Angespielt: Forza Horizon 3 - In Down Under ist die Hölle los
Die Spezialrennen sehen teilweise spektakulär aus, eine echte Rolle spielt bei ihnen aber nur die Zeit, mit der man ins Ziel kommt - auch wenn man immer wieder auf die untypischen Gegner trifft und beispielsweise in bester Hollywood-Manier über den Zug springen muss (sehenswerte Zeitlupe inklusive).
Wer gerade keine Lust hat, an einem Rennen oder Event teilzunehmen, kann auch "einfach so" über die riesige Spielwelt flitzen und durch gewagte Manöver Erfahrungspunkte sammeln. Man kann auch schlichtweg nur die riesige Spielwelt genießen und die australische Landschaft bestaunen.
Die Auswahl der Fahrzeuge ist größer denn je und das signifikant: Mit rund 350 Autos hat man die Anzahl gegenüber dem Vorgänger fast verdoppelt, im zweiten Teil waren es etwa 200. Viele der Neuzugänge sind dem verstärkten Fokus auf Offroad-Rennen geschuldet, Australien - die Spielwelt ist natürlich ein Best-of-Extrakt des riesigen Landes - eignet sich schließlich bestens für Rennen abseits des Asphalts.
Dynamische und auch sehenswerte Wetterwechsel dürfen natürlich auch nicht fehlen
Das Gameplay ist wie immer etwas bis deutlich Arcade-lastiger als bei Forza Motorsport, wobei man sich dank der gewohnt flexiblen und reichhaltigen Einstellungsmöglichkeiten auch das Leben bewusst schwerer machen kann. Indem man die Fahrhilfen wie Traktionskontrolle, ABS usw. abschaltet, kommt man der Simulation nahe - eine Hardcore-Sim bekommt man aber auch dann nicht, schließlich steht hier doch die flotte Rennaction im Vordergrund.
Drivatare können übrigens auch rekrutiert werden, indem man sie auf der Straße herausfordert und ein Rennen gegen sie gewinnt. Auf diese Weise fahren Freunde im eigenen Auftrag und erspielen einem (automatisch) einige zusätzliche Credits.
Bei speziellen Rennevents tritt man u. a. gegen ungewöhnliche Gegner wie einen Zug an
Grafisch ist FH3 bis auf wenige Ausnahmen (die man aber in der Rennaction ohnehin übersieht) eine Augenweide, nur selten kommen Engine und Konsole an ihre Grenzen. Konstante 30 Frames pro Sekunde und eine mit viel Liebe zum Detail designte Umgebung machen den Ausflug nach Australien zum zweifellos schönsten Teil der Reihe.
Kritik findet man nur, wenn man mit der Lupe sucht oder besonders kleinlich ist: So gibt es zwar zahlreiche Möglichkeiten zum Tunen der Fahrzeuge, eine echte Rolle spielt das aber nicht, da die teilnehmenden Autos bei jedem Rennen automatisch abgeglichen werden. Das verhindert natürlich, dass man mit einem überzüchteten Wagen die Konkurrenz in Grund und Boden fährt.
Freilich: Das liegt in erster Linie daran, welche Art des Rennspiels man bevorzugt, aber unter dem Strich ist der Australien-Ausflug unterhaltsamer und abwechslungsreicher. Ein Spiel als "perfekt" zu bezeichnen, ist immer gefährlich, aber FH3 kommt doch verdammt nahe dran.
Wer gerade keine Lust hat, an einem Rennen oder Event teilzunehmen, kann auch "einfach so" über die riesige Spielwelt flitzen und durch gewagte Manöver Erfahrungspunkte sammeln. Man kann auch schlichtweg nur die riesige Spielwelt genießen und die australische Landschaft bestaunen.
Down Under ist "over the top"
Australien bietet dabei den bisher vielfältigsten Schauplatz in der Geschichte der Reihe: Die Regionen sind so unterschiedlich wie der Quasi-Kontinent, es gibt weitläufige Strände, dichte Wälder, glitzernde Städte und natürlich auch das wüstenartige Outback. Die Rennen sind entsprechend dem Untergrund angepasst: Während die Häuserschluchten zum Einsteigen in Supersportwagen einladen, stehen im Outback staubige Ausflüge im Buggy oder Geländeauto auf der Tagesordnung.Die Auswahl der Fahrzeuge ist größer denn je und das signifikant: Mit rund 350 Autos hat man die Anzahl gegenüber dem Vorgänger fast verdoppelt, im zweiten Teil waren es etwa 200. Viele der Neuzugänge sind dem verstärkten Fokus auf Offroad-Rennen geschuldet, Australien - die Spielwelt ist natürlich ein Best-of-Extrakt des riesigen Landes - eignet sich schließlich bestens für Rennen abseits des Asphalts.
