Bieterkrieg: Deshalb hat Microsoft so viel für LinkedIn bezahlt
Microsoft hatte Mitte Juni bekannt gegeben, dass man das Karrierenetzwerk LinkedIn übernehmen werde. Vor allem der Kaufpreis von umgerechnet 23,3 Milliarden Euro hatte für Erstaunen gesorgt. Jetzt liefert die US-Börsenaufsicht Einsicht, wie es zu dieser Summe kam.
Demnach habe sich LinkedIn Chef Jeff Weiner am 16. Februar 2016 mit dem Microsoft CEO Satya Nadella getroffen, um über Möglichkeiten zur Verbesserung der geschäftlichen Beziehungen der beiden Konzerne zu sprechen. "Neben anderen Dingen" habe dabei auch erstmals die Möglichkeit einer Übernahme "Erwähnung" gefunden.
Am 10. und 14. März habe Weiner dann mit weiteren Unternehmen über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit oder sogar Übernahme gesprochen. Die Unternehmen werden in dem Bericht an die SEC lediglich mit "Partei A, B und C" bezeichnet, laut MSPowerUser hat Recode diese aber als Salesforce, Google und Facebook identifiziert.
Am 15. März habe sich dann wiederum LinkedIn Chef Jeff Weiner an Satya Nadella gewandt, um ihm mitzuteilen, dass auch Andere Interesse an einer Übernahme seines Unternehmens signalisiert hätten. Nadella habe daraufhin ein Gespräch mit dem Aufsichtsrat im Bezug auf ein mögliches Angebot in Aussicht gestellt.
Jeff Weiner, Satya Nadella und Reid Hoffman (von links)
Heftiger Bieterkrieg
Microsofts Mitteilung, man werde für die Übernahme von LinkedIn 196 Dollar pro Aktie bezahlen, was einem satten Aufschlag von 50 Prozent zum aktuellen Wert entsprach, hatte bei vielen Beobachtern die Frage geweckt, wie es zu diesem äußerst attraktiven Angebot für das Karrierenetzwerk kam. Jetzt liefert die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC genaue Details zum Ablauf der Verhandlungen und wie es zu dieser großen Summe kommen konnte.Demnach habe sich LinkedIn Chef Jeff Weiner am 16. Februar 2016 mit dem Microsoft CEO Satya Nadella getroffen, um über Möglichkeiten zur Verbesserung der geschäftlichen Beziehungen der beiden Konzerne zu sprechen. "Neben anderen Dingen" habe dabei auch erstmals die Möglichkeit einer Übernahme "Erwähnung" gefunden.
Am 10. und 14. März habe Weiner dann mit weiteren Unternehmen über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit oder sogar Übernahme gesprochen. Die Unternehmen werden in dem Bericht an die SEC lediglich mit "Partei A, B und C" bezeichnet, laut MSPowerUser hat Recode diese aber als Salesforce, Google und Facebook identifiziert.
Am 15. März habe sich dann wiederum LinkedIn Chef Jeff Weiner an Satya Nadella gewandt, um ihm mitzuteilen, dass auch Andere Interesse an einer Übernahme seines Unternehmens signalisiert hätten. Nadella habe daraufhin ein Gespräch mit dem Aufsichtsrat im Bezug auf ein mögliches Angebot in Aussicht gestellt.
Jeff Weiner, Satya Nadella und Reid Hoffman (von links)
Microsoft gewinnt mit Cash
Im Verlauf der nächsten Wochen soll dann laut den verfügbaren SEC-Informationen ein klassischer Bieterkrieg ausgebrochen sein, den Google und Facebook bei einem gebotenen Preis pro Aktie von 160 Dollar offenbar nicht weiter mitstreiten wollten. Nach einer weiteren Bieterrunde habe dann Microsoft 196 Dollar pro Aktie in bar geboten, während Salesforce auf 200 Dollar erhöhte, die allerdings hauptsächlich in Aktien beglichen werden sollten. Wie der jetzt bekannte Deal zeigt, hatte sich LinkedIn hier letztendlich für das Microsoft-Angebot entschieden.
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