Top-Manager hinter Game of War wollte sich mit Nutzerdaten absetzen

Ein ehemaliger Top-Manager des Spieleherstellers Machine Zone, der mit seinem Smartphone-Titel "Game of War" bekannt geworden ist, wurde bei dem Versuch verhaftet, sich mit einer Kopie der Nutzerdaten ins Ausland abzusetzen. Am Flughafen schlug die US-Bundespolizei FBI zu.
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Der 42-Jährige kam nach mehreren anderen Stationen bei chinesischen und US-amerikanischen Technologie-Unternehmen Ende letzten Jahres zu Machine Zone. Dort wurde er mit der Leitung des Teams betraut, das sich um die globale Infrastruktur kümmert, die hinter dem Mobile-Game in der Cloud arbeitet. Allerdings stellte sich zwischen ihm und dem Unternehmen keine engere Bindung ein.

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Wie das Wall Street Journal berichtet, sei der Manager bereits im Frühjahr bei seinen Chefs vorstellig geworden und wollte lieber einem anderen Team zugeteilt werden, wohl weil er mit seinen Untergebenen nicht klar kam. Das Versetzungsgesuch wurde aber abgelehnt. Einige Zeit später war klar, dass es nicht passt und man machte dem Mann klar, dass er seinen Job nicht mehr lange haben wird.

Als Reaktion darauf soll er begonnen haben, eine ganze Reihe von Daten aus dem Firmennetz zu kopieren. Das sollen Logfiles aus der IT-Abteilung belegen. Betroffen waren unter anderem Daten über das Nutzungsverhalten der Spieler. Als der Manager von seinen Vorgesetzten mit der Entdeckung konfrontiert wurde, soll er versucht haben, die Daten als Druckmittel für eine höhere Abfindung einzusetzen. Zwar hatte das Unternehmen ihm eine Zahlung über drei Monatsgehälter zugesichert, er wollte aber mindestens das Doppelte.

Dabei machte er dem Vernehmen nach widersprüchliche Angaben darüber, wie viele Kopien es von den Daten gibt und wo diese aufbewahrt werden. Irgendwann wurde es der Firma zu viel und man setzte sich mit dem FBI in Verbindung. Ermittler der Behörde nahmen den Mann dann in der vergangenen Woche fest, als er - offenbar mit den gestohlenen Daten im Gepäck - ein Flugzeug nach China besteigen wollte. Was er mit den Daten plante, ist noch unklar.
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