Reich wird man mit Kreditkarten-Daten nicht mehr - es gibt Besseres
Wer sich mit dem Gedanken trägt, Firmen-Datenbanken zu knacken und mit dem Verkauf erbeuteter Kreditkarten-Daten zu Reichtum zu kommen, geht in die falsche Richtung. Nicht nur, weil dies natürlich illegal ist - auch, weil sich damit inzwischen kaum noch richtig Geld verdienen lässt.
Laut einem Bericht des US-Senders CNBC, der sich auf aktuelle Analysen des Sicherheitsunternehmens Trend Micro beruft, sind die Preise für Kreditkarten-Daten derzeit schlicht im Keller. Die Datensätze von Karten, die in den USA ausgegeben wurden, handelt man im Untergrund aktuell für lediglich 22 Cent das Stück. Da gibt es andere virtuelle Hehlerware, mit der sich wesentlich mehr verdienen lässt.
Am meisten lässt sich natürlich verdienen, wenn man einen direkten Zugang zu Geldbeständen verkaufen kann. So gehen die Zugangsdaten zu einem PayPal-Account mit einen Guthaben von mindestens 500 Dollar auf dem Schwarzmarkt aktuell für 6,43 Dollar weg. Höhere Preise gibt es selbst bei Nutzerkonten, bei denen sich nicht so schnell erschließt, welchen Vorteil es hat, diese zu solchen Kosten zu übernehmen. So werden beispielsweise gehackte Facebook-Accounts für knapp über 3 Dollar das Stück verkauft. Für ein Google Voice-Konto ist man mit 97 Cent dabei, einen Netflix-Login bekommt man für 76 Cent.
Rätselhaft dürfte auch die Frage sein, warum jemand bereit sein sollte, 3,78 Dollar für einen Account beim Fahrdienstleister Uber zu bezahlen. Hier wird allerdings vermutet, dass mehrere solcher Konten zusammen eingesetzt werden, um Fake-Fahrten abzurechnen. Geldwäsche also. Hingegen liegen die Schwarzmarktpreise für Datensätze, die einen Identitäts-Diebstahl ermöglichen, je nach Umfang der enthaltenen Informationen zwischen 1 und 3,30 Dollar.
Dass Kreditkarten-Daten inzwischen wenig wert sind, dürfte an verschiedenen Faktoren liegen. Zum Einen ist der Missbrauch schwerer geworden, da sowohl die Finanzfirmen als auch der Handel aufgerüstet hat und beispielsweise immer bessere Detektions-Systeme zur Identifikation von betrügerischen Transfers zum Einsatz bringt. Auf der anderen Seite gibt es schlicht auch ein Überangebot, da ständig Datenbanken mit Kreditkarten-Informationen gestohlen werden.
Am meisten lässt sich natürlich verdienen, wenn man einen direkten Zugang zu Geldbeständen verkaufen kann. So gehen die Zugangsdaten zu einem PayPal-Account mit einen Guthaben von mindestens 500 Dollar auf dem Schwarzmarkt aktuell für 6,43 Dollar weg. Höhere Preise gibt es selbst bei Nutzerkonten, bei denen sich nicht so schnell erschließt, welchen Vorteil es hat, diese zu solchen Kosten zu übernehmen. So werden beispielsweise gehackte Facebook-Accounts für knapp über 3 Dollar das Stück verkauft. Für ein Google Voice-Konto ist man mit 97 Cent dabei, einen Netflix-Login bekommt man für 76 Cent.
Rätselhaft dürfte auch die Frage sein, warum jemand bereit sein sollte, 3,78 Dollar für einen Account beim Fahrdienstleister Uber zu bezahlen. Hier wird allerdings vermutet, dass mehrere solcher Konten zusammen eingesetzt werden, um Fake-Fahrten abzurechnen. Geldwäsche also. Hingegen liegen die Schwarzmarktpreise für Datensätze, die einen Identitäts-Diebstahl ermöglichen, je nach Umfang der enthaltenen Informationen zwischen 1 und 3,30 Dollar.
Von Marktforschung zur Beschaffung
"Es gibt ein unglaubliches Untergrund-Ökosystem", erklärte Trend Micro-Stratege Ed Cabrera. Dieses ist in vielen Aspekten mit der normalen Wirtschaft vergleichbar. So würden hier beispielsweise regelrechte Marktforschungs-Projekte durchgeführt, um herauszufinden, wo aktuell das meiste Geld verdient werden kann - und dann beginnen kurze Zeit später die Attacken, mit denen man sich die benötigten Daten verschaffen will.Dass Kreditkarten-Daten inzwischen wenig wert sind, dürfte an verschiedenen Faktoren liegen. Zum Einen ist der Missbrauch schwerer geworden, da sowohl die Finanzfirmen als auch der Handel aufgerüstet hat und beispielsweise immer bessere Detektions-Systeme zur Identifikation von betrügerischen Transfers zum Einsatz bringt. Auf der anderen Seite gibt es schlicht auch ein Überangebot, da ständig Datenbanken mit Kreditkarten-Informationen gestohlen werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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