Gericht: Der Router-Zwang ist auch für Bestandskunden Geschichte

Seit dem letzten Jahr ist es gesetzlich geregelt, dass Nutzer frei wählen können, welchen Router sie an ihrem heimischen Internet-Anschluss betreiben. Verschiedene Provider versuchten allerdings, diese Freiheit nur Neukunden zu gewähren - doch das ... mehr... Internet, Daten, Router, Netzwerk, Kabel, Dsl, Ethernet Bildquelle: secretlondon123 / Flickr Internet, Daten, Router, Netzwerk, Kabel, Dsl, Ethernet Internet, Daten, Router, Netzwerk, Kabel, Dsl, Ethernet secretlondon123 / Flickr

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Moment mal:

"Dieses stellt klar, dass das Netz des Providers ab der Anschlussdose in den Wohnungen aufhört und der Router nicht mehr dazugehört. Unklar war allerdings bislang, ob dies auch für ältere Verträge gilt, in denen noch anderslautende Klauseln enthalten sind. "

Ich kann mich noch dunkel an diverse Vortäge zum Thema "Vertragsrecht" erinnern. Dort hieß es immer, daß Vertragsklauseln unwirksam sind, wenn sie gegen geltendes Recht bzw. die sogenannten "guten Sitten" verstoßen.

Wenn also in einem "alten" Vertrag Klauseln enthalten sind, die gegen ein geltendes Gesetz verstoßen, so wären diese doch unwirksam, auch ohne erneutes Urteil speziell hierzu. Das hieße, der Routerzwang wäre auch mit den alten Verträgen bereits mit der ursprünglichen Entscheidung vom Tisch.

Also nix mit "unklar". Oder irre ich mich?
 
@starship: Der Vertrag wurde unter alter Gesetzeslage völlig rechtskonform mit dieser (heute ungültigen) Klausel abgeschlossen. Ich meine mich zu erinnern dass für entsprechende alte Verträge immer die jeweiligen Gesetze Gültigkeit haben welche bei Abschluss aktuell waren, es sei denn es wird festgestellt dass die Klausel schon zum damaligen Zeitpunkt nicht rechtens war (z.B. verstößt gegen die guten Sitten o.ä.).
 
@0711: Nein, es gilt immer das aktuelle Gesetz, außer diese enthält eine Ausnahme für Bestandsverträge. Das bietet dieses Gesetz aber nicht!
 
@0711 UND Scaver: Sooo pauschal wie Ihr beide es darstellt, kann man weder das Eine (es gilt altes Recht) noch das Andere (es gilt immer neues Recht) nicht ausdrücken. Es kommt darauf an, wie das neue Gesetz diesbezüglich formuliert ist.

Ich habe das mal kurz durchgesehen und entdeckte keine Regelung zum Fortbestehen des alten Gesetzes etwa in Form von Übergangsregelungen usw. Fazit wäre damit, das neue Gesetz gilt für alle, und somit auch für alte Verträge.
 
@Kiebitz: Genau das hat Scaver geschrieben "außer diese enthält eine Ausnahme für Bestandsverträge. Das bietet dieses Gesetz aber nicht!"
 
@0711: Er schrieb: "...Nein, es gilt immer das aktuelle Gesetz, außer diese enthält eine Ausnahme für Bestandsverträge. Das bietet dieses Gesetz aber nicht!..." UND damit ist der erste Teil seiner Aussage "...Nein, es gilt immer das aktuelle Gesetz..." so pauschal nicht richtig.
 
@Kiebitz: Steht im neuen Gesetz nichts dass, das alte Bestand hat ist das neue gültig.
Man liest Sätze durchaus im ganzen, öfter auch mal ganze Absätze und kann nicht einfach Satzstücke rausreisen und sagen "das ist eine Pauschalaussage", eine Pauschalaussage habe ich getroffen aber Scaver ganz sicher nicht.
 
Dann bitte schön aber auch noch komplette Original Hardware von Hersteller und nix mehr gebrandetes. Soweit ich weiß macht das 1&1 bspw. immer noch, und verkauft die Fritzboxen als ihren "Homeserver". Ich meine man kann das branding entfernen, aber nur sehr umständlich per telnet. Mach ich auch sofort immer. Warum dann nicht gleich als vollwertige Fritzbox verkaufen? nun ja...Marketingstrategie halt...
 
@legalxpuser: telnet ist seit der FW Version 6.25 nicht mehr unterstützt.
Das einzige was bei meiner 7362SL an 1&1 erinnert ist das sie Schwarz ist, ein 1&1 Logo auf der Box und in der FW steht hinter dem 7362 SL ein UI.

