Studie zeigt: Z-Library ist oft der letzte Ausweg für arme Studenten
Eine aktuelle Studie beleuchtet die Motivation hinter der Nutzung der Schattenbibliothek Z-Library. Studierende greifen oft aus finanzieller Not auf das illegale Angebot zurück. Der Zugang zu Wissen wird als wichtiger erachtet als urheberrechtliche Bedenken.
Michael Day von der University of Greenwich untersuchte die Motivationen von Reddit-Nutzern und chinesischen Postgraduierten zur Nutzung von Z-Library. Trotz der unterschiedlichen Gruppen zeigten sich dabei große Übereinstimmungen in den Ansichten bzw. Einstellungen.
Wie TorrentFreak berichtet, sehen viele Nutzer Z-Library als essenzielles Werkzeug zur Erreichung ihrer akademischen Ziele. Finanzielle Not spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein Reddit-Nutzer erklärte beispielsweise, dass in seinem Entwicklungsland ein einziges Buch bis zu 80 Prozent seines Tageslohns kosten würde.
Bei den befragten chinesischen Studierenden zeigte sich ein ähnliches Bild. 41 Prozent gaben an, dass die vorübergehende Abschaltung von Z-Library ihre Studienmöglichkeiten beeinträchtigt hatte. 71 Prozent hatten in der Vergangenheit bereits Schattenbibliotheken genutzt. Die Mehrheit der Befragten teilte die Ansicht, dass der Zugang zu Wissen für alle kostenlos sein sollte. 82 Prozent stimmten zu, dass Z-Library Studierenden in Armut hilft. Für 67 Prozent waren akademische Lehrbücher schlicht zu teuer.
Siehe auch:
Digitale Bildungskluft überbrücken
Die Schattenbibliothek Z-Library steht seit Jahren in der Kritik bzw. im Visier von Urheberrechtsbesitzern. Trotz strafrechtlicher Verfolgung und vorübergehender Abschaltung erfreut sich die Plattform weiterhin großer Beliebtheit. Eine neue Studie liefert nun Einblicke in die Beweggründe der Nutzer.Michael Day von der University of Greenwich untersuchte die Motivationen von Reddit-Nutzern und chinesischen Postgraduierten zur Nutzung von Z-Library. Trotz der unterschiedlichen Gruppen zeigten sich dabei große Übereinstimmungen in den Ansichten bzw. Einstellungen.
Wie TorrentFreak berichtet, sehen viele Nutzer Z-Library als essenzielles Werkzeug zur Erreichung ihrer akademischen Ziele. Finanzielle Not spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein Reddit-Nutzer erklärte beispielsweise, dass in seinem Entwicklungsland ein einziges Buch bis zu 80 Prozent seines Tageslohns kosten würde.
Fehlender Zugang zu Fachliteratur
Auch der begrenzte Zugang zu akademischer Literatur an Universitätsbibliotheken treibt viele Studierende zu Schattenbibliotheken. Die hohen Gewinne wissenschaftlicher Verlage bei gleichzeitig fehlender Vergütung für Autoren dienen als zusätzliche Rechtfertigung.Bei den befragten chinesischen Studierenden zeigte sich ein ähnliches Bild. 41 Prozent gaben an, dass die vorübergehende Abschaltung von Z-Library ihre Studienmöglichkeiten beeinträchtigt hatte. 71 Prozent hatten in der Vergangenheit bereits Schattenbibliotheken genutzt. Die Mehrheit der Befragten teilte die Ansicht, dass der Zugang zu Wissen für alle kostenlos sein sollte. 82 Prozent stimmten zu, dass Z-Library Studierenden in Armut hilft. Für 67 Prozent waren akademische Lehrbücher schlicht zu teuer.
Robin-Hood-Mentalität unter Nutzern
Day interpretiert die Ergebnisse als Ausdruck einer "Robin-Hood-Mentalität". Nutzer von Z-Library umgehen demnach die "Wissenssteuer" der Verlage, indem sie Werke kostenlos herunterladen. Der Autor empfiehlt Universitäten und Verlagen deshalb, den Status quo zu überdenken und mehr Inhalte frei zugänglich zu machen.
Zusammenfassung
- Studie untersucht Motivation zur Nutzung der Schattenbibliothek Z-Library
- Finanzielle Not treibt Studierende zu illegalen Literaturangeboten
- Zugang zu Wissen wird höher bewertet als urheberrechtliche Bedenken
- Hohe Buchpreise und begrenzter Zugang zu Literatur als Hauptgründe genannt
- Chinesische Studierende: Z-Library-Abschaltung beeinträchtigte das Studium
- Mehrheit sieht kostenlosen Zugang zu Wissen als wichtiges Anliegen
- Empfehlung: Universitäten und Verlage sollten mehr Inhalte frei zugänglich machen
Siehe auch:
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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