x86-Smartphones: Intel hält sich dann doch eine Hintertür offen
Als Intel verkündete, dann doch keine Atom-Chips für Smartphones mehr bauen zu wollen, sollte es mit Mobiltelefonen auf x86-Basis eigentlich vorbei sein. Eigentlich. Denn Smartphones mit Atom-Prozessoren kann es auch weiterhin geben - aufgrund eines einspringenden Drittherstellers.
Der hierzulande eher unbekannte chinesische Chipproduzent Spreadtrum fertigt weiterhin entsprechende Prozessoren, die auf der Airmont-Architektur von Intel basieren. Die Firma stellt die Chips als Lizenznehmer Intels her. Im Zuge des Mobile World Congress (MWC) hat das Unternehmen nun angekündigt, dass man im zweiten Halbjahr 2017 ein neues Modell mit acht Kernen auf den Markt bringen wolle. Dieser soll dann wesentlich leistungsfähiger sein als die Prozessoren, die Intel bisher für Smartphones zur Verfügung stellte.
Spreadtrum ist dabei offenbar nicht einfach nur eine letzte Nische, in der die x86-Architektur noch eine kleine Chance gegen ARM hat. Vielmehr scheint die Aufgabe des Unternehmens zu sein, die Tür zumindest einen Spalt weit offenzuhalten. Denn die Entscheidung, aus dem Markt auszusteigen, ist für Intel keineswegs in Stein gemeißelt.
Gegenüber der PCWorld erklärte Aicha Evans, Chef von Intels Communication and Devices Group, dass der Konzern durchaus offen dafür ist, wieder in eine eigene Produktion von Smartphone-Chips einzusteigen. Ganz raus ist man ja ohnehin nicht. Funkmodems werden beispielsweise weiterhin bei Intel produziert, ebenso wie Flash-Bausteine. Nur bei Prozessoren hatte man mehr oder weniger aufgegeben.
Grundsätzlich wolle Intel aber Chips für alle vernetzten Geräte bauen, so Evans. Wenn man aber erneut Prozessoren für Smartphones produzieren würde, ginge man hier wohl viel stärker in Richtung hochintegrierter SoCs. Auf jeden Fall wären die CPUs hier also mit den Funkchips des Herstellers eng verbunden.
Ob es aber zu praktischen Angeboten kommt, wird von der Nachfrage auf Seiten potenzieller Kunden abhängen. Bis dahin liegt der Fokus viel stärker auf dem IoT-Segment, das angesichts der Übermacht ARMs bei Smartphones viel größere Erfolge verspricht. In dem Bereich werden aber eben auch Prozessoren benötigt, die sich in einigen Fällen vergleichsweise einfach auch zum Smartphone-Chip umfunktionieren ließen.
Spreadtrum ist dabei offenbar nicht einfach nur eine letzte Nische, in der die x86-Architektur noch eine kleine Chance gegen ARM hat. Vielmehr scheint die Aufgabe des Unternehmens zu sein, die Tür zumindest einen Spalt weit offenzuhalten. Denn die Entscheidung, aus dem Markt auszusteigen, ist für Intel keineswegs in Stein gemeißelt.
Gegenüber der PCWorld erklärte Aicha Evans, Chef von Intels Communication and Devices Group, dass der Konzern durchaus offen dafür ist, wieder in eine eigene Produktion von Smartphone-Chips einzusteigen. Ganz raus ist man ja ohnehin nicht. Funkmodems werden beispielsweise weiterhin bei Intel produziert, ebenso wie Flash-Bausteine. Nur bei Prozessoren hatte man mehr oder weniger aufgegeben.
Grundsätzlich wolle Intel aber Chips für alle vernetzten Geräte bauen, so Evans. Wenn man aber erneut Prozessoren für Smartphones produzieren würde, ginge man hier wohl viel stärker in Richtung hochintegrierter SoCs. Auf jeden Fall wären die CPUs hier also mit den Funkchips des Herstellers eng verbunden.
Ob es aber zu praktischen Angeboten kommt, wird von der Nachfrage auf Seiten potenzieller Kunden abhängen. Bis dahin liegt der Fokus viel stärker auf dem IoT-Segment, das angesichts der Übermacht ARMs bei Smartphones viel größere Erfolge verspricht. In dem Bereich werden aber eben auch Prozessoren benötigt, die sich in einigen Fällen vergleichsweise einfach auch zum Smartphone-Chip umfunktionieren ließen.
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