Maps: MS bedient sich bei Wikipedia und verlegt Melbourne ins Meer

Einzelne Informationen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia sollten bei Fragen von hinreichender Bedeutung anhand belastbarer Quellen gegengeprüft werden. Und einen wichtigen Dienst sollte man schon gar nicht blind auf ihnen aufbauen. Das beweist nun auch Microsoft mit seinen Bing-Karten.
Meer, Fisch, Walhai
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Das Unternehmen hatte hier zur Positionierung von Orten auf die Geodaten in der Wikipedia zurückgegriffen, ohne die übernommenen Informationen noch einmal gegenzuprüfen. Im Ergebnis verlegte man die Position der australischen Stadt Melbourne etwas östlich von Japan mitten in den Pazifischen Ozean.

Wo der Fehler liegt, wurde bei einem Blick auf die Karte eigentlich schnell klar. Die Stadt lag weiterhin auf dem richtigen Längengrad. Bei der Eintragung des Breitengrades wurde allerdings schlichtweg das Minus als negatives Vorzeichen vergessen. Die Daten verorteten Melbourne daher statt 4.187 Kilometer südlich die gleiche Entfernung nördlich des Äquators - wo es in der Realität eher weniger Australier, sondern in erster Linie Fische gibt.


Nachdem die Sache in den ersten englischsprachigen Medien auftauchte wurde man bei Microsoft aufmerksam und behob den Fehler in der letzten Woche. Doch nun, da der Zusammenhang zur Wikipedia da war, musste man sich in Redmond natürlich mit der Frage auseinandersetzen, wie stark denn Bing, insbesondere der Kartendienst, auf der Enzyklopädie beruht. "Nicht zu viel", erklärte Ricky Brundritt, der als Programm-Manager im Bing-Team arbeitet. Im Wesentlichen verwende man eigentlich nur Daten für die erweiterten Informationen zu einem Ort unter anderem von der Wikipedia. Das Developer-API beruhe hingegen auf anderen Informationen und sei von dem Fehler auch nicht betroffen gewesen, so dass dieser sich zumindest nicht auf Anwendungen Dritter ausgewirkt haben dürfte.

Grundsätzlich stehen die Informationen in der Wikipedia unter freien Lizenzen und es ist zumindest rechtlich kein Problem, auch einen kommerziellen Dienst auf diesen aufzubauen. Ob das letztlich allerdings eine gute Idee ist - vor allem, wenn die Daten nicht mit einer anderen Quelle gegengeprüft werden - darf bezweifelt werden.

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