Dominanz von Qualcomm: Intel & LG sollen an Smartphone-CPU arbeiten
Der weltgrößte Halbleiterkonzern Intel hat sich angeblich mit dem koreanischen Elektronikhersteller LG zusammengetan, um gemeinsam an einem neuen Prozessor für die Verwendung in Smartphones zu arbeiten. Offen ist bisher, ob Intel nur die Fertigung übernimmt, oder direkt am Chipdesign beteiligt ist.
Wie die Zeitung The Korea Economic Daily unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld von LG Electronics und Intel berichten, arbeiten die beiden Firmen seit einiger Zeit gemeinsam an einem neuen Prozessor für Smartphones. Das neue System-on-Chip (SoC) soll dem Bericht zufolge in einem FinFET-Prozess gefertigt werden, wobei eine Strukturbreite von 14 Nanometern genutzt wird.
Vor einigen Monaten habe es die ersten Gespräche zwischen Intel und LG bezüglich einer Kooperation im SoC-Bereich gegeben, heißt es. Vor kurzem habe dann die gemeinsame Entwicklungsarbeit an dem als Application Processor (AP) bezeichneten Chip begonnen. Ob es sich dabei um einen ARM- oder einen x86-basierten Chip handeln soll, ist unterdessen vollkommen unklar. Gerüchte über die Verwendung eines Intel-Chips in LG-Smartphones gab es übrigens schon 2012.
Intel dürfte unterdessen weiter händeringend nach einem Weg in den Smartphone-Markt suchen. Für die beiden Konzerne ergibt sich im Grunde also eine Situation, in der beide nur gewinnen können, wenn sie zusammenarbeiten. LG wäre mit Intel als CPU-Partner sicherlich gut beraten, weil man bei den in den eigenen Smartphones verwendeten Prozessoren bisher vollkommen auf Qualcomm oder MediaTek angewiesen ist - schließlich bietet sonst nur Erzfeind Samsung leistungsfähige ARM-Chips an.
Laut einem weiteren Bericht des Korean Economic Daily will sich LG anderweitig orientieren, nachdem der Einsatz des aktuellen High-End-SoCs Snapdragon 810 von Qualcomm beim LG G Flex2 wegen Hitzeproblemen zu unerwünschten Problemen führte. LG verwendet deshalb in seinen aktuellen Top-Modellen wie dem LG G4 und dem neuen LG Nexus 5X "nur" den etwas weniger leistungsstarken Qualcomm Snapdragon 808 mit sechs statt acht Rechenkernen. Derzeit wird das LG G Flex2 laut dem WinFuture-Preisvergleich zu Preisen ab nur knapp 280 Euro verschleudert - trotz des Snapdragon 810 Octacore-Prozessors und einer auch sonst sehenswerten Ausstattung.
Vor einigen Monaten habe es die ersten Gespräche zwischen Intel und LG bezüglich einer Kooperation im SoC-Bereich gegeben, heißt es. Vor kurzem habe dann die gemeinsame Entwicklungsarbeit an dem als Application Processor (AP) bezeichneten Chip begonnen. Ob es sich dabei um einen ARM- oder einen x86-basierten Chip handeln soll, ist unterdessen vollkommen unklar. Gerüchte über die Verwendung eines Intel-Chips in LG-Smartphones gab es übrigens schon 2012.
Win-Win-Situation für LG & Intel?
Einerseits ist LG Inhaber einer Lizenz für ARMs Chip-Architekturen, doch Intel dürfte vor allem daran interessiert sein, nach ASUS einen weiteren Abnehmer für seine mobilen x86-Prozessoren zu finden, der die Chips in Smartphones und Tablets einsetzt. LG hatte bereits an einem eigenen ARM-Chip namens "Nuclun" gearbeitet, der letztlich aber in Sachen Energieeffizienz und Leistung nicht das gewünsche Niveau erreichte.Intel dürfte unterdessen weiter händeringend nach einem Weg in den Smartphone-Markt suchen. Für die beiden Konzerne ergibt sich im Grunde also eine Situation, in der beide nur gewinnen können, wenn sie zusammenarbeiten. LG wäre mit Intel als CPU-Partner sicherlich gut beraten, weil man bei den in den eigenen Smartphones verwendeten Prozessoren bisher vollkommen auf Qualcomm oder MediaTek angewiesen ist - schließlich bietet sonst nur Erzfeind Samsung leistungsfähige ARM-Chips an.
Laut einem weiteren Bericht des Korean Economic Daily will sich LG anderweitig orientieren, nachdem der Einsatz des aktuellen High-End-SoCs Snapdragon 810 von Qualcomm beim LG G Flex2 wegen Hitzeproblemen zu unerwünschten Problemen führte. LG verwendet deshalb in seinen aktuellen Top-Modellen wie dem LG G4 und dem neuen LG Nexus 5X "nur" den etwas weniger leistungsstarken Qualcomm Snapdragon 808 mit sechs statt acht Rechenkernen. Derzeit wird das LG G Flex2 laut dem WinFuture-Preisvergleich zu Preisen ab nur knapp 280 Euro verschleudert - trotz des Snapdragon 810 Octacore-Prozessors und einer auch sonst sehenswerten Ausstattung.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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