Dynamische und auch sehenswerte Wetterwechsel dürfen natürlich auch nicht fehlen
Das Gameplay ist wie immer etwas bis deutlich Arcade-lastiger als bei Forza Motorsport, wobei man sich dank der gewohnt flexiblen und reichhaltigen Einstellungsmöglichkeiten auch das Leben bewusst schwerer machen kann. Indem man die Fahrhilfen wie Traktionskontrolle, ABS usw. abschaltet, kommt man der Simulation nahe - eine Hardcore-Sim bekommt man aber auch dann nicht, schließlich steht hier doch die flotte Rennaction im Vordergrund.
Fast menschlich
Wieder an Bord ist das Forza-typische Drivatar-System. Das bedeutet, dass die KI-Fahrer auf dem Rennverhalten der menschlichen Spieler bzw. Xbox Live-Freunde aufbauen und deren Eigenheiten annehmen. In wie weit das mit der Realität übereinstimmt, lässt sich natürlich eher schwer überprüfen, Fakt ist aber, dass die Gegner nicht wie auf Schienen fahren, sondern auch Fehler machen oder durch für KI-Verhältnisse waghalsige Aktionen auffallen. "Menschlich" sind die Drivatare deshalb aber dennoch nicht, aber sie sind dem Gefühl zuträglich, dass man nicht gegen Computer-Kontrahenten, die wie auf Schienen fahren, antritt.Drivatare können übrigens auch rekrutiert werden, indem man sie auf der Straße herausfordert und ein Rennen gegen sie gewinnt. Auf diese Weise fahren Freunde im eigenen Auftrag und erspielen einem (automatisch) einige zusätzliche Credits.
Bei speziellen Rennevents tritt man u. a. gegen ungewöhnliche Gegner wie einen Zug an
Grafisch ist FH3 bis auf wenige Ausnahmen (die man aber in der Rennaction ohnehin übersieht) eine Augenweide, nur selten kommen Engine und Konsole an ihre Grenzen. Konstante 30 Frames pro Sekunde und eine mit viel Liebe zum Detail designte Umgebung machen den Ausflug nach Australien zum zweifellos schönsten Teil der Reihe.
Radio macht (man) an
In Sachen Audio kommt man ebenfalls voll auf die Kosten, diverse Radiostationen (mit kleinem Fokus auf elektronische Musik) sorgen für die perfekte musikalische Untermalung der Rennaction. Die Sender werden teilweise wie üblich von Plattenlabels präsentiert, so gibt es etwa Hospital Records (Drum and Bass), Vagrant (Punk, Indie) oder auch Epitaph (Punk). Der "Geheimtipp" ist wieder Timeless FM, wo man zu Klassik-Dauerbrennern wie "Also sprach Zarathustra, Op. 30" über Asphalt oder Sand brettert.Kritik findet man nur, wenn man mit der Lupe sucht oder besonders kleinlich ist: So gibt es zwar zahlreiche Möglichkeiten zum Tunen der Fahrzeuge, eine echte Rolle spielt das aber nicht, da die teilnehmenden Autos bei jedem Rennen automatisch abgeglichen werden. Das verhindert natürlich, dass man mit einem überzüchteten Wagen die Konkurrenz in Grund und Boden fährt.
Fazit
Forza Horizon hat sich eigentlich schon vom ersten Teil an zum eigentlichen Star der Reihe gemausert, da die Motorsport-Ausgabe aufgrund ihrer klassischen Rennsportausrichtung stets knapp am "More of the same" kratzt. Nach einem eher schwächeren fünften Teil konnte Forza 6 zwar wieder begeistern, an den Spaß und die wilde Action von Forza Horizon 3 kommt man aber nicht heran.Freilich: Das liegt in erster Linie daran, welche Art des Rennspiels man bevorzugt, aber unter dem Strich ist der Australien-Ausflug unterhaltsamer und abwechslungsreicher. Ein Spiel als "perfekt" zu bezeichnen, ist immer gefährlich, aber FH3 kommt doch verdammt nahe dran.
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