Niemand muss dem Arbeitgeber die private Handy-Nummer nennen

Der Arbeitgeber kann seine Mitarbeiter nicht zwingen, dass diese ihm ihre privaten Mobilfunknummern geben. Und schon gar nicht kann verlangt werden, dass die Beschäftigten in ihrer Freizeit erreichbar sind. Das hat das Landesarbeitsgericht Thüringen ... mehr... Microsoft, Skype, Windows Phone 8.1, Voip, Videotelefonie Bildquelle: Microsoft Microsoft, Skype, Windows Phone 8.1, Voip, Videotelefonie Microsoft, Skype, Windows Phone 8.1, Voip, Videotelefonie Microsoft

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Schön und gut, aber das ist ja auch nur bei der "klassischen" Konstellation, bei der Leute sowohl Mobil- als auch Festnetztelefon besitzen, überhaupt noch relevant. Was ist denn mit solchen wie mir, die schon seit Jahren kein Festnetztelefon mehr betreiben? Ich glaube kaum, dass ich als Arbeitnehmer, der ausschließlich mobil erreichbar ist, meinem Chef dann einfach sagen könnte: "Nö, meine Nummer gibt's nicht."
 
@DON666:

Doch, wenn er will dass er dich erreichen kann, kann er dir ein Firmen Handy zur Verfügung stellen.
 
@JTRch: Genau so sehe ich dies auch. ABER, wie ist es denn die Erreichbarkeit geregelt?
Denn auch bei einem Diensthandy habe ich "Dienstzeiten". Das dienstliche Handy schalte ich dann nach meiner Arbeitszeit einfach ab. Dann bin ich ja auch nicht erreichbar für den Fall der Fälle. So handhabe ich dies derzeit, wenn ich nicht Bereitschaft habe, denn ich habe keine Lust für jeden der diese Berufliche Nummer hat, ständig erreichbar zu sein.
Dies ist aber ein allgemeines "Problem" der heutigen Zeit. Viele Arbeitgeber gehen einfach davon aus, dass der Mitarbeiter ständig erreichbar ist. Besonders in IT Berufen (Admin und Co)....
 
@skyjagger: Grundsätzlich ist man natürlich nur in der Bereitschaftszeit erreichbar, ein Diensthandy ist ja nicht gleichbedeutend mit der "immer Erreichbarkeit" Einwilligung. In obigem Fall ist die Bereitschaftszeit ja gar nicht geregelt, von beiden seiten und damit müssen dann auch beide Seiten leben dass sowohl die eine wie auch andere seite zu "unpassenden Zeiten" eben nicht erreichbar ist.
 
@skyjagger: Rechtlich ist das ziemlich eindeutig: In seiner Freizeit muss ein Mitarbeiter nicht erreichbar sein. Selbst wenn man seine Handy- oder Festnetznummer angibt, muss man nicht erreichbar sein. Etwas anderes sind offizielle Bereitschaftszeiten, aber die müssen vergütet werden.
 
@skyjagger: Du hast eine vertragliche Arbeitszeit. Alles, was darüber hinaus geht, bedarf einer zusätzlichen Regelung. Steht im Arbeitsvertrag bereits etwas über "Bereitschaftsdienst", "Rufbereitschaft" usw. (Achtung, ist nicht das Gleiche!) drin, hat man sich daran aber auch zu halten.
 
@JTRch: Aber auch nur dann während der Arbeitszeit aber nicht Privat.
 
@DON666: ich hab ernsthaft meine zweifel ob ich miene private nummer rausgeben muss, wenn ich geschäftlich erreichbar sein muss, muss der Arbeitgeber entsprechend die Erreichbarkeit für mich sicherstellen, dazu gehört z.B. ein geschäftshandy
 
@0711: Gesetzlich müssten tust du dies nicht. Aber unter Druck stehend den Arbeitsplatz zu erhalten oder zu bekommen, stehst du im Zugzwang. Telefonnummer oder Job? Was gebe ich her?
 
