Partei-Dokus und Co.: Nordkorea bastelt sich sein eigenes "Netflix"
Die Führung des kommunistischen Regimes in Nordkorea will in Bezug auf das Fernsehen von der Stein- in die Neuzeit: Das bedeutet, dass man sich seinen eigenen Netflix-"Konkurrenten" basteln will. Das wirft allerdings so manche Frage auf, allen voran wie man das umsetzen will und ob mehr als nur die Eliten des Landes davon etwas haben werden.
Im Mittelpunkt des Angebots soll eine Set-Top-Box namens "Manbang" stehen. Der Name dürfte bei englischsprachigen Nutzern für Gekicher sorgen, der Begriff soll aber so viel wie "überