Vom hässlichen Entlein zur Programmiersprache des Jahres 2014

Noch vor einigen Jahren war sie in der Entwickler-Szene vor allem Spott und Schmähungen ausgesetzt - nun ist sie zur Programmiersprache des Jahres 2014 gekürt worden: JavaScript ist inzwischen zu einem der wichtigsten Werkzeuge in den Händen von Programmierern geworden.
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Laut dem TIOBE-Index, mit dem versucht wird, die Bedeutung und Popularität von Programmiersprachen zu messen, hat JavaScript im Laufe des vergangenen Jahres am stärksten zugelegt. In dem Ranking verbuchte die Skriptsprache zuletzt 1,7 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr und verbesserte sich so vom 9. auf den 7. Platz.

Die Großen lassen Federn

An der Spitze gibt es ansonsten wenig Bewegung. Auf den ersten drei Rängen stehen unverändert C, Java und Objective-C. Dahinter folgen C++, C# und PHP. Allerdings haben alle diese Top-Programmiersprachen Federn lassen müssen. Am stärksten traf es dabei Objective-C. Die Apple-Sprache hatte es mit dem Aufstieg der Mobile-Plattform iOS in den letzten Jahren in immer höhere Gefilde verschlagen. Nun verzeichnete sie satte 4,14 Prozentpunkte Verlust im Ranking.

Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass Apple mit Swift inzwischen eine weitere Sprache veröffentlicht hat, mit der iOS-Anwendungen entwickelt werden können. Dafür spricht auch, dass Objective-C noch bis zum Spätsommer zulegte. Apple hatte Swift auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC im Juni vorgestellt und es dürfte anschließend einige Wochen gedauert haben, bis die Programmierer sich in die Neuentwicklung eingearbeitet hatten.

TIOBE-Index: Daten Januar 2015TIOBE-Index: Daten Januar 2015TIOBE-Index: Daten Januar 2015TIOBE-Index: Daten Januar 2015

Der TIOBE-Index gilt seit Jahren als einer der Standards für die Bewertung der Bedeutung von Programmiersprachen - auch wenn er nicht unumstritten ist. So stehen die Methoden, mit denen das Ranking zusammengestellt wird, in der Kritik. Es fließen hier vor allem Analysen von Suchmaschinendaten ein, aber auch Faktoren wie die Häufigkeit von Seminarangeboten. Doch selbst wenn die Kriterien komplett überarbeitet würden, dürfte die Kritik kaum abreißen, da es schwer ist, eine allgemeingültige Datenbasis zu dem Thema zu erhalten.
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