Gerücht: Axel Springer Gruppe hat Interesse am Portal T-Online.de
Die Telekom plant laut übereinstimmenden Medienberichten den Verkauf des Portals t-online.de. Aktuell ist t-online.de der Auswertung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof) nach mit 27,5 Millionen Besuchern im vergangenen Monat das reichweitenstärkste Online-Medium in Deutschland.
Daher ist die Webseite auch von besonderem Interesse für die diversen Verlage und dürfte nicht gerade ein Schnäppchen werden. Dass der Verkauf von Seiten der Telekom soweit als beschlossene Sache gesehen wird, berichtete unter anderem das Handelsblatt. Deren Magazin die Wirtschaftswoche hatte vom feststehenden Wunsch des Telekom-Chefs Timotheus Höttges, das Portal zu verkaufen, zuerst berichtet. Die Telekom will das Portal abstoßen und führt derzeit Gespräche mit verschiedenen Interessenten. Ob sich die Telekom dann komplett zurückziehen wird, oder Anteile behalten wird, sollen die Verhandlungen zeigen.
T-Online.de gehört neben ebay.de und bild.de zu den reichweitenstärksten Internetauftritten in Deutschland. Der Verkauf ist daher von großer Bedeutung.
Springer-Chef Mathias Döpfner hatte dabei die Maxime ausgerufen, sein Unternehmen zum "führenden digitalen Verlag" anwachsen zu lassen. Axel Springer betreibt neben bild.de weitere reichweitenstarke Onlineauftritte wie Stepstone und Autohaus24.
T-Online.de gehört neben ebay.de und bild.de zu den reichweitenstärksten Internetauftritten in Deutschland. Der Verkauf ist daher von großer Bedeutung.
Heißer Übernahme-Kandidat: Axel Springer
Auch zu den potentiellen Erwerbern gibt es einige Gerüchte. Wie das Handelsblatt berichtet, ist der Axel-Spinger-Verlag ein heißer Kandidat für die Übernahme von t-online.de. Die Informationen über die Verhandlungen sind der Wirtschaftswoche aus Unternehmenskreisen zugespielt worden, schreibt das Magazin. Die Gespräche seien aber noch in einem "sehr frühen Stadium".Ungeheuere Ballung der Reichweiten
Dennoch erinnern diese nicht bestätigten Gerüchte an die Übernahmeverhandlungen von Axel Springer und der ProSiebenSat.1-Gruppe. Denn ähnlich wie damals, als das Bundeskartellamt sich gegen einen Zusammenschluss ausgesprochen hatte, geht es jetzt wieder um eine ungeheuere Ballung der Reichweiten. Genau diese Marktmacht von Springer und t-online.de würde aber wieder die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen.Springer-Chef Mathias Döpfner hatte dabei die Maxime ausgerufen, sein Unternehmen zum "führenden digitalen Verlag" anwachsen zu lassen. Axel Springer betreibt neben bild.de weitere reichweitenstarke Onlineauftritte wie Stepstone und Autohaus24.
Wie soll es für t-online.de weitergehen?
Der Spiegel hat derweil noch weitere Informationen zu dem Verkaufswunsch der Telekom: Tomorrow Focus soll bereits aus den Verhandlungen ausgestiegen sein. Zudem soll ein Lizenzmodell in Frage kommen, bei dem die Telekom die Rechte an t-online.de weitergeben würde. Für die Telekom ist das Portal derzeit auch ein Einstiegspunkt für die zahlreichen t-online.de-Email-Nutzer und als Werbe- und Angebotsportal für die verschiedenen Telekom-Produkte. Das sollte auch nach einer Übernahme so bleiben, weshalb es wahrscheinlicher ist, dass die Telekom selbst noch Anteile behalten wird und sich nur einen Verlags-Partner an die Seite stellen will.
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