Smartphones lenken ihre Besitzer auch bei Nicht-Nutzung massiv ab
Smartphones sind in vielen Belangen recht nützliche Werkzeuge - doch sorgen sie auch dafür, dass ihre Besitzer sich wesentlich schlechter auf Aufgaben konzentrieren können, die eine größere Aufmerksamkeit verlangen. Und dies selbst, wenn der Nutzer das Gerät gar nicht verwendet.
Infografik: Dafür nutzen die Deutschen ihr Smartphone täglich
Wie stark der Effekt ist, haben Psychologen der Florida State University jetzt genauer untersucht. Dabei zeigte sich, dass allein eine kleine Meldung des Smartphones, die vom Nutzer wahrgenommen wird, dazu führt, dass die Konzentration auf die eigentlich gerade anstehende Aufgabe in signifikantem Rahmen abnimmt - auch wenn der Anwender das Mobiltelefon bewusst in der Tasche lässt.
In der Versuchs-Situation waren die Forscher im Besitz der Telefonnummern sämtlicher Teilnehmer und erklärten diesen nicht, worum es in der Sache geht. Die Probanden wurden lediglich aufgefordert, bestimmte Aufgaben zu bearbeiten und sich auf diese zu konzentrieren. Dies schloss für die Teilnehmer des Versuchs offensichtlich auch mit ein, dass sie natürlich nicht nach ihrem Telefon greifen, wenn jemand anruft oder eine Nachricht hereinkommt.
Während des Durchlaufs wurden die Probanden dann trotzdem mal angerufen, mal schickte man ihnen eine SMS. Ab diesem Moment stieg die Fehlerquote auf das Dreifache des normalen Wertes an - und das nicht etwa nur zum Zeitpunkt, wenn das Telefon sich mit einem Signal meldete, sondern auch noch danach. Außerdem zeigten sich auch sonst deutliche Anzeichen dafür, dass die Anwender klar abgelenkt waren.
Das liegt letztlich daran, dass das Gehirn stark auf die Kommunikation mit dem Smartphone konditioniert ist. Selbst wenn Anwender bewusst nicht zu dem Gerät greifen, beschäftigen sie sich in ihren Gedanken damit, wer sie wohl habe erreichen wollen, worum es geht und was man antworten könnte. Da verschiedene Szenarien durchgespielt werden, steht wesentlichen weniger Aufmerksamkeit für die eigentlich zu erledigende Aufgabe zur Verfügung.
Wie anzunehmen ist, konnte auch belegt werden, dass eingehende Anrufe natürlich wesentlich stärker ablenken als eine Textnachricht. Letztlich kann es aber durchaus mehr bringen, tatsächlich nachzusehen, worum es bei der Kontaktaufnahme geht, statt das Smartphone komplett in der Tasche zu lassen - was aber natürlich nur funktioniert, wenn nicht gerade der Messenger im Minutentakt anschlägt. Wer sich wirklich konzentrieren muss, sollte womöglich tatsächlich dafür sorgen, dass er vom Mobiltelefon gar nichts mehr mitbekommt - dieses also entweder komplett abschalten oder es in einen anderen Raum legen.
Infografik: Dafür nutzen die Deutschen ihr Smartphone täglich
Wie stark der Effekt ist, haben Psychologen der Florida State University jetzt genauer untersucht. Dabei zeigte sich, dass allein eine kleine Meldung des Smartphones, die vom Nutzer wahrgenommen wird, dazu führt, dass die Konzentration auf die eigentlich gerade anstehende Aufgabe in signifikantem Rahmen abnimmt - auch wenn der Anwender das Mobiltelefon bewusst in der Tasche lässt.
In der Versuchs-Situation waren die Forscher im Besitz der Telefonnummern sämtlicher Teilnehmer und erklärten diesen nicht, worum es in der Sache geht. Die Probanden wurden lediglich aufgefordert, bestimmte Aufgaben zu bearbeiten und sich auf diese zu konzentrieren. Dies schloss für die Teilnehmer des Versuchs offensichtlich auch mit ein, dass sie natürlich nicht nach ihrem Telefon greifen, wenn jemand anruft oder eine Nachricht hereinkommt.
Während des Durchlaufs wurden die Probanden dann trotzdem mal angerufen, mal schickte man ihnen eine SMS. Ab diesem Moment stieg die Fehlerquote auf das Dreifache des normalen Wertes an - und das nicht etwa nur zum Zeitpunkt, wenn das Telefon sich mit einem Signal meldete, sondern auch noch danach. Außerdem zeigten sich auch sonst deutliche Anzeichen dafür, dass die Anwender klar abgelenkt waren.
Das liegt letztlich daran, dass das Gehirn stark auf die Kommunikation mit dem Smartphone konditioniert ist. Selbst wenn Anwender bewusst nicht zu dem Gerät greifen, beschäftigen sie sich in ihren Gedanken damit, wer sie wohl habe erreichen wollen, worum es geht und was man antworten könnte. Da verschiedene Szenarien durchgespielt werden, steht wesentlichen weniger Aufmerksamkeit für die eigentlich zu erledigende Aufgabe zur Verfügung.
Wie anzunehmen ist, konnte auch belegt werden, dass eingehende Anrufe natürlich wesentlich stärker ablenken als eine Textnachricht. Letztlich kann es aber durchaus mehr bringen, tatsächlich nachzusehen, worum es bei der Kontaktaufnahme geht, statt das Smartphone komplett in der Tasche zu lassen - was aber natürlich nur funktioniert, wenn nicht gerade der Messenger im Minutentakt anschlägt. Wer sich wirklich konzentrieren muss, sollte womöglich tatsächlich dafür sorgen, dass er vom Mobiltelefon gar nichts mehr mitbekommt - dieses also entweder komplett abschalten oder es in einen anderen Raum legen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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