@kkp2321: Job deshalb verlieren kann man nicht wie obiges Urteil zeigt. Arbeitnehmer müssen sich halt nicht immer wie das Bückstück verhalten, viele machen aber den eindruck dass, das der fall ist. Ansonsten würde ich mich wohl eh nach was anderem umschauen wenn das Verhältnis so gestört ist, trotzdem würde ich mich noch so lange bezahlen lassen bis ich einen mir genehmen anderen Arbeitgeber habe.
 
@0711: Du kannst den job aber gar nicht erst bekommen, wenn du zu Anbeginn nicht bereit bist deine Nummer anzugeben. Bzw. bei befristeten Jobs keine Fortsetzung bekommen.
 
@kkp2321: Und genau damit hauen sie dich in die Pfanne, wenn du nicht machst was die wollen. Ob das nun Legal ist oder nicht interessiert niemanden.
 
@0711: "Job deshalb verlieren kann man nicht wie obiges Urteil zeigt."

Es gibt viele andere (auch legale) Wege, dafür zu sorgen, dass Arbeitnehmer, die eher als andere ihre Rechte durchsetzen, keinen Lust mehr auf den Job hat.
 
@0711:
So einfach ist das nicht.
Handynumer oder Job ist dann nämlich die Frage.
Dann kommt die Kündigung, weil man sich weigert.
Wenn man dann vor Gericht geht und recht bekommt, kann man eh in der Firma nciht mehr arbeiten. Das Verhältnis ist gestört und die Firma wird alles tun einen los zu werden.
Daher ist ist die rechtliche Seite ja schön und gut, nur in der heutigen Zeit sitzen die Arbeitgeber an längeren Hebel.
 
@Niccolo Machiavelli: Und? Dann muss er sich halt nen anderen Deppen dafür suchen. Ich bin doch kein Bittsteller bei meinem Arbeitgeber. Ist ja nicht so, dass er aus purer Wohltätigkeit Jobs vergibt und ich ihm dafür dankbar sein muss. Der benötigt schließlich mich als Arbeitskraft, und wenn er mir dann doof kommt, muss er sich halt nach jemand neuem umsehen.
 
@mh0001: Schön für dich. Viele sind jedoch auf den Job angewiesen und müssen sich im Zweifel gegen ihr Ego und Rechte entscheiden.
 
@flocke74: Arbeitgeber saßen schon immer am längeren hebel aber man muss auch nicht alles mit sich machen lassen, rechtliche außeinandersetzungen mit dem Arbeitgeber sind auch kein ko Kriterium...aus sowas kommt man häufig sogar gut gestopft raus weil Arbeitgeber gerne negative urteile meiden wollen
 
@mh0001: Das mag für dich vielleicht gelten, 99% der Arbeitnehmer hingegen haben nicht so die Auswahl.
 
@kkp2321: Kommt auf die ausgeschriebene Stelle an. Wir haben aktuell Hochkonjunktur und der Markt für echte Fachkräfte ist praktisch leer gefegt. Im öffentlichen dienst suchen sie teils händeringend nach IT-Fachleuten, weil diese lieber in die freie Wirtschaft gehen, wo sie deutlich besser bezahlt werden als das mickrige TVöD-Gehalt.
 
@Memfis: Nicht alles auf dem Arbeitsmarkt ist vom Fach und Höchstqualifiziert und hast einen Bacherlor oder Master.
 
@kkp2321: Viele Arbeitgeber erkennen mittlerweile, dass Bacherlor oder Master nicht unbedingt eine Qualitätsgarantie ist. Eine klassische Ausbildung und Berufserfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Selbst nach MCSE wird heute kaum mehr gefragt. Ist ein nice to have, aber so wie vor 10 oder 15 Jahren, wo das noch als Türöffner brauchte ist das zum Glück nicht mehr.
 
@Memfis: komm mal ein wenig raus aus der IT-Ecke. Das bringt den Servicekräften (um das mal hob zu pauschalisieren) alles nichts. Ob das dem hilft, der im Discounter die Lebensmittel ins Regal stellt, oder dich abkassiert? Im Restaurant die Toilette sauber macht, die du vollgesch* hast? Ob das dem Menschen was bringt, der deinen Müll weg räumt? Einen, der seit 20 Jahren ne Stelle im öffentlichen Dienst hat, kann das egal sein. Aber der, der morgen anfangen möchte? Oder der in zwei Monaten hoffen muss, das sein Vertrag verlängert wird?
Die Mehrheit sitzt nicht in elitären Jobs, egal über welchen Titel wir sprechen.
 
