemala und Kambodscha durch. Und aus Sicht der Inhalte-Anbieter ist die Umstellung dramatisch. Seitdem die Tests in der vergangenen Woche anliefen, verzeichnen die 60 größten Facebook-Seiten von slowakischen Medienverlagen signifikant eingebrochene Interaktions-Zahlen:
Einher geht das mit dem Start eines zweiten Facebook-Newsfeeds namens "Explore". In diesem sollen zukünftig die Inhalte von abonnierten Seiten zusammengeführt werden. Nach Angaben Facebooks hat dies natürlich nichts damit zu tun, dass man mehr Geld verdienen will - sondern man will natürlich nur den Wünschen von Nutzern nachkommen. "Die Leute haben uns gesagt, dass sie die Beiträge ihrer Freunde und Familienangehörigen leichter sehen wollen, daher testen wir jetzt zwei Feeds - einen ausschließlich mit Posts von Freunden und Familie und einen separaten Bereich mit Posts von abonnierten Seiten", erklärte ein Facebook-Sprecher gegenüber dem US-Magazin Mashable.
Ein Problem ist das letztlich nicht nur für die Betreiber von Content-Angeboten, die sich letztlich damit finanzieren, dass Nutzer auch über Facebook auf ihre Seite kommen und dort Werbung angezeigt wird. Auch die zahlreichen kleinen Seitenbetreiber wie kleinere Künstler, Sportvereine oder auch gemeinnützige Projekte, die bisher über Facebook Kontakt mit ihren Fans und Unterstützern hielten, müssen signifikante Einschränkungen in Kauf nehmen.
Bald könnte es aber soweit sein, dass nichtzahlende Publisher deutlich weniger Kontakte zu ihren Nutzern bekommen. Entsprechende Tests führt Facebook bereits seit einigen Tagen in Ländern wie der Slowakei, Sri Lanka, Bolivien, Guatemala und Kambodscha durch. Und aus Sicht der Inhalte-Anbieter ist die Umstellung dramatisch. Seitdem die Tests in der vergangenen Woche anliefen, verzeichnen die 60 größten Facebook-Seiten von slowakischen Medienverlagen signifikant eingebrochene Interaktions-Zahlen:
Einher geht das mit dem Start eines zweiten Facebook-Newsfeeds namens "Explore". In diesem sollen zukünftig die Inhalte von abonnierten Seiten zusammengeführt werden. Nach Angaben Facebooks hat dies natürlich nichts damit zu tun, dass man mehr Geld verdienen will - sondern man will natürlich nur den Wünschen von Nutzern nachkommen. "Die Leute haben uns gesagt, dass sie die Beiträge ihrer Freunde und Familienangehörigen leichter sehen wollen, daher testen wir jetzt zwei Feeds - einen ausschließlich mit Posts von Freunden und Familie und einen separaten Bereich mit Posts von abonnierten Seiten", erklärte ein Facebook-Sprecher gegenüber dem US-Magazin Mashable.
Die Werbung bleibt
Das bedeutet letztlich nicht, dass im originalen Feed nur noch Einträge von Freunden angezeigt werden. Bezahlte Inhalte, also Werbung, finden hier weiterhin ihren Platz. Der Unterschied für die Betreiber von Facebook-Seiten besteht nun lediglich darin, dass sie ihre Nutzer nicht nur dazu bringen müssen, auch ihre Seite zu abonnieren - zukünftig müssen sie zahlen, wenn sie weiterhin einen direkten Zugang zu ihren Fans haben wollen - immerhin ist davon auszugehen, dass nur ein Bruchteil der User regelmäßig in den zweiten Feed schauen wird.Ein Problem ist das letztlich nicht nur für die Betreiber von Content-Angeboten, die sich letztlich damit finanzieren, dass Nutzer auch über Facebook auf ihre Seite kommen und dort Werbung angezeigt wird. Auch die zahlreichen kleinen Seitenbetreiber wie kleinere Künstler, Sportvereine oder auch gemeinnützige Projekte, die bisher über Facebook Kontakt mit ihren Fans und Unterstützern hielten, müssen signifikante Einschränkungen in Kauf nehmen.
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