Ausweis-Pflicht bei Prepaid-SIMs:
Billig-Mobilfunk vor dem Aus?
Die kommende Registrierungs-Pflicht bei Prepaid-Angeboten könnte zu Lasten jener gehen, die bei der Wahl ihres Kommunikations-Dienstleisters in erster Linie auf den Preis achten müssen. Das zeigt das Beispiel von Aldi Talk in Belgien, wo eine ähnliche Regelung in Kraft tritt.
Infografik: Das Smartphone der Zukunft
Hierzulande soll es im Sommer zur Pflicht werden, dass beim Verkauf einer Prepaid-SIM-Karte der Ausweis verlangt und der Käufer registriert wird. Die Kritik an dieser Maßnahme, die mit dem Kampf gegen den Terrorismus und die schwere Kriminalität begründet wird, bezog sich bisher vor allem darauf, dass die anonyme Nutzung von Telekommunikations-Diensten so nun auch in durchaus legitimen Fällen unmöglich gemacht wird.
Wie sich am Beispiel Belgiens nun aber zeigt, werden wohl als erste jene die Folgen zu spüren bekommen, die besonders auf ihr Geld achten müssen. Dort soll der Verkauf von Prepaid-Karten ab dem 6. Juni verpflichtend an eine Ausweis-Registrierung gebunden werden. Als Reaktion kündigte der Discounter Aldi an, sein eigenes Angebot, das zu den günstigsten auf dem Markt gehörte, einzustellen.
Wer nach dem fraglichen Termin noch weiter unter seiner bisherigen Telefonnummer erreichbar sein will, sollte sich rechtzeitig um einen neuen Anbieter bemühen, zu dem diese mitgenommen werden kann. Aldi arbeitet hier unter anderem mit Base zusammen, bei dem die Kunden bei einem Wechsel einen Willkommensgutschein bekommen. Begründet wird das Aus des Dienstes damit, dass es für den Discounter nicht zu leisten ist, das Verfahren für die Registrierung und Verwaltung der Nutzerdaten aufzubauen und vorzuhalten. Abzuwarten bleibt daher, wie die Billig-Anbieter in Deutschland auf die kommende Ausweis-Pflicht reagieren werden.
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Hierzulande soll es im Sommer zur Pflicht werden, dass beim Verkauf einer Prepaid-SIM-Karte der Ausweis verlangt und der Käufer registriert wird. Die Kritik an dieser Maßnahme, die mit dem Kampf gegen den Terrorismus und die schwere Kriminalität begründet wird, bezog sich bisher vor allem darauf, dass die anonyme Nutzung von Telekommunikations-Diensten so nun auch in durchaus legitimen Fällen unmöglich gemacht wird.
Wie sich am Beispiel Belgiens nun aber zeigt, werden wohl als erste jene die Folgen zu spüren bekommen, die besonders auf ihr Geld achten müssen. Dort soll der Verkauf von Prepaid-Karten ab dem 6. Juni verpflichtend an eine Ausweis-Registrierung gebunden werden. Als Reaktion kündigte der Discounter Aldi an, sein eigenes Angebot, das zu den günstigsten auf dem Markt gehörte, einzustellen.
Anfang Juni ist Schluss
Wie das Unternehmen mitteilte, würden nur noch bis zum 14. April Aufladekarten verkauft. Neue Starter-Kits gibt es schon nicht mehr in den Läden. Am 6. Juni werden dann die noch aktiven Aldi Talk-Karten komplett abgeschaltet. Die Guthaben sollten bis dahin aufgebraucht sein, da sie sonst verfallen, hieß es.Wer nach dem fraglichen Termin noch weiter unter seiner bisherigen Telefonnummer erreichbar sein will, sollte sich rechtzeitig um einen neuen Anbieter bemühen, zu dem diese mitgenommen werden kann. Aldi arbeitet hier unter anderem mit Base zusammen, bei dem die Kunden bei einem Wechsel einen Willkommensgutschein bekommen. Begründet wird das Aus des Dienstes damit, dass es für den Discounter nicht zu leisten ist, das Verfahren für die Registrierung und Verwaltung der Nutzerdaten aufzubauen und vorzuhalten. Abzuwarten bleibt daher, wie die Billig-Anbieter in Deutschland auf die kommende Ausweis-Pflicht reagieren werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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