@kkp2321: Das die Reinigungskraft ständig über Handy erreichbar sein muss, sehe ich jetzt nicht. Die Beispiele passen nicht so recht.
 
@Spacerat: ich vermute sogar gerade in dem Bereich ist das interessant aufgrund einer hohen Mitarbeiter-Fluktuation usw.
 
@0711: Ja, das ist soweit schon klar, aber ich gehe mal davon aus, dass normalerweise neben der Adresse und Kontonummer des Arbeitnehmers auch dessen Telefonanschluss zu den "Stammdaten" gehört, die der Arbeitnehmer haben sollte/muss. Es kann ja diverse Gründe geben, dass man jemanden mal erreichen muss, das muss ja nicht zwingend ein Arbeitsbefehl im Urlaub oder am Wochenende sein.

Aber egal, ich persönlich bin da jetzt auch nicht "betroffen", da mein Arbeitnehmer das eh so sieht, dass Feierabend und Wochenende "heilig" sind. Ich wollte das lediglich aus Interesse mal angesprochen haben.
 
@DON666: Muss, muss er nicht und warum er sollte fällt mir tatsächlich kein guter Grund ein außer was geschäftliches
 
@0711: Also verweigerst du, wenn du dich irgendwo um einen Job bewirbst, die Angabe deiner Telefonnummer? Ganz ehrlich, das glaube ich dir nicht.
 
@DON666: Ich würde das als geschäftlichen Grund sehen... ;)

Musste bei der Bewerbung nachschauen, meine Mobilnummer steht seitlich in meinen Bewerbungsunterlagen und in meiner Mailsignatur...könnte ich mir selbst die Frage stellen obs unbedingt nötig wäre, Anfragen wie auch Rückmeldung bekomm ich meist eh per Mail. Bezüglich Speicherung der Nummer beim dann eventuell künftigen Arbeitgeber könnte sich neuerdings mit der DSGVO beißen....datensparsamkeit undso

Ich hab grundsätzlich aber kein größeren stress erreichbar zu sein, wenns halt überhand nimmt wird geblockt (auch schon vorgekommen, 2 Leute ausm Geschäft können mich z.B. mit keiner ihrer Nummern erreichen, egal wann, egal was ist).
 
@DON666: Also Angeben kann man diese Daten ja, aber diese Daten sind dann Zweckgebunden und dürfen nicht zum "dauernd erreichbar sein" genutzt werden - worum es im Artikel ja primär ging.

Ansonsten sähe ich das ähnlich wie du, z.B. wäre ein wichtiger Grund jemanden schnell zu erreichen, was nichts mit der Arbeit zu tun hat, wenn im Büro eingebrochen wurde und etwas zu dir gehörendes gestohlen/kompromittiert wurde (hinterlegte Gegenstände, Passwörter, oder so). Oder aber auch um jemanden erreichen zu können, falls es z.B. in einem Betrieb gebrannt hat um festzustellen, dass niemand im Gebäude war, usw.
 
@tapo: An solche Dinge dachte ich da auch. Ansonsten halte ich das wie 0711. Bei der Mobilnummer gibt es natürlich den unschätzbaren Vorteil, dass man, falls man "versehentlich" doch mal rangegangen ist und die einen aus dem Frei holen wollen, immer noch behaupten kann, gerade in Berlin oder Takatukaland zu sein, so dass man leider nicht mal eben kommen kann... Das hätte mir bei meinem alten Arbeitgeber jedenfalls oftmals geholfen, nur leider gab's zu der Zeit noch kein bezahlbares Mobiltelefon. :(
 
@tapo:
Bei Einbrüchen oder Bränden ist eh die Polizei mit im Spiel und die wird sehr schnell die Rufnummer ermitteln können.

Wer seine Rufnummer nicht angeben will, sollte diese auch nicht im Telefonbuch veröffentlichen.
 
