Nokia bereitet seinen Großangriff im Mobilfunkmarkt vor
Nach dem Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft bereitet der übrig gebliebene Teil des finnischen Mobilfunk-Unternehmens Nokia den nächsten Schritt vor: Man will den Konkurrenten Alcatel-Lucent übernehmen und sich damit für einen Angriff auf den Netzwerk-Ausrüster Ericsson wappnen.
Laut einer Stellungnahme Nokias sei zwar noch nichts in trockenen Tüchern, doch befänden die Verhandlungen sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Fraglich ist allerdings noch, ob es zu einer kompletten Übernahme kommt oder Nokia letztlich nur das Mobilfunk-Geschäft von Alcatel-Lucent aufkauft. Letzteres macht mit einem Umsatz von rund 4,7 Milliarden Euro etwas mehr als ein Drittel des gesamten Geschäfts des französisch-amerikanischen Unternehmens aus.
Schwierig sind die Verhandlungen vor allem, weil nicht nur die jeweiligen Kartellbehörden, sondern auch die französische Regierung einem Deal zustimmen müsste. Zuletzt hatten die Franzosen aber verschiedene Zusammenschlüsse mit ausländischen Unternehmen abgelehnt. Dabei geht es der Politik vor allem darum, das Know-How bei Spitzentechnologien im Land zu halten. Nokia müsste hier also zu entsprechenden Zusicherungen bereit sein, wenn die Übernahme klappen soll.
Eine Fusion beider Unternehmen wäre hinsichtlich der Zukunft aller Beteiligten sicherlich kein schlechter Schritt. Denn sowohl Nokia als auch Alcatel-Lucent stehen nicht nur durch die Marktmacht Ericssons im Mobilfunk-Bereich kräftig unter Druck. Hinzu kommen auch aggressiv expandierende Konkurrenten aus China - allen voran Huawei.
Ein Zusammenschluss könnte hier insbesondere für eine Bündelung der bisherigen Aktivitäten beider Firmen auf dem chinesischen Markt sorgen. Nokia bekäme außerdem Zugang zu wichtigen Aufträgen auf dem US-Markt, wo Alcatel-Lucent die beiden größten Mobilfunk-Netzbetreiber Verizon und AT&T mit Hardware versorgt.
Zum Thema: Nokia soll über den Verkauf von Kartendienst Here nachdenken
Schwierig sind die Verhandlungen vor allem, weil nicht nur die jeweiligen Kartellbehörden, sondern auch die französische Regierung einem Deal zustimmen müsste. Zuletzt hatten die Franzosen aber verschiedene Zusammenschlüsse mit ausländischen Unternehmen abgelehnt. Dabei geht es der Politik vor allem darum, das Know-How bei Spitzentechnologien im Land zu halten. Nokia müsste hier also zu entsprechenden Zusicherungen bereit sein, wenn die Übernahme klappen soll.
Eine Fusion beider Unternehmen wäre hinsichtlich der Zukunft aller Beteiligten sicherlich kein schlechter Schritt. Denn sowohl Nokia als auch Alcatel-Lucent stehen nicht nur durch die Marktmacht Ericssons im Mobilfunk-Bereich kräftig unter Druck. Hinzu kommen auch aggressiv expandierende Konkurrenten aus China - allen voran Huawei.
Ein Zusammenschluss könnte hier insbesondere für eine Bündelung der bisherigen Aktivitäten beider Firmen auf dem chinesischen Markt sorgen. Nokia bekäme außerdem Zugang zu wichtigen Aufträgen auf dem US-Markt, wo Alcatel-Lucent die beiden größten Mobilfunk-Netzbetreiber Verizon und AT&T mit Hardware versorgt.
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