Das sie Schwarz ist war für mich kaufentscheidend gewesen. Ich finde die in rot pottenhässlich.
 
@legalxpuser: Ich habe das Branding meines 1&1 "Homeserver" völlig einfach mit dem Einspielen einer original Firmware von AVM entfernt, ohne telnet.
 
@iPeople: ok das kann sein dass das jetzt möglich ist. Ich habs damals halt noch per telnet entfernt, da icheinfach die originale haben wollte. Es mag evt. keinerlei Unterschiede mehr geben...aber rein aus Prinzip...debranden!
 
@legalxpuser: warum sollte das nur marketing sein? wenn es da z.B. einen remotezugang gibt und der provider für diesen router support anbietet ist es doch wohl nur logisch keine blanke fritzbox zu "vermieten" (verkaufen die denn?)
Wenn der kunde das vom provider will dann ist es nicht verkehrt wenn er das bekommt
 
wie sieht es eigentlich im kabelbereich aus? tele columbus beharrte ja vor einiger zeit darauf, dass deren kabelmodem quasi den abschluss des anschlusses darstellt. hat sich da schon was getan, bzw. die bundesnetzagentur oder ein gericht dazu geäußert?
 
@pappkamerad: Theoretisch müssen die auch. Ich habe da mal einen Versuch bei Kabel Deutschland sprich Vodafone gestartet. Die waren irritiert, unfreundlich und wenig kooperativ. Es würde nach der freien Wahl des Modems keinen Support mehr geben, egal welche Probleme auftreten usw., ob das nun rechtlich so geht weiss ich nicht - ehrlich gesagt habe ich aber keine Nerven es zu testen. Darauf haben die wohl auch spekuliert. Ich habe nichts getauscht :)
 
@Matico: So ist es. Du kannst ein Modem nehmen und selbst einen Router dranhängen - aber natürlich ohne Support - na wie auch, wenn der Provider nicht weiß, was du verwendest. Das ist hier in Österreich auch so - aber auch logisch, oder?
 
@pappkamerad: Ich musste brandaktuell leider von meinem kleinen aber feinen Anbieter zu Unitymedia wechseln. Das eigene Modem wurde ohne Beanstandung akzeptiert und schnell frei geschaltet und meine gekaufte Fritzbox 6490 cable funktioniert einwandfrei. Hatte noch so meine Zweifel dran, aber soweit alles OK. Musste lediglich die Daten des Gerätes an Unitymedia durch geben, das war es auch schon. Ich wurde aber sowohl am Telefon als auch nochmal schriftlich sachlich darauf hingewiesen, das ich mich bei Problemen an den Hersteller zu wenden habe und Unitymedia bei Technischen Problemen aus der Nummer raus ist und auch keine Softwareaktualisierungen bereitgestellt werden.
 
@TuxIsGreat: schön das es wenigstens ein provider macht. leider gibt es unity bei uns nicht. apropos das wäre die nächste baustelle für die bundesnetzagentur: freie providerwahl im kabelnetz ;)
 
Bei mancher Art von Anschluss scheint das aber unumgänglich. Laut Telekom ist bei Hybridtarifen aus DSL und LTE-Sim die Benutzung eines eigenen Routers nicht möglich. Verstehe nur nicht ganz, warum. Vermutlich wollen sie wirklich den Supportaufwand gering halten.
 
@Mowolf: Ich schieße einfach mal ins blaue und behaupte: Weil sie kein standarisiertes Verfahren benutzen und/oder ihre Schnittstellen nicht offenlegen. Somit können andere Hersteller da auch keine Unterstützung anbieten.
 
@James8349: So ist es, die Hybriddinger sind auf das Telekomnetz abgestimmt mit Software etc. Daher funktionieren anderen Hybrid-Router nicht bzw. es gibt ja eh kaum welche. Angeblich hält sich ja die telekom immer an Standards die aber irgendwie immer nie funktionieren. ;) Unser Asterisk hat bis heute ein Problem mit deren SIP und sind nicht die einzigen die Probleme haben.
 
@James8349: Nicht nur bei der Telekom, ich wäre mir nicht so sicher, ob man wirklich jeden VDSL+VOIP Router an 1&1 anschließen kann, und dieser dann auch 100% funktioniert. Als ich noch DSL 16000 bei 1&1 hatte, gab es bei dem VOIP Teil (Festnetztelefonie), auch eine Insellösung die kein anderer Router konnte. Ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen, aber für die Priorisierung von VOIP verwendete 1&1 einen zweiten, anderen, Benutzernamen, als den für DSL. Vielleicht konnten das die ganz teuren Router von LanCom oder so, sämtliche Router dies es im ähnlichen Preissegment eine Fritzbox damals so gab, konnten es aber alle nicht. DSL und VOIP funktionierte zwar auch ohne dieses, bloß ohne dieser Priorisierung musste man dann eben doch aufpassen, was man gerade so im Internet machte, wenn jemand anrief.
 