@flocke74: bei nicht veröffentlichten Rufnummern (Telefonbuch) kann auch die Polizei ohne richterlichen Beschluss nicht einfach die Rufnummer herausbekommen und ist dabei dann auf unmittelbare Auskünfte (hier Arbeitgeber) angewiesen, außerdem ist u.U. jede Sekunde hilfreich, wenn es darum geht ggf. jemanden retten zu müssen (Brände).
 
@DON666: Du kannst ja auch eine prepaid Karte nur für das Geschäft anschaffen und dieses Handy immer daheim liegen lassen oder bei bedarf abschalten. Reicht ja dann auch ein 10 oder 20€ Handy.
 
Selbst wenn ich jemand meine Nummer gebe, ob ich ein Anruf annehme oder nicht, bestimme ich bei meiner Privatnummer nach Lust und Laune.
 
@JTRch: Eben, und die Lautlosfunktion gibt es auch noch
 
@JTRch: z.B. habe ich sowohl auf meinem Smartphone als auch in meinem HomeRouter (Festnetz) eingetragen, dass "unbekannt" Rufnummern abgewiesen werden, das kann u.U. auch helfen, falls mal jemand auf die Idee kommt "Der geht nicht ran wenn er meine Nummer sieht, deshalb verschleiere ich diese mal!"
 
Handy Nummer rausgeben ist doch kein Problem, blockliste regelt sowas
 
@0711: Generell ja, wie schaut es denn mit Rufnummerunterdrückung aus? Werden diese Anrufe auch blockiert ? Ich hab diese Funktion noch nicht getestet. Desweiteren wäre es ja auch möglich unbekannte Nummern zu nutzen. Von daher verstehe ich die Einstellung der Mitarbeiter schon
 
@skyjagger: Kann man i.d.R. einstellen das unterdrückte nummern generell abgelehnt werden.
 
@0711: Okay, dann laufe ich aber Gefahr, das ich auch für "wichtige" Anrufe nicht erreichbar bin. Schwieriges Thema :)
 
@skyjagger: Alles wichtige was dich in Deutschland (abseits privatem Umfeld) anrufen kann ist gesetzlich verpflichtet mit sichtbarer Nummer anzurufen, privates Umfeld lässt sich weitgehend regeln oder ja, man läuft Gefahr da was zu verpassen
 
@0711: Sehe ich auch so, im privaten Umfeld z.B. weis jeder, dass ich unterdrückte Rufnummern ignoriere. Jeder, der was von mir will, kann sich gerne zu erkennen geben.^^
 
@skyjagger: ACR - Anonymous Call Rejection. Habe ich mit mir aktiviert, sprich, Unterdrückte Nummern werden vom Dienst gar nicht erst durchgestellt.
 
Schön für die Beamten "zwei Mitarbeiter eines Landratsamtes" aber mein Chef sieht das anders. Ohne Handynummer und ständige Bereitschaft bot er unter der Hand Kündigung wegen Auftragsmangel an. Und anderen Job suchen endet immer beim Zeitarbeits-Sklavenhändler mit noch viel mieseren Bedingungen.
 
@LaBeliby: Ja, diese Einstellung der Arbeitgeber kennt man nur zugut. Dann sucht man eben Gründe um den Arbeitnehmer los zu werden.
 
@skyjagger: Ich denke mal, dass vielen AN aufgrund aufgepushter Horrorgeschichten die Muffe geht. Selbstbewusstes und konsequentes Auftreten hilft oft, um die Grenze zwischen Rechten und Pflichten des AN und des AG zu verdeutlichen. So schnell wird keiner gefeuert. Das gleiche bei Gehaltsverhandlungen...viele trauen sich nicht und kommen trotz jahrelanger Zugehörigkeit keinen Cent weiter. Einfach mal den Mut aufbringen und "Nein!" sagen. Dann wird der AG auch merken, dass nicht jeder AN alles mit sich machen lässt. Aktuell haben wir in vielen Bereichen einen AN-Markt und es werden Mitarbeiter gesucht. Ich arbeite als Produktberater für Telekommunikationsprodukte in einem Quality-Partner-Shop. Die Grundbezahlung stimmt und man kann durch gute Arbeit seine Zusatzprovision gut beeinflussen. Trotzdem wird für einen unserer Shops seit Monaten ein Mitarbeiter gesucht...keine Ahnung, warum die fähigen abspringen oder nur ungeeignete Bewerber vorsprechen.
 
