Düstere Aussichten: Das Pay-TV hat seinen Zenit wohl überschritten

Das klassische Pay-TV-Geschäft fällt zunehmend in die Krise. Bisher schien sich der Sektor recht ordentlich in der sich verändernden Medien-Landschaft behaupten zu können - doch inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass es nicht mehr lange so weitergeht wie bisher.
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Pay-TV-Markt der USAKundenentwicklung beim Pay-TV in den USA
Für die Entwicklung des Bereichs ist der US-Markt ein wichtiger Indikator, da Pay-TV-Anbieter dort eine wesentlich größere Rolle spielen als hierzulande. Doch dürfte es sich auch bald bei uns zeigen, dass Sky als einziger großer Anbieter einen zunehmend schwereren Stand hat. Denn die Konkurrenz aus dem Internet beginnt gerade erst, richtig loszulegen.

Die Zeit des großen Wachstums ist schon länger vorbei. Über die letzten Jahre hinweg war es den Pay-TV-Anbietern in den USA, die dort zusammen rund 100 Millionen Kunden bedienen, aber zumindest gelungen, ihren Markt stabil zu halten. Auch wenn es den einzelnen Unternehmen jeweils etwas besser oder schlechter ging, blieb die Gesamtzahl der Kunden jedoch relativ gleich. Das ändert sich nun aber rapide.

"Vor einem Jahr schrumpfte der Pay-TV-Sektor um 0,1 Prozent im Jahresvergleich. Ein Jahr später hat sich die Rate, mit der das Pay-TV-Segment kleiner wird, auf 0,7 Prozent erhöht", erklärte man seitens des Marktforschungsunternehmens MoffettNathanson. "Das mag nicht nach einem Massen-Exodus aussehen, bedeutet aber eine signifikante Veränderung in sehr kurzer Zeit. Und die Schrumpfungsrate beschleunigt sich", hieß es weiter in einer aktuellen Analyse.

Eigentlich haben die Anbieter eine gewichtige Tatsache auf ihrer Seite: Der Konsum von Fernseh-Inhalten ist anhaltend groß und es deutet nichts darauf hin, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern wird. Der Knackpunkt liegt eher darin, dass Online-Anbieter wie Netflix für viele Anwender inzwischen der bequemere Weg sind, ihre Filme und Serien anzuschauen, während viele andere Inhalte ebenfalls leicht online zugänglich sind.

Entsprechend nervös reagierten die Anleger auf die aktuellsten Daten des Marktes. Die großen Medien- und Fernsehkonzerne des US-Marktes haben zuletzt zusammengenommen binnen nur weniger Tage über 50 Milliarden Dollar ihres Börsenwertes eingebüßt. Infografik: Das TV hat KonkurrenzDas TV hat Konkurrenz
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