LG-Manager wegen Waschmaschinen-'Sabotage' angeklagt (Update)
Auf der letzten Ausgabe der IFA kam es am Rande zu einer "schmutzigen" Aktion eines LG-Managers: Dieser beschädigte in einem Berliner Elektronikmarkt Waschmaschinen des Konkurrenten Samsung, indem er sich auf die Türen der Geräte lehnte, sodass diese danach nicht mehr zu gebrauchen waren. Der Fall beschäftigt nun in Südkorea die Gerichte.
Vier der 'Crystal Blue'-Maschinen sollen LG-Mitarbeiter vorsätzlich beschädigt haben
Im September des vergangenen Jahres hatte Jo Seong-jin, Chef der Haushaltsgeräte-Abteilung von LG Electronics, einen Berliner Elektronikmarkt besucht. Um seinen Kollegen zu beweisen, dass Samsungs "Crystal Blue"-Waschmaschinen nichts aushalten, hatten sich der LG-Manager und zwei seiner Kollegen gegen die Türen der Geräte gelehnt, sodass sich diese verbogen haben und sich nicht mehr ordnungsgemäß schließen ließen.
Jo Seong-jin kaufte die beschädigten Maschinen danach, für die Berliner Polizei war die Sache damit erledigt. Nicht so in Südkorea: Dort haben sich Samsung und LG deswegen gegenseitig verklagt, Ende des Jahres kam es sogar zu einer Razzia, bei der Akten und Computer von Jo Seong-jin beschlagnahmt worden sind.
Wie das Wall Street Journal nun berichtet sind die insgesamt drei LG-Manager wegen dieser vorsätzlichen Beschädigung bzw. Rufschädigung und Geschäftsstörung angeklagt worden. LG ließ über einen Anwalt ausrichten, dass es fraglich sei, ob genug Beweise für den Vorsatz bei dieser Angelegenheit vorliegen. LG hat dabei immer wieder auf die "minderwertige Verarbeitung" der Samsung-Geräte verwiesen und gemeint, dass diese "besonders schwache Scharniere" hätten.
Update: LG hat inzwischen ein Video u. a. mit Aufnahmen der Überwachungskameras veröffentlicht. Wir haben leider keine Ahnung, was die vielen Texteinblendungen bedeuten, es ist aber wohl eine ausführliche Beweisführung für die Unschuld der LG-Mitarbeiter sowie die miese Qualität Samsungs.
Schmutziges Geschäft
LG und Samsung sind bekanntermaßen südkoreanische Unternehmen, doch die gemeinsame Herkunft kann ihre erbitterte Feindschaft nicht verhindern oder eindämmen. Entsprechend ist das "Waschmaschine-Gate" der vergangenen IFA auch nicht Geschichte, ganz im Gegenteil.
Vier der 'Crystal Blue'-Maschinen sollen LG-Mitarbeiter vorsätzlich beschädigt haben
Im September des vergangenen Jahres hatte Jo Seong-jin, Chef der Haushaltsgeräte-Abteilung von LG Electronics, einen Berliner Elektronikmarkt besucht. Um seinen Kollegen zu beweisen, dass Samsungs "Crystal Blue"-Waschmaschinen nichts aushalten, hatten sich der LG-Manager und zwei seiner Kollegen gegen die Türen der Geräte gelehnt, sodass sich diese verbogen haben und sich nicht mehr ordnungsgemäß schließen ließen.
Jo Seong-jin kaufte die beschädigten Maschinen danach, für die Berliner Polizei war die Sache damit erledigt. Nicht so in Südkorea: Dort haben sich Samsung und LG deswegen gegenseitig verklagt, Ende des Jahres kam es sogar zu einer Razzia, bei der Akten und Computer von Jo Seong-jin beschlagnahmt worden sind.
Wie das Wall Street Journal nun berichtet sind die insgesamt drei LG-Manager wegen dieser vorsätzlichen Beschädigung bzw. Rufschädigung und Geschäftsstörung angeklagt worden. LG ließ über einen Anwalt ausrichten, dass es fraglich sei, ob genug Beweise für den Vorsatz bei dieser Angelegenheit vorliegen. LG hat dabei immer wieder auf die "minderwertige Verarbeitung" der Samsung-Geräte verwiesen und gemeint, dass diese "besonders schwache Scharniere" hätten.
Update: LG hat inzwischen ein Video u. a. mit Aufnahmen der Überwachungskameras veröffentlicht. Wir haben leider keine Ahnung, was die vielen Texteinblendungen bedeuten, es ist aber wohl eine ausführliche Beweisführung für die Unschuld der LG-Mitarbeiter sowie die miese Qualität Samsungs.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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