Nach dem Sony-Hack: USA starten neue Sanktionen gegen Nordkorea

Das US-Schatzamt hat heute in einer Presseerklärung eine Ausweitung der Sanktionen gegen Nord-Korea bekannt gegeben. Präsident Barack Obama verschärft mit der neuen Anordnung die Handelsrichtlinien mit dem kommunistischen Staat und schließt weitere Personen und Institutionen vom Handel aus.
Sony Pictures, The Interview, Sony-Hack
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Die neue Sanktions-Anordnung trägt den Namen "Action Targets the Government of North Korea in Response to Recent Provocations" - und ist damit eine offizielle Reaktion auf die jüngsten Spannungen, die nach dem Sony-Hack aufgekommen waren. Die US-Regierung hatte Nord-Korea beschuldigt, Drahtzieher hinter dem großen Hackerangriff auf Sony zu stecken, um die Veröffentlichung des Films "The Interview" zu verhindern. Nord-Korea bestritt dies.

Antwort auf anhaltende Provokationen

In der neuen Sanktions-Ankündigung heißt es ausdrücklich, dass das neue Embargo eine Antwort auf die anhaltenden Provokationen der Republik Nord-Korea seien, und zwar im speziellen auf die Cyberattacke auf Sony Pictures und die Drohungen gegen Kinos und Kinogänger.

"In response to the Government of the Democratic People's Republic of Korea's numerous provocations, particularly the recent cyber-attack targeting Sony Pictures Entertainment and the threats against movie theaters and moviegoers, President Obama today signed an Executive Order (E.O.) authorizing the imposition of sanctions against the Government of North Korea and the Workers' Party of Korea."

Geheimdienst

Das Handelsembargo schließt damit Geschäfte zwischen US-Anbietern und mehreren nord-koreanischen Firmen beziehungsweise Behörden aus: Genannt wurden der nordkoreanische Geheimdienst RGB (Reconnaissance General Bureau), die staatliche Bergwerksgesellschaft (Korea Mining Development Trading Corporation, kurz KOMID) und die Korea Tangun Trading Corporation.

Dazu wurden zehn Personen direkt erwähnt, allesamt offizielle Staatsbedienstete, die als Diplomaten im Ausland tätig sind oder in Nord-Korea selbst hohe Posten haben. Diese Personen werden nun vom US-Handelsverkehr ausgeschlossen.

Die Anordnung tritt heute in Kraft und wird als erweiterte Sanktion Nord-Korea noch weiter ins Abseits vom Weltmarkt stellen, heißt es in der offiziellen Bekanntgabe. Man werde sich dieses Mittels gern noch weiter bemächtigen, um den Druck zu erhöhen, heißt es weiter.

Siehe auch: The Interview: FBI macht Nordkorea für Sony-Hack verantwortlich
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