Silk Road: Polizist muss wegen abgezweigter Drogengelder in Haft
Die Ermittlungen rund um den illegalen Online-Drogenmarktplatz Silk Road weckten aufgrund der nicht unerheblichen Geldmengen, die hier im Umlauf waren, auch Begehrlichkeiten bei einigen Ermittlern. Einer von diesen wurde nun zu einer Gefängnisstrafe von mehr als sechs Jahren verurteilt.
Silk Road-Angebote
In dem Prozess ging es um einen Beamten der US-Drogenfahndung, der als verdeckter Ermittler auf der Plattform aktiv war. Angeklagt wurde dieser bereits mit dem Hinweis, dass er Gelder abgezweigt haben soll. Bei der Verhandlung kam aber detaillierter ans Licht, wie der Beamte tatsächlich agierte und dass er sogar noch mehr wollte, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Der Ermittler gab sich gemäß seiner Aufgabe als normaler Nutzer der Plattform aus. Wie sich später herausstellte, präsentierte er sich gegenüber dem Betreiber der Plattform, dem bereits verurteilten Ross Ulbricht, der unter dem Namen Dread Pirate Roberts agierte, als Dealer. Ihm gegenüber gab der Beamte an, an Informationen zu Ermittlungen gegen Silk Road gekommen zu sein. Für diese kassierte er letztlich umgerechnet 50.000 Dollar in Bitcoin. Diesen verschob er letztlich in sein eigenes Bitcoin-Wallet.
Einen Monat später soll der Beamte die gleiche Masche noch einmal versucht haben. Unter einem anderen Nutzernamen versuchte er dem Silk Road-Betreiber weitere Informationen zu verkaufen. Für diese wollte er nun sogar 98.000 Dollar haben. Dies war im September 2013. Der Deal kam allerdings nicht mehr zustande, da die Behörden den Drogen-Marktplatz Anfang Oktober stilllegten und den Betreiber verhafteten.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 87 Monaten gefordert. Letztlich kam ein etwas kürzerer Aufenthalt im Gefängnis heraus, da der Täter geständig war und sich vor Gericht auch aufrichtig für sein Verhalten entschuldigte. Seine Anwälte führten außerdem an, dass die Monate der Ermittlungen und des Gerichtsverfahrens psychische Erkrankungen bei ihrem Mandanten hinterlassen hätten.
Noch kein Urteil gibt es in einem zweiten Verfahren, bei dem sich ein weiterer Staatsbeamter dafür verantworten muss, Gelder von Silk Road abgezweigt zu haben. Dieser war für den Secret Service tätig und arbeitete als Computer-Forensiker in der gleichen Ermittlergruppe. Seine Beute sollen insgesamt rund 20.000 Bitcoins gewesen sein, die er in 820.000 Dollar umsetzen konnte.
Silk Road-Angebote
In dem Prozess ging es um einen Beamten der US-Drogenfahndung, der als verdeckter Ermittler auf der Plattform aktiv war. Angeklagt wurde dieser bereits mit dem Hinweis, dass er Gelder abgezweigt haben soll. Bei der Verhandlung kam aber detaillierter ans Licht, wie der Beamte tatsächlich agierte und dass er sogar noch mehr wollte, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Der Ermittler gab sich gemäß seiner Aufgabe als normaler Nutzer der Plattform aus. Wie sich später herausstellte, präsentierte er sich gegenüber dem Betreiber der Plattform, dem bereits verurteilten Ross Ulbricht, der unter dem Namen Dread Pirate Roberts agierte, als Dealer. Ihm gegenüber gab der Beamte an, an Informationen zu Ermittlungen gegen Silk Road gekommen zu sein. Für diese kassierte er letztlich umgerechnet 50.000 Dollar in Bitcoin. Diesen verschob er letztlich in sein eigenes Bitcoin-Wallet.
Einen Monat später soll der Beamte die gleiche Masche noch einmal versucht haben. Unter einem anderen Nutzernamen versuchte er dem Silk Road-Betreiber weitere Informationen zu verkaufen. Für diese wollte er nun sogar 98.000 Dollar haben. Dies war im September 2013. Der Deal kam allerdings nicht mehr zustande, da die Behörden den Drogen-Marktplatz Anfang Oktober stilllegten und den Betreiber verhafteten.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 87 Monaten gefordert. Letztlich kam ein etwas kürzerer Aufenthalt im Gefängnis heraus, da der Täter geständig war und sich vor Gericht auch aufrichtig für sein Verhalten entschuldigte. Seine Anwälte führten außerdem an, dass die Monate der Ermittlungen und des Gerichtsverfahrens psychische Erkrankungen bei ihrem Mandanten hinterlassen hätten.
Noch kein Urteil gibt es in einem zweiten Verfahren, bei dem sich ein weiterer Staatsbeamter dafür verantworten muss, Gelder von Silk Road abgezweigt zu haben. Dieser war für den Secret Service tätig und arbeitete als Computer-Forensiker in der gleichen Ermittlergruppe. Seine Beute sollen insgesamt rund 20.000 Bitcoins gewesen sein, die er in 820.000 Dollar umsetzen konnte.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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