Uber-Mitarbeiter überwachen Bewegungen Prominenter und Ex-Partner
Im Rahmen eines Gerichtsverfahrens kommen derzeit recht pikante Details über Vorgänge beim Fahrtenvermittler Uber ans Licht. So etwas wie Datenschutz scheint es demnach zumindest intern schlicht nicht gegeben zu haben und Beschäftigte nutzten reichlich die Möglichkeit, die Bewegungen bestimmter Personen zu verfolgen.
Das fragliche Gerichtsverfahren wurde von Ward Spangenberg, dem ehemaligen Datenforensiker des Unternehmens ausgelöst. Dieser wurde im Februar entlassen und klagte daraufhin mit den Vorwürfen, der Arbeitsvertrag sei nicht rechtskräftig aufgelöst worden, man habe ihn verleumdet und aufgrund seines Alters diskriminiert.
In den Gerichtsakten werden durch Spangenberg auch einige Details zu internen Vorgängen geschildert, die der Rechercheverbund Reveal nun auch von mehreren anderen Quellen bestätigt bekam. Demnach hätten Uber-Mitarbeiter die Zugänge zu den Nutzerdaten missbraucht, um unter anderem Ex-Partner und Prominente zu überwachen. In der Belegschaft soll auch eine regelrechte Kultur bestehen, sich gegenseitig bei solchen Nachforschungen zu unterstützen.
Zudem wirft Spangenberg dem Unternehmen verschiedene andere Dinge vor, die nicht gerade legal sind. So sollen unter anderem Daten gelöscht worden sein, für die es zwar gesetzliche Aufbewahrungsfristen gibt, die aber kein gutes Licht auf die Firma geworfen hätten. Ferner hätte man seitens der Uber-IT-Abteilung per Fernzugriff Rechner in ausländischen Niederlassungen verschlüsselt, wenn dort die jeweiligen lokalen Behörden zu Hausdurchsuchungen anrückten.
In den Gerichtsakten werden durch Spangenberg auch einige Details zu internen Vorgängen geschildert, die der Rechercheverbund Reveal nun auch von mehreren anderen Quellen bestätigt bekam. Demnach hätten Uber-Mitarbeiter die Zugänge zu den Nutzerdaten missbraucht, um unter anderem Ex-Partner und Prominente zu überwachen. In der Belegschaft soll auch eine regelrechte Kultur bestehen, sich gegenseitig bei solchen Nachforschungen zu unterstützen.
Kultur des Unrechts
Uber-Mitarbeiter seien in der Lage, anhand der vermittelten Fahrten und der Nutzerprofile die Bewegungsmuster von hochrangigen Politikern, Stars wie Beyoncé oder auch persönliche Bekannte auszuforschen. Einen Schutz der Kundendaten gebe es faktisch nicht. Und dabei handle es sich keineswegs um Einzelfälle, wie andere Quellen ausführten. Tausende Beschäftigte hätten Zugang zu solchen Informationen und würden dies auch ausnutzen.Zudem wirft Spangenberg dem Unternehmen verschiedene andere Dinge vor, die nicht gerade legal sind. So sollen unter anderem Daten gelöscht worden sein, für die es zwar gesetzliche Aufbewahrungsfristen gibt, die aber kein gutes Licht auf die Firma geworfen hätten. Ferner hätte man seitens der Uber-IT-Abteilung per Fernzugriff Rechner in ausländischen Niederlassungen verschlüsselt, wenn dort die jeweiligen lokalen Behörden zu Hausdurchsuchungen anrückten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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