Flying COWs: Fliegende Drohnen-Sender als Mobilfunk-Erweiterung

Zu besonderen Anlässen müssen die Mobilfunk-Betreiber ihre Netzkapazitäten regelmäßig an bestimmten Orten aufstocken. Der US-Konzern AT&T will dafür statt der üblichen mobilen Basisstationen zukünftig verstärkt auch auf Drohnen setzen.
Drohne, Quadrocopter, phandroid
DJI
"Flying COWs" heißen die Systeme in dem Projekt, wobei COW für Cell on Wings steht. Erste Tests laufen nach Angaben des Unternehmens bereits. Die fliegenden Basisstationen sollen, wenn sie die Erwartungen erfüllen, an Stellen zum Einsatz kommen, an denen für einen überschaubaren und kurzen Zeitraum größere Menschenmengen zusammenkommen. Das gilt beispielsweise für Football- oder Baseball-Spiele in großen Stadien oder Musikfestivals.

Die mobilen Basisstationen auf LKW können schon jetzt relativ kurzfristig an entsprechenden Punkten zum Einsatz gebracht werden und die fest installierte Infrastruktur entlasten. Etwas Vorbereitungszeit ist dann aber doch nötig. Die Drohnen könnten hingegen noch einmal wesentlich flexibler zum Einsatz gebracht werden.


Außerdem können sie auch in Gegenden zum Einsatz kommen, in die man nicht ohne weiteres mit einem LKW fahren kann. Denn der zweite Einsatzzweck der Systeme soll die schnelle Bereitstellung von Mobilfunk-Infrastrukturen sein, wenn die festen Telekommunikationsnetze durch Naturkatastrophen oder vergleichbare Ereignisse lahmgelegt sind. Die Drohnen, die sich derzeit im Test befinden, sind mit LTE-Funkeinheiten ausgestattet.

Kamera-Drohnen für Techniker

Bei AT&T scheint man insgesamt eine besondere Affinität zu fliegenden Drohnen zu haben. Denn Zusatz-Sender sind nicht der einzige Anwendungszweck, bei dem solche Systeme zum Einsatz kommen sollen. Das Unternehmen will auch seine Techniker mit kleineren Fluggeräten ausstatten, die bei Routine-Kontrollen an Funkmasten zum Einsatz kommen sollen. Per Kamera will man hier Prüfungen vornehmen, so dass nicht jedesmal ein Mitarbeiter auf den Turm klettern muss.
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