Samsung-Erbe muss Verantwortung für Seuchen-Ausbruch übernehmen
Selbst ein Unternehmen wie der Elektronikkonzern Samsung kann mit all seinen High End-Technologien und durchgestylten Prozessen schlicht darin versagen, einen Seuchenausbruch effektiv unter Kontrolle zu bekommen. Ein Erbe des Imperiums musste sich nun öffentlich für die Rolle entschuldigen, die das Unternehmen beim aktuellen MERS-Ausbruch spielte.
Infografik: MERS vor dem Ausbruch in Südkorea
Samsung ist das beherrschende Unternehmen in Südkorea und steht entsprechend auch im Fokus der Öffentlichkeit. Um hier ein gutes Bild abzugeben, finanziert der Konzern verschiedene gemeinnützige Einrichtungen - darunter das Samsung Medical Centre, das eines der größten Krankenhäuser im Land ist. Ausgerechnet dieses entwickelte sich aber zu einem Zentrum des MERS-Ausbruches, der Südkorea seit Mai in Atem hält.
Die Krankheit ist eigentlich eher im Mittleren Osten zuhause - wie schon am Namen zu sehen ist: Middle East Respiratory Syndrome. Erreger ist ein Virus, der eigentlich nur selten von Mensch zu Mensch übertragen wird. Häufig verbreitet er sich über kontaminierte Kamel-Milch und verursacht Erkrankungen der Atemwege, Lungenentzündungen und Nierenversagen.
Der aktuelle Ausbruch in Südkorea ist daher nicht gerade ein zu erwartender Fall. Trotzdem starben bereits 27 Menschen an der Infektion. Offiziell wurden 175 infizierte Personen verzeichnet. Mehr als die Hälfte von diesen - 85 Menschen - infizierten sich in dem Samsung-Krankenhaus, wo sie sich als Patienten, Angehörige oder Mitarbeiter aufhielten. Das berichtete die britische Tageszeitung The Guardian.
Nach dem bisherigen Kenntnisstand war die Ursache hierfür ein Leiharbeiter, der wohl zu früh aus der Quarantäne entlassen wurde und wieder an seinen Arbeitsplatz in der Klinik zurückkehrte. Erst später wurde bei ihm die Erkrankung diagnostiziert.
"Unser Samsung Medical Centre konnte die Infektionen und die Verbreitung von MERS nicht aufhalten und verursachte so viele Schmerzen und Sorgen in der Gesellschaft", erklärte Lee Jae-yong in einem öffentlichen Fernsehauftritt. Der 47-Jährige ist der Sohn des inzwischen 73 Jahre alten Aufsichtsratsvorsitzenden von Samsung, Lee Kun-hee. Er hatte erst in der vergangenen Woche den Vorsitz über die Samsung Foundation übernommen, die das Hospital betreibt.
Ausgerechnet an seinem Geburtstag musste Lee nun vor die Kameras treten und sich im Namen seiner Organisation erklären. "Ich neige zur Entschuldigung meinen Kopf", sagte er. Ob dies allerdings reichen wird, ist fraglich. Inzwischen wird der Ruf nach einer gründlichen Untersuchung des Vorfalls lauter.
Infografik: MERS vor dem Ausbruch in Südkorea
Samsung ist das beherrschende Unternehmen in Südkorea und steht entsprechend auch im Fokus der Öffentlichkeit. Um hier ein gutes Bild abzugeben, finanziert der Konzern verschiedene gemeinnützige Einrichtungen - darunter das Samsung Medical Centre, das eines der größten Krankenhäuser im Land ist. Ausgerechnet dieses entwickelte sich aber zu einem Zentrum des MERS-Ausbruches, der Südkorea seit Mai in Atem hält.
Die Krankheit ist eigentlich eher im Mittleren Osten zuhause - wie schon am Namen zu sehen ist: Middle East Respiratory Syndrome. Erreger ist ein Virus, der eigentlich nur selten von Mensch zu Mensch übertragen wird. Häufig verbreitet er sich über kontaminierte Kamel-Milch und verursacht Erkrankungen der Atemwege, Lungenentzündungen und Nierenversagen.
Der aktuelle Ausbruch in Südkorea ist daher nicht gerade ein zu erwartender Fall. Trotzdem starben bereits 27 Menschen an der Infektion. Offiziell wurden 175 infizierte Personen verzeichnet. Mehr als die Hälfte von diesen - 85 Menschen - infizierten sich in dem Samsung-Krankenhaus, wo sie sich als Patienten, Angehörige oder Mitarbeiter aufhielten. Das berichtete die britische Tageszeitung The Guardian.
Nach dem bisherigen Kenntnisstand war die Ursache hierfür ein Leiharbeiter, der wohl zu früh aus der Quarantäne entlassen wurde und wieder an seinen Arbeitsplatz in der Klinik zurückkehrte. Erst später wurde bei ihm die Erkrankung diagnostiziert.
"Unser Samsung Medical Centre konnte die Infektionen und die Verbreitung von MERS nicht aufhalten und verursachte so viele Schmerzen und Sorgen in der Gesellschaft", erklärte Lee Jae-yong in einem öffentlichen Fernsehauftritt. Der 47-Jährige ist der Sohn des inzwischen 73 Jahre alten Aufsichtsratsvorsitzenden von Samsung, Lee Kun-hee. Er hatte erst in der vergangenen Woche den Vorsitz über die Samsung Foundation übernommen, die das Hospital betreibt.
Ausgerechnet an seinem Geburtstag musste Lee nun vor die Kameras treten und sich im Namen seiner Organisation erklären. "Ich neige zur Entschuldigung meinen Kopf", sagte er. Ob dies allerdings reichen wird, ist fraglich. Inzwischen wird der Ruf nach einer gründlichen Untersuchung des Vorfalls lauter.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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