Spotify: Das Weiße Haus veröffentlicht 2 Obama-Ferien-Playlists

Der US-Präsident Barack Obama sorgt beim schwedischen Unternehmen Spotify im klassischen "Medien-Sommerloch" für neuen Aufwind: Denn ausgerechnet bei dem schwedischen Musikstreaming-Dienst Spotify hat die Obama-PR-Maschinerie zwei Playlisten für die präsidialen Sommerferien veröffentlicht.
Usa, Barack Obama, Obama
The White House
Zwei Playlisten, die nun nicht nur die US-Medien bewegen, als wären es Kriegserklärungen. Denn es kommt natürlich, wie es kommen musste - selbst im Wahlkampf-Vorgeplänkel ist die Präsidenten-Playlist nun ein Grund für Diskussion. Warum Obama sich für ein ausländisches Unternehmen einsetzt, anstelle der US-Firmen Tidal oder Apple die Ehre zu erweisen, fragen sich schon die Ersten - vorrangig, weil Obama immer gern auf die heimische Wirtschaft pocht und sich für den gesteigerten Konsum sowie für die Produktion in den US-Staaten ausspricht.

Obamas Spotify PlaylistsObamas Spotify PlaylistsObamas Spotify PlaylistsObamas Spotify Playlists

Bei Twitter gibt es nun den Verweis auf die beiden Playlists, die Obama im Sommer-Urlaub begleiten sollten. Die Obama-PR läuft damit auch in seinem Urlaub im bekannten Feriendomizil Martha's Vineyard auf Hochtouren. Abgesehen von dem ganzen aufgebauschten Rummel sind die Playlists selbst eher langweilig. Obamas Musikgeschmack kennt man (wenn man sich denn dafür interessiert, was ein US-Präsident privat für Musik hört) bereits. Eine Playlist ist eher lebhaft, eine ist für die geruhsameren Stunden. Enthalten sind in den Playlists eine ganze Reihe an Klassikern, von John Coltrane über die Rolling Stones bis hin zu Aretha Franklin, aber auch aktuelle Hits von neueren Musikern, die vielleicht auch von seinen Töchtern inspiriert sind.

Die Konkurrenzstituation

Dass sich Obama beziehungsweise sein Stab für Spotify entschieden hat, liegt sicherlich vor allem an der Verbreitung und dem hohen Bekanntheitsgrad des Angebots. Denn die verhältnismässig neuen, als Spotify-Killer gebrandmarkten Konkurrenzangebote von Tidal und anderen, kleinen Anbietern, dümpeln bei den Nutzerzahlen vor sich hin. Apple hat derzeit zwar große Aufmerksamkeit und hohe Nutzerzahlen. Diese könnten sich aber nach der 3-monatigen kostenloses Testphase bald drastisch reduzieren.
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