@Lastwebpage: omg

Voll die Enthüllung* haha

Du benötigst die sogenannten SIP Daten. Ohne diese hast Du kein VoIP. Diese waren geheim, aber jetzt sollten die Provider sie geben.
 
@Abcdefghijklmnopqrst: nein, die SIP Daten konnte man auslesen. Seinerzeit zwar nicht auf der 1&1 Webseite aber von den 1&1 Fritzboxen selber. Nochmals... die Daten ließen sich auf keinem zu dieser Zeit verfügbaren Router eingeben, da keine Nicht-Fritzbox eine Eingabe entsprechender Daten zuließ, es ging einfach nicht. Wenn es also einen Standard gibt; oder einen quasi Standard, wenn alles sonst verfügbaren Router bestimmte Einstellmöglichkeiten haben; nur die Fritzboxen die es bei 1&1 gibt oder eben diese Hypridrouter die es bei der Telekom gibt nicht, nütz einem der Fortfall des Routerzwangs auch nicht viel.
 
Was is das für ein komisches Verhalten? Was erwarten sich die Provider davon? Bei uns i Ö war das "nie" ein Theme. Da sagst: Ich will ein Modem und du bekommst eins. Dieses "deutsche" Gebaren ist schon merkwürdig - oder will das die USA so haben, damit sie mehr rumschnüffeln können? Kann da wer was dazu sagen? Ich versteh das nicht wirklich.
 
@Zonediver: anderes Thema bei euch. Es geht hier nicht um Modems, die man auf Anforderung vom Provider bekommen kann, das geht hier auch. Es geht stattdessen um die Unsitte einiger Provider, den Kunden ein vom Provider geliefertes und verwaltetes Modem bzw. Router verbindlich vorschreiben zu wollen ohne "Opt-Out-Option"; man wollte den Kunden eigene Router untersagen und hat deswegen u.a. keine Zugangsdaten rausgerückt.

Ich hoffe, ich konnte deinem Verständnis auf die Sprünge helfen.
 
@Drachen: Verstehe - man hatte also keine Möglichkeit, ein "nur Modem" zu verlangen? Weil wenn die keine Zugangsdaten rausrücken wollten, impliziert das ja automatisch, dass es sich um eine Modem/Router Kombi handeln muß, da ein Modem ja keine Zugangsdaten hat oder benötigt - es hat zwar schon welche, aber da muß man für die Netzwerkkonfig nicht rein - außer es wäre ein ADSL-Gerät.
Das gabs wie gesagt, bei uns nie - da bekommst immer alle Infos mit Standartuser und Passwort.
 
@Zonediver: Und wie läuft das bei uns in A mit UPC? Da bekommt man nur eine FritzBox, wenn man Firmenkunde ist.
Oder hast du andere Infos?
 
@wuselking: Das kann ich nicht sagen, da ich ein Kabelkunde bin und bis jetzt immer die Wahl hatte zwischen Modem oder Router - da wurde mir nie etwas aufgezwungen.
Der letzte Satz von mir bezüglich ADSL bezog sich auf A1. Die haben schon immer die Zugabgsdaten freiwillig dazugegeben, sodaß man das ADSL-Modem leicht tauschen konnte.
 
Also nur um es klar zu stellen: Provider wie 1&1, Telekom usw. geben die Daten heraus. Dieses ist schon seit ewigen Zeiten so. Ich kenne beide seid langen Jahren und habe mir nach anfänglichem Zögern immer einen Router (meistens von AVM) selbst gekauft. Bei T-Com muß man meistens händisch die Sachen eingeben, bei 1&1 erfolgt es durch einen Code. Würde aber auch da anders gehen. Diese Verfahrensweise besteht bei den beiden genannten Provider schon seit langem. Die Kabelanbieter sind das eigentliche Problem (allerdings auch Provider wie EWE-tel). Wer also dort einen Vertrag hat und jetzt selbst einen neuen, besseren Router bestellen möcht hat immer noch mit Hindernissen zu kämpfen. Solange dieses Geschäftsgebaren bei denen ist, werde ich auf keinen Fall wechseln. Bin allerdings auch mit meinem Provider sehr zufrieden.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte