Gratis-Streaming auf Spotify:
Apple setzt Labels massiv unter Druck
Der kalifornische IT-Riese Apple betreibt mit iTunes die vermutlich erfolgreichste digitale Musikplattform der Welt, entsprechend gute Kontakte hat man in die Industrie. Derzeit bereitet man eine eigene Streaming-Plattform vor und setzt offenbar die Plattenfirmen unter Druck, damit diese ihre kostenlosen Angebote auf Spotify beenden.
Dass Apple (wie viele andere große Konzerne) gerne seine Marktmuskeln spielen lässt, um das eigene Geschäft abzusichern, ist keine Überraschung. Dabei spielt es keine Rolle, ob man einen Trend "erfunden" hat oder nicht. So scheint es auch im Fall Spotify zu sein: Denn wie The Verge in Erfahrung bringen konnte, hat das US-amerikanische Justizministerium Ermittlungen gegen den Konzern aus Cupertino aufgenommen. Das Department of Justice (DOJ) untersucht die Geschäftspraktiken von Apple im Vorfeld des Starts des eigenen Streaming-Dienstes.
Denn Apple soll große Plattenfirmen dazu drängen, dass diese ihre kostenlosen "Ebenen" vor allem auf Spotify aufgeben. Das Ziel ist natürlich offensichtlich: Das soll die Konkurrenz für den Apple-eigenen derzeit vorbereiteten Streaming-Dienst "dramatisch" reduzieren, so das Technik-Blog.
Denn Apple soll große Plattenfirmen dazu drängen, dass diese ihre kostenlosen "Ebenen" vor allem auf Spotify aufgeben. Das Ziel ist natürlich offensichtlich: Das soll die Konkurrenz für den Apple-eigenen derzeit vorbereiteten Streaming-Dienst "dramatisch" reduzieren, so das Technik-Blog.
"These guys are cutthroat"
Das DOJ hat dem Bericht zufolge auch bereits zahlreiche hochrangige Manager aus der Musikindustrie zu den Geschäftspraktiken Apples befragt. Und die sagen offenbar wenig Schmeichelhaftes über Apple: "Bis hin zu (CEO) Tim Cook: Diese Typen sind Halsabschneider", beschreibt eine Quelle laut The Verge die Skrupellosigkeit des Konzerns (Anmerkung zum Zitat: frei übersetzt "...gehen über Leichen").Auch EU ermittelt
Nicht nur in den USA hat der bevorstehende Apple-Streaming-Dienst die Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen: Laut New York Post hat die Wettbewerbsbehörde der Europäischen Kommission ebenfalls Ermittlungen aufgenommen, auch die EU soll derzeit untersuchen, ob Apple mit den Labels "zusammenarbeitet", um die "Freemium" genannten kostenlosen Streaming-Angebote aus dem Markt zu drängen.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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