Android: HUSH-App soll Akku-Laufzeit spürbar verlängern
Informatiker der Purdue University haben eine Idee in die Praxis umgesetzt, mit der es möglich werden soll, die Akku-Laufzeit von Android-Smartphones ein gutes Stück auszubauen. Durch eine Analyse des Nutzungsverhaltens will man gezielt unsinnige Hintergrund-Aktivitäten verschiedener Apps einschränken.
Stromverbrauch von Android-Geräten
Das Ergebnis der Forschungsarbeiten, die sich über einige Zeit hinzogen, ist eine Anwendung namens "HUSH". Diese steht auf der Entwickler-Plattform Github frei zur Verfügung. Das setzt allerdings noch einige Fertigkeiten beim Nutzer voraus - eine fertig kompilierte Fassung, die sich vielleicht sogar über Googles Play Store beziehen ließe, gibt es derzeit noch nicht.
Die Grundlage der Entwicklungs-Arbeit war eine tiefergehende Analyse des Nutzungsverhaltens von rund 2.000 Anwendern, die mit ihren Samsung Galaxy S3- und S4-Geräten in den Netzen von 191 Mobilfunkanbietern in 61 Ländern aktiv waren. Dabei arbeiteten die Informatiker unter anderem mit Intel zusammen. Hier zeigte sich, dass 28,9 Prozent des gesamten Energie der Smartphones durch Apps verbraucht wurden, während die Displays abgeschaltet waren.
Verursacht wurde dies vor allem dadurch, dass Anwendungen im Hintergrund vermeintlich sinnvolle Dinge tun. Dazu gehört beispielsweise, dass geprüft wird, ob auf den Servern neue Informationen für den Nutzer vorliegen, die direkt zur Verfügung stehen sollen, wenn der Anwender sein Mobiltelefon aus dem Standby holt. Es gab aber auch verschiedene Apps, die aufgrund mangelhafter Programmierung nicht ordentlich zur Ruhe kommen, wenn das Smartphone in Ruhe versetzt wird.
HUSH soll nun letztere quasi in einen Ruhezustand zwingen. Aber auch bei den ordentlich eingesetzten Hintergrund-Aktivitäten greift die Software ein. Denn während es vielleicht sinnvoll ist, dass ein häufig genutzter Messenger regelmäßig Kontakt zu seinem Netzwerk aufnimmt, gibt es auch verschiedene Anwendungen die Daten vorsorglich herunterladen, obwohl sie fast nie direkt nach dem Anschalten des Smartphones vom Nutzer aufgerufen werden und - so die Schlussfolgerung der Entwickler - schlicht nichts zu bieten haben, was unbedingt sofort zur Verfügung stehen muss. Auch hier unterbindet die App die Aktivitäten.
Tests der Software hätten gezeigt, dass sich auf diese Weise durchaus signifikante Verlängerungen der ohnehin immer zu knappen Akku-Laufzeit erreichen lassen. Im Schnitt lag die Verbesserung demnach bei knapp 16 Prozent. Das Tool automatisiert also im Grunde auf Grundlage einer größeren Datenbasis das, was bei einigen Android-Geräten bereits manuell in den Stromspar-Optionen geregelt werden kann.
Stromverbrauch von Android-Geräten
Das Ergebnis der Forschungsarbeiten, die sich über einige Zeit hinzogen, ist eine Anwendung namens "HUSH". Diese steht auf der Entwickler-Plattform Github frei zur Verfügung. Das setzt allerdings noch einige Fertigkeiten beim Nutzer voraus - eine fertig kompilierte Fassung, die sich vielleicht sogar über Googles Play Store beziehen ließe, gibt es derzeit noch nicht.
Die Grundlage der Entwicklungs-Arbeit war eine tiefergehende Analyse des Nutzungsverhaltens von rund 2.000 Anwendern, die mit ihren Samsung Galaxy S3- und S4-Geräten in den Netzen von 191 Mobilfunkanbietern in 61 Ländern aktiv waren. Dabei arbeiteten die Informatiker unter anderem mit Intel zusammen. Hier zeigte sich, dass 28,9 Prozent des gesamten Energie der Smartphones durch Apps verbraucht wurden, während die Displays abgeschaltet waren.
Verursacht wurde dies vor allem dadurch, dass Anwendungen im Hintergrund vermeintlich sinnvolle Dinge tun. Dazu gehört beispielsweise, dass geprüft wird, ob auf den Servern neue Informationen für den Nutzer vorliegen, die direkt zur Verfügung stehen sollen, wenn der Anwender sein Mobiltelefon aus dem Standby holt. Es gab aber auch verschiedene Apps, die aufgrund mangelhafter Programmierung nicht ordentlich zur Ruhe kommen, wenn das Smartphone in Ruhe versetzt wird.
HUSH soll nun letztere quasi in einen Ruhezustand zwingen. Aber auch bei den ordentlich eingesetzten Hintergrund-Aktivitäten greift die Software ein. Denn während es vielleicht sinnvoll ist, dass ein häufig genutzter Messenger regelmäßig Kontakt zu seinem Netzwerk aufnimmt, gibt es auch verschiedene Anwendungen die Daten vorsorglich herunterladen, obwohl sie fast nie direkt nach dem Anschalten des Smartphones vom Nutzer aufgerufen werden und - so die Schlussfolgerung der Entwickler - schlicht nichts zu bieten haben, was unbedingt sofort zur Verfügung stehen muss. Auch hier unterbindet die App die Aktivitäten.
Tests der Software hätten gezeigt, dass sich auf diese Weise durchaus signifikante Verlängerungen der ohnehin immer zu knappen Akku-Laufzeit erreichen lassen. Im Schnitt lag die Verbesserung demnach bei knapp 16 Prozent. Das Tool automatisiert also im Grunde auf Grundlage einer größeren Datenbasis das, was bei einigen Android-Geräten bereits manuell in den Stromspar-Optionen geregelt werden kann.
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Christian Kahle
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