Malware holt Daten über die Router-LEDs aus gesicherten Netzen

Licht, Led, Leds Bildquelle: Windell Oskay
Selbst aus hochgesicherten Netzen ohne Verbindung zur Außenwelt lassen sich Daten stehlen, wenn man erst einmal eine Malware in sie hineinbekommt. Man muss im Grunde nur eine Sichtverbindung zu einem Netzwerk-System haben, dessen LEDs man zu eigenen Zwecken kapern kann.
Datendiebstahl über Router-LEDs
Schon vor einiger Zeit gab es Entwicklungsprojekte, die herkömmliche LED-Lampen auch gleich als Router für die drahtlose Datenversorgung von Geräten in Haushalten verwenden. Das Konzept haben Sicherheitsforscher der israelischen Ben-Gurion-University nun genutzt, um die Status-LEDs von Routern und Switches als Sender zu missbrauchen.

Den Kern eines entsprechenden Angriffs bildet eine Malware namens "xLED", die als Proof-of-concept entwickelt wurde. Wenn es gelingt, diese in ein Netzwerk einzuschleusen, sucht sie sich ein Netzwerksystem und nistet sich in dieses ein. Dort bringt sie dann die LEDs unter ihre Kontrolle und kann diese in ein leichtes Flackern versetzen, um Daten zu kodieren.

Der Angreifer benötigt nun natürlich eine Sichtverbindung, um die Informationen mit seinem Empfänger abholen zu können. Es ist allerdings nicht einmal nötig, die Informationen direkt abzuzapfen. Es genügt auch völlig, das flackernde Licht erst einmal mit einer Videokamera aufzuzeichnen und später per Software extrahieren zu lassen. Das setzt allerdings voraus, dass die Modulations-Geschwindigkeit der Malware auf die Frame-Rate der Kamera abgestimmt ist. Denn eine LED kann hier auch in Frequenzen blinken, die so schnell sind, dass die Kamera gar nicht jedes ein- und ausschalten in getrennten Bildern festhalten kann.


1 kbit/s mit einer LED

Wenn man statt einer Videokamera direkt einen optischen Sensor anzapfen und die Daten live verarbeiten kann, ist es möglich, mit einer gekaperten LED eine Datenrate von rund einem Kilobit pro Sekunde zu erreichen. Das ist natürlich nicht sonderlich viel. Allerdings verfügen die meisten Geräte über mehrere Status-LEDs, die sich bei der Datenübertragung nicht einfach durch eine parallele Schaltung addieren. Stattdessen werden die einzelnen Leuchtdioden miteinander kombiniert, was eine Potenzierung der Datenraten ermöglicht.

Selbst die Übertragung von einem Kilobit pro Sekunde ist aber bereits ein ordentlicher Schritt. Das Forscherteam befasst sich schon länger mit allen möglichen Varianten, wie man Daten ohne direkte Verbindung aus einem IT-System herausbekommt. Ähnlich gut funktionierte das bisher nur mit den Status-LEDs von Festplatten. Sehr kleine Bandbreiten bekam man aber auch schon hin, indem Daten in die Rotation von Lüftern (1 Bit in vier Sekunden) oder sogar die Wärmesignatur von Rechnern (1 bis 8 Bit pro Stunde) eingebettet wurden. Licht, Led, Leds Licht, Led, Leds Windell Oskay
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren21
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 09:35 Uhr LIDOFIGO Smartwatch Smart Armband blutdruck Uhr mit herzfrequenz wasserdicht Fitness Tracker aktivitätstracker Bluetooth Sports Watch Schlafmonitor schrittzähler smart Armband für iOS AndroidLIDOFIGO Smartwatch Smart Armband blutdruck Uhr mit herzfrequenz wasserdicht Fitness Tracker aktivitätstracker Bluetooth Sports Watch Schlafmonitor schrittzähler smart Armband für iOS Android
Original Amazon-Preis
49,99
Im Preisvergleich ab
?
Blitzangebot-Preis
38,71
Ersparnis zu Amazon 23% oder 11,28

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden