E-Sports: Profi-Liga ESL kündigt Doping- und Drogen-Tests an
Vor einer Woche gab ein professioneller PC-Spieler zu, was viele schon lange vermutet haben: Doping steht in der E-Sport-Szene an der Tagesordnung. Besonders Mittel, die die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit steigern, werden vor und während den Turnieren genommen. Die größte Liga für Pro-Gaming, die Electronic Sports League (ESL), reagiert nun auf die Enthüllungen.
In den traditionellen Sportarten wie Leichtathletik, Schwimmen und dem Radsport sind Doping-Kontrollen längst nichts mehr Besonderes. Im E-Sport drückten die Veranstalter bisher aber mindestens ein Auge zu und schauten nicht so genau hin. Gerüchte zum Missbrauch diverser Substanzen gibt es aber schon lange, was auch angesichts der hohen Geldbeträge, um die bei Turnieren gespielt wird, nicht verwundert.
Die Electronic Sports League hat nun gegenüber Motherboard angekündigt (via Engadget), dass man demnächst aktiv gegen den Missbrauch diverser Substanzen vorgehen wird. Man will nicht nur verpflichtende Drogentests einführen, sondern auch Aufklärung und Prävention betreiben, die Details dazu will man zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen, wie ESL-Sprecherin Anna Rozwandowicz mitteilte.
Friesen und dessen Ex-Team müssen indes keine Konsequenzen befürchten, da die ESL den Adderall-Missbrauch im Nachhinein nicht mehr beweisen kann (die Substanz ist maximal fünf Tage lang nachweisebar).
Siehe auch: Pro-Spieler - Doping ist in der E-Sport-Szene an der Tagesordnung
Adderall-Missbrauch
Vor kurzem hat ein bekannter Pro-Gamer aber zugegeben, dass er und sein gesamtes Team bei einem großen Turnier im Frühjahr in Polen auf dem Medikament Adderall waren, damit lassen sich Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsschnelligkeit steigern. Cory "Semphis" Friesen erwähnte zwar "nur" sein damaliges Team Cloud9, man kann aber davon ausgehen, dass diese Art von Doping ein weit verbreitetes Phänomen ist.Die Electronic Sports League hat nun gegenüber Motherboard angekündigt (via Engadget), dass man demnächst aktiv gegen den Missbrauch diverser Substanzen vorgehen wird. Man will nicht nur verpflichtende Drogentests einführen, sondern auch Aufklärung und Prävention betreiben, die Details dazu will man zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen, wie ESL-Sprecherin Anna Rozwandowicz mitteilte.
Friesen und dessen Ex-Team müssen indes keine Konsequenzen befürchten, da die ESL den Adderall-Missbrauch im Nachhinein nicht mehr beweisen kann (die Substanz ist maximal fünf Tage lang nachweisebar).
Siehe auch: Pro-Spieler - Doping ist in der E-Sport-Szene an der Tagesordnung
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