@tommy1977: "Dann wird der AG auch merken, dass nicht jeder AN alles mit sich machen lässt"
... und sofort damit beginnen nach Möglichkeiten zu suchen diesen AN loszuwerden.
 
@Link: Dannisz das ebenso.der Arbeitnehmer muss für sich seinen Kompromiss finde jeden. Will er dennoch um jeden Preis behalten oder schützt er sich selber und verweigert sich dem Ungewollten.
 
@Link: "... und sofort damit beginnen nach Möglichkeiten zu suchen diesen AN loszuwerden." Und genau DAS sind diese Horrorgeschichten. Ein guter AG ist daran interessiert, sein Personal zu behalten. Sicher gibt es immer jemanden, der den Job machen würde, aber diesen Jemand muss man erst mal finden und dann ist immer noch die Frage, ob dieser ins Team passt, wie intensiv man ihn einarbeiten muss, welche persönlichen Vorstellungen und Einstellung er hat...etc. Ein guter AG ist an Personalpflege interessiert und nicht am Verschleiß. Letztendlich ist fehlendes Knowhow wie Sand im Getriebe.
 
@tommy1977: "Ein guter AG ist an Personalpflege interessiert und nicht am Verschleiß."
Ach, und deswegen tun die alles Mögliche um bloß niemanden fest anstellen zu müssen?
Ich will nicht behaupten, dass es solche Arbeitgeber nicht gibt, habe das Glück selber bei einem solchen angestellt zu sein, aber die werden immer seltener hab ich das Gefühl.
 
@LaBeliby: Ich habe da dankenswerterweise eher Glück gehabt: Habe mal an einem Samstag eine Mail der Geschäftsführerin beantwortet, worauf prompt ein "Herr DON666, Sie haben jetzt Wochenende, für dienstliche Mails ist ab Montag wieder Zeit" zurückkam. Mit der Einstellung kann ich leben... ;)

Ist aber wohl leider nicht unbedingt die Regel.
 
@DON666: Man Siezt sich bei euch? Ne, dann lieber am Wochenende mal ne Mail beantworten.
 
@Bautz: Was ist denn am "Siezen" das Problem? Ich habe über 300 Kollegen, mindestens 50 davon werde ich nie Duzen und daran habe ich auch gar keinen Bedarf.
 
@Bautz: In nem Laden mit 600 MA ist es durchaus normal, dass zwar die Kollegen sich untereinander duzen, das dann aber spätestens bei der Geschäftsführung aufhört. Ich persönlich finde "Sie" auch einen blöden Aspekt der deutschen Sprache, aber in gewissen Situationen finde ich mich halt damit ab.
 
@LaBeliby: für ständige bereitschaft gibts entsprechend aber regelungen die man in den vertrag legen kann.
 
@LaBeliby: Zeitarbeitssklavenhändler sind nicht immer so schlecht, lässt sich halt nicht mit planen aber "nummer oder Kündigung" ohne Gegenleistung (ständige Bereitschaft -> lass kohle rüberwachsen) ist schon eine interessante Auffassung, schau halt nach was neuem und machs ne weile mit und kündige wenn du was hast das dir genehm ist
 
@LaBeliby: Wenn das so läuft, würde ich meinem Chef auch mal unter der Hand Kündigung anbieten, und zwar dann wenns grade so richtig viel Arbeit gibt, sodass das Fehlen meiner Arbeitskraft ordentlich weh tut. :)
Arbeitnehmer sollten auch mal mehr Mut zur kürzeren Zündschnur haben. Wenn die Leute bei so ner Behandlung konsequent kündigen würden, will ich mal sehen wo dieser Chef mit seinem Unternehmen bleibt, wenn er irgendwann keinen mehr findet, der für ihn arbeiten will.
 
