Nikola One: Elektro-Truck-Hersteller mit Vorbestellungen überhäuft
Das Startup Nikola Motor hat vielleicht darauf gehofft, dass es mit seinem Konzept eines Elektro-Trucks einige Aufmerksamkeit generieren kann. Doch schon bevor auch nur der erste Prototyp in Aktion gezeigt werden kann, kann sich das Unternehmen nicht mehr vor Vorbestellungen retten.
Der Name der Firma ist eine Reminiszenz an den Elektroauto-Pionier Tesla Motors, der sich auf PKW konzentriert und damit ziemlich erfolgreich ist. Und natürlich an den Physiker Nikola Tesla. Das Ziel der Firma ist im Grunde klar: Sie will im Bereich der Zugmaschinen einen ähnlich durchschlagenden Erfolg erreichen, wie Tesla bei Elektroautos.
Vor gut einem Monat stellte man nun das Konzept des "Nikola One" der Öffentlichkeit vor. Dabei handelt es sich um einen Truck mit Elektroantrieb. Falls doch einmal sehr lange Strecken zu bewältigen sind und keine Möglichkeit besteht, unterwegs die Akkus zu laden, kann der Range Extender einspringen. Dabei handelt es sich um einen Verbrennungsmotor, der mit Erdgas betrieben wird und auch nicht direkt ans Fahrwerk gekoppelt ist, sondern nur einen Stromgenerator antreibt.
Seit der Ankündigung des Fahrzeugs sind binnen der wenigen Wochen bereits über 7.000 Vorbestellungen eingegangen, teilte das Unternehmen nun mit. Dabei handelt es sich durchaus um relativ ernst gemeinte Anfragen - denn um auf die Reservierungsliste zu kommen, muss man zumindest eine Anzahlung in Höhe von 1.500 Dollar auf den Tisch legen. Diese wird aber zurückgezahlt, falls man dann vom Prototyp doch nicht überzeugt ist. Dieser soll Anfang Dezember erstmals öffentlich vorgeführt werden. Sollten die Interessenten allesamt tatsächlich zuschlagen, wäre dies schon einmal ein Umsatz von rund 2,3 Milliarden Dollar.
Der Einzelpreis für eine Zugmaschine liegt mit rund 330.000 Euro deutlich höher als bei einem herkömmlichen Truck, bei dem mit rund 100.000 Euro zu rechnen ist, wenn man nicht zu viel Sonderausstattung mitnimmt. Allerdings will man das Fahrzeug ohnehin über ein Leasing-Modell anbieten, das für Speditionen ziemlich interessant sein dürfte und die hohe Nachfrage erklärt. Für 5.000 Dollar im Monat soll man dann einen Nikola One hingestellt bekommen. In dem Preis ist nicht nur die Leasing-Rate selbst enthalten. Der Hersteller bietet für den Preis ein Rundum-Sorglos-Paket inklusive Wartung, unbegrenzter Zahl an Fahr-Kilometern und der Möglichkeit, den Akku gratis aufzuladen und den Tank des Range Extenders ebenfalls ohne Zusatzkosten aufzufüllen.
Vor gut einem Monat stellte man nun das Konzept des "Nikola One" der Öffentlichkeit vor. Dabei handelt es sich um einen Truck mit Elektroantrieb. Falls doch einmal sehr lange Strecken zu bewältigen sind und keine Möglichkeit besteht, unterwegs die Akkus zu laden, kann der Range Extender einspringen. Dabei handelt es sich um einen Verbrennungsmotor, der mit Erdgas betrieben wird und auch nicht direkt ans Fahrwerk gekoppelt ist, sondern nur einen Stromgenerator antreibt.
Seit der Ankündigung des Fahrzeugs sind binnen der wenigen Wochen bereits über 7.000 Vorbestellungen eingegangen, teilte das Unternehmen nun mit. Dabei handelt es sich durchaus um relativ ernst gemeinte Anfragen - denn um auf die Reservierungsliste zu kommen, muss man zumindest eine Anzahlung in Höhe von 1.500 Dollar auf den Tisch legen. Diese wird aber zurückgezahlt, falls man dann vom Prototyp doch nicht überzeugt ist. Dieser soll Anfang Dezember erstmals öffentlich vorgeführt werden. Sollten die Interessenten allesamt tatsächlich zuschlagen, wäre dies schon einmal ein Umsatz von rund 2,3 Milliarden Dollar.
1.900 Kilometer mit 2.000 PS
In dem Fahrzeug steckt ein Akku mit einer Kapazität von 320 Kilowattstunden. Wenn der Range Extender zugeschaltet wird, soll der Truck bei durchgehender Fahrt - der Akku kann also zwischendurch nicht geladen werden - eine Strecke von bis zu 1.900 Kilometern schaffen. Mit seinen rund 2.000 PS soll der Sattelschlepper dabei bis zu 36 Tonnen Last bewegen können.Der Einzelpreis für eine Zugmaschine liegt mit rund 330.000 Euro deutlich höher als bei einem herkömmlichen Truck, bei dem mit rund 100.000 Euro zu rechnen ist, wenn man nicht zu viel Sonderausstattung mitnimmt. Allerdings will man das Fahrzeug ohnehin über ein Leasing-Modell anbieten, das für Speditionen ziemlich interessant sein dürfte und die hohe Nachfrage erklärt. Für 5.000 Dollar im Monat soll man dann einen Nikola One hingestellt bekommen. In dem Preis ist nicht nur die Leasing-Rate selbst enthalten. Der Hersteller bietet für den Preis ein Rundum-Sorglos-Paket inklusive Wartung, unbegrenzter Zahl an Fahr-Kilometern und der Möglichkeit, den Akku gratis aufzuladen und den Tank des Range Extenders ebenfalls ohne Zusatzkosten aufzufüllen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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