Ford-Chef: Autohersteller müssen Schicksal der Handybranche fürchten
Wenn die Autohersteller in den kommenden Jahren nicht aufpassen, droht die Gefahr, dass sie von den Geschäftsmodellen anderer Branchen abhängig werden. Davor warnte der Chef des Automobilkonzerns Ford, Mark Fields, anlässlich der beginnenden Messe Car Connects in Bochum.
In verschiedenen Bereichen werden Unternehmen aus anderen Industrien in den kommenden Jahren zunehmend Einfluss auf den Markt nehmen. "Da gibt es welche, von denen wir vor fünf Jahren niemals gedacht hätten, dass sie zu Konkurrenten werden könnten", erklärte Fields laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, ohne allerdings zu konkret zu werden.
"Sie schauen sich unsere Industrie an und nehmen nichts als gegeben hin, sie stellen die Traditionen in Frage und reißen Mauern ein", so der Ford-Chef, der in dieser Situation auch ein klares Ziel hat: "Ich will sicherstellen, dass Ford nicht endet wie die Handy-Branche."
Diese musste gleich zwei schwere Schläge verkraften. Im Laufe der 1990er Jahre wurden die Unternehmen in dem Bereich quasi zu einfachen Zulieferern der Mobilfunk-Betreiber degradiert. Aus eigener Kraft haben sie es nie geschafft, wieder aus dieser Rolle herauszukommen. Die Lage änderte sich erst, als Unternehmen von Außen hinzukamen und den gesamten Sektor mit ihren Smartphones überrollten. Heute spielen eher die Mobilfunker die untergeordnete Rolle, von den klassischen Größen der Handy-Industrie hat aber faktisch keiner den Umwälzungsprozess so überstanden, dass er noch eine nennenswerte Rolle in dem Markt spielen würde.
Ähnliches könnte auch mit den Autoherstellern passieren. Aktuell stürmen zahlreiche Technologie-Unternehmen in den Automotiv-Bereich. Die Fahrzeuge werden immer stärker mit Smartphones und anderen Systemen vernetzt. Insbesondere in den Städten könnte dies zu einem Punkt führen, an dem Car-Sharing-Konzepte so überlegen werden, dass sie das klassische Auto in Privatbesitz ablösen. Den direkten Kontakt zum Verbraucher hätte dann der Diensteanbieter, während die großen Automarken nur noch eine ähnliche Rolle spielen, wie die Handy-Hersteller bei den Netzbetreibern.
Ebenfalls aus der Technologie-Branche heraus laufen die Bestrebungen, die klassischen Autos durch selbstfahrende Systeme zu ersetzen. Dies könnte das Geschäft der Hersteller in dem Bereich zusätzlich kräftig durcheinanderwirbeln. Zwar sind verschiedene Auto-Konzerne bei dieser Entwicklung ebenfalls dabei - doch auch die großen Handy-Hersteller mit all ihren Erfahrungen im Mobile-Business konnten sich letztlich mit ihren eigenen Smartphone-Entwicklungen nicht behaupten.
"Sie schauen sich unsere Industrie an und nehmen nichts als gegeben hin, sie stellen die Traditionen in Frage und reißen Mauern ein", so der Ford-Chef, der in dieser Situation auch ein klares Ziel hat: "Ich will sicherstellen, dass Ford nicht endet wie die Handy-Branche."
Diese musste gleich zwei schwere Schläge verkraften. Im Laufe der 1990er Jahre wurden die Unternehmen in dem Bereich quasi zu einfachen Zulieferern der Mobilfunk-Betreiber degradiert. Aus eigener Kraft haben sie es nie geschafft, wieder aus dieser Rolle herauszukommen. Die Lage änderte sich erst, als Unternehmen von Außen hinzukamen und den gesamten Sektor mit ihren Smartphones überrollten. Heute spielen eher die Mobilfunker die untergeordnete Rolle, von den klassischen Größen der Handy-Industrie hat aber faktisch keiner den Umwälzungsprozess so überstanden, dass er noch eine nennenswerte Rolle in dem Markt spielen würde.
Ähnliches könnte auch mit den Autoherstellern passieren. Aktuell stürmen zahlreiche Technologie-Unternehmen in den Automotiv-Bereich. Die Fahrzeuge werden immer stärker mit Smartphones und anderen Systemen vernetzt. Insbesondere in den Städten könnte dies zu einem Punkt führen, an dem Car-Sharing-Konzepte so überlegen werden, dass sie das klassische Auto in Privatbesitz ablösen. Den direkten Kontakt zum Verbraucher hätte dann der Diensteanbieter, während die großen Automarken nur noch eine ähnliche Rolle spielen, wie die Handy-Hersteller bei den Netzbetreibern.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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