@mh0001: Was meinst du, wie viele Leute einfach mal so auf ihr Gehalt verzichten können? Deinem Chef ist es egal, ob du gehst, notfalls müssen paar andere Überstunden machen, vorzugsweise unbezahlt.
 
@Link: Da hab ich ne ganz andere Einstellung zu. Der Arbeitgeber will in erster Linie was von MIR, nämlich dass ich für ihn arbeite, damit sein Unternehmen läuft, Umsatz und Gewinn macht. Diese Arbeit bin ich bereit zu erbringen, solange sie angemessen entlohnt wird und die Arbeitsbedingungen gut sind. Wenn der so ankommt oder ihm das egal ist, braucht er mich offensichtlich nicht, dann suche ich mir halt was anderes.
Unbezahlte Überstunden muss auch keiner machen. Wenn die Kollegen vernünftig wären, würden sie ihm den Vogel zeigen. Was will er machen? Alle feuern? Na dann wünsch ich seinem Unternehmen noch viel Erfolg :D
 
@mh0001: "Der Arbeitgeber will in erster Linie was von MIR"
Das sehen viele Arbeitgeber ganz anders, du bist nur ein notwendiges Übel, dessen sich der Arbeitgeber entledigen wird, sobald es irgendwie auch ohne geht. Und die meisten Arbeitnehmer sind auch jederzeit problemlos ersetzbar.

"Wenn die Kollegen vernünftig wären, würden sie ihm den Vogel zeigen."
Die Kollegen sehen das halt etwas anders als du (und ich übrigens auch). Viele haben Familien, Kredite und wollen ihren Lebensstandard nicht wegen eines unüberlegten "nein" aufgeben. Sie sind halt leicht erpressbar.
 
@Link: ja viele sehen das anders, meckern und suchen sich auch keine neue Arbeitsstelle weil sie haben ja einen Job. Sie sind nur erpressbar weil sie faul/gemütlich sind aber dann sollen sie doch auch nicht klagen, von nichts kommt nichts

Leider ist es aber schon so dass dies viele Arbeitnehmer betrifft die genau so agieren, meckern aber keine konsequenzen ziehen und das muss man bis man was neues hat auch nicht offen kommunizieren. Das Arbeitgeber es als notwendiges übel sehen können ist einzig in der Verantwortung der arbeitnehmer
 
@Link: Das Problem ist, dass so viele sowas mit sich machen lassen und eine Kultur des "Ich bin meinem Arbeitgeber dankbar, dass er mich aufnimmt und versorgt" Einzug gehalten hat. Als ob man als Arbeitnehmer Bittsteller ist. Ein Arbeitgeber stellt Leute nicht einfach so ein, sondern weil er die Arbeit alleine nicht packt und zwingend die Mitarbeit anderer benötigt. Und wenn er sich denen gegenüber respektlos verhält und darum keiner mehr für ihn arbeiten will, kann er dicht machen. Es wäre wünschenswert, wenn die Leute da mehr Selbstbewusstsein hätten. Dieser Druck von oben kann nur ausgeübt werden, wenn sich genug finden, die das mit sich machen lassen.
 
@mh0001: Problem ist halt, dass es genug gibt, die das mit sich machen lassen, auf die paar, die das nicht tun, kann der AG verzichten bzw. sie ersetzen.
 
@Link: umso mehr muss man darauf hinarbeiten das die leute erkennen dass sie dies nicht mit sich machen lassen müssen
 
@LaBeliby: "Und anderen Job suchen endet immer beim Zeitarbeits-Sklavenhändler"
Bei der Umschreibung deines Chef ist die Frage was da das geringere Übel ist.
 
Naja selber schuld wer so doof ist und seine Handynummer preisgibt. Digitale Fussfessel halt.
 
wer sagt denn, das ich als AN nur 1 handynummer habe. unter einer 2. handynummer kann mich mein AG gern erreichen, und wenn ich mal wochende haben will, ist das 2. handy 1 std vor feierband ganz einfach aus...:-)
 
Ein Dienst-Smartphone will ich nicht. Was soll ich denn damit? Mit zwei Smartphönern durch die Gegend laufen? Und ich wette, auf dem Dienstgerät kann ich keine Apps installieren, die ich (auch) privat benötige. Nö. Vielen Dank.

