ProSiebenSat.1 und Springer sollen über eine Fusion verhandeln
Es wäre ein neuer Gigant in der deutschen Medienlandschaft: Die beiden Konzerne Axel Springer und ProSiebenSat.1 sollen derzeit eine Fusion prüfen. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf Insider, die Gespräche sollen sich allerdings noch in einem sehr frühen Stadium befinden, ein Scheitern ist demnach "jederzeit" möglich.
Bis es eine etwaige Einigung gibt, könnte es laut eines Insiders aber noch lange dauern, die Rede ist von Monaten und nicht Wochen. Friede Springer, Witwe des Konzerngründers Axel Springer, die 57 Prozent der Aktien am Unternehmen besitzt, ist über die Gespräche informiert worden, heißt es.
Eine Annäherung zwischen dem TV-Konzern und dem im Print-Geschäft verwurzelten Verlag ist nichts Neues: Springer, das vor allem für die Bild-Zeitung bekannte Medien-Unternehmen, hat bereits vor rund zehn Jahren versucht, ProSiebenSat.1 für rund vier Milliarden Euro zu übernehmen. Das scheiterte allerdings aufgrund von Bedenken der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK).
Dieser Einspruch der KEK war allerdings nicht rechtens, im Vorjahr konnte sich der Springer-Konzern gerichtlich gegen die Kartellwächter durchsetzen, laut des Bundesverwaltungsgerichts wäre die Übernahme damals unbedenklich gewesen.
Allerdings haben sich nun die Vorzeichen umgedreht, der TV-Konzern ist nun das größere der beiden Unternehmen. Ob man Springers juristischen Erfolg in Bezug auf die KEK als Maßstab für eine Neuauflage dieses Geschäfts nehmen kann, ist fraglich.
ProSiebenSat.1Springer
14,4 Milliarden Euro: Das wäre der Marktwert eines neuen deutschen Mediengiganten, der sich aus ProSiebenSat.1 und Springer ergeben würde. Der Fernsehkonzern ist derzeit das größere der beiden Unternehmen, laut Wall Street Journal liegt ProSiebenSat.1 aktuell bei 9,7 Milliarden Euro, Axel Springer ist rund 4,7 Milliarden Euro wert.Bis es eine etwaige Einigung gibt, könnte es laut eines Insiders aber noch lange dauern, die Rede ist von Monaten und nicht Wochen. Friede Springer, Witwe des Konzerngründers Axel Springer, die 57 Prozent der Aktien am Unternehmen besitzt, ist über die Gespräche informiert worden, heißt es.
Eine Annäherung zwischen dem TV-Konzern und dem im Print-Geschäft verwurzelten Verlag ist nichts Neues: Springer, das vor allem für die Bild-Zeitung bekannte Medien-Unternehmen, hat bereits vor rund zehn Jahren versucht, ProSiebenSat.1 für rund vier Milliarden Euro zu übernehmen. Das scheiterte allerdings aufgrund von Bedenken der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK).
Dieser Einspruch der KEK war allerdings nicht rechtens, im Vorjahr konnte sich der Springer-Konzern gerichtlich gegen die Kartellwächter durchsetzen, laut des Bundesverwaltungsgerichts wäre die Übernahme damals unbedenklich gewesen.
Allerdings haben sich nun die Vorzeichen umgedreht, der TV-Konzern ist nun das größere der beiden Unternehmen. Ob man Springers juristischen Erfolg in Bezug auf die KEK als Maßstab für eine Neuauflage dieses Geschäfts nehmen kann, ist fraglich.
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