Mein AG bekommt selbstverständlich meine Mobilfunknummer. Allerdings ist es fraglich, ob ich tatsächlich rangehe, wenn der Anruf kommt. Ich schalte einfach auf "lautlos", und bei bestimmten Nummern gehe ich nur ran, wenn ich gerade Lust darauf habe.
 
@Qemm386: Habe ein Smartphone von meiner Firma bekommen mit Telefonnummer und habe mein privates Handy verkauft. Nutze nur noch das der Firma. Ist doch praktisch, kostenloses Handy und Vertrag :) So lange mich dort keiner Abends nervt, perfekt.
 
@Niyo: Diese Vermischung ist mMn die denkbar "schlechteste Konstelation"
 
@BusterK: Das kommt denke ich immer auf die Firma und das Gerät an. Benutze das Gerät wie mein eigenes und es rufen weder Kunden noch Kollegen oder der Chef an. Wenn ich aus der Firma austreten sollte, muss ich halt allen Freunden meine neue Nummer geben.
 
@Niyo: So ist es, hängt immer von der konkreten Konstellation an. Hatte/habe eine vergleichbare Konstellation, Win-Win sozusagen. Ich bin aber Wenig-Telefonierer, führe über die dienstliche Nummer auf Firmenkosten nicht mehr Privatgespräche als vorher auf eigene Kosten.
 
es gab auch bei mir mal zeiten, in denen ich einen AG hatte, und von ihm abhängig war. da kamen schonmal anrufe am wochenende rein, a la "wo finde ich das und das" ? und ich bin ran, habe geholfen, ist aber mittlerweile über 16 jahre her. da war ich zu jung und unerfahren um "nein" zu sagen. heute sähe das anders aus, aber die notwendigkeit ist nicht mehr gegeben, da ich keinen AG mehr habe, und selbst für meinen scheiss sorge. zum urteil: absolut rechtens. es sei denn es ist im vertrag anders geregelt (und dann auch anders vergütet!).
 
@lazsniper2: Mutmaßlich kümmerst Du Dich auch abends und am Wochenende um DEIN EIGENES Geschäft, wenn es pressiert??
 
@rallef: kommt vor, aber eher selten.
 
Klar muss man sie ihm nicht geben. Aber seien wir ehrlich. Wer die Nummer nicht hergibt, merkt vielleicht im ersten Moment nichts.

Aber hinten herum wird man schnell unbeliebt und Beförderungen und Co. kann man dann vergessen.
 
@andi1983: Das ist auch legitim. Als AH befördere ich nur Arbeitnehmer mit hoher Leistungsbereitschaft. Muss jeder Arbeitnehmer selber wissen, ob es ihm das wert ist. Jeder ist für sich selber verantwortlich.
 
Folgendes Szenario:
ich rufe meinen Chef an und meine Telefon-Rufnummer ist sichtbar und mein Chef speichert die Nummer.
Darf er meine Nummer ohne meine Zustimmung speichern ? Das ist doch auch Datenschutz-Problem zw. Arbeitgeber und Arbeitnehmer
 
@leander: Schwierige Frage, schließlich kann man ja Argumentieren das durch das senden der Rufnummer ja willst das jeder denn du anruft deine Nummer weiß.

Man kann die Rufnummer unterdrücken, wenn man das nicht will.

Ganz ehrlich wenn ich solche Gedankengänge mit meinen jetzigen Arbeitgeber hätte würde ich mich schon Fragen ob es sinnvoll ist vielleicht den Arbeitgeber zu wechseln, weil das Vertrauensverhältnis irgendwie gestört ist.
 
@leander: Zumindest ab eintritt DSGVO darf er meiner Ansicht nach die Nummer nicht speichern
 
"In dem Fall ging es um zwei Mitarbeiter eines Landratsamtes..." Was musste ich da eben lachen.
Da sucht der ÖD händeringend nach Mitarbeitern und Nachwuchs und verscherzt es sich mit solchen Nummer bei den bereits Angestellten........irgendwann fahren die den ÖD so an die Wand das man sich den Perso in Indien abholen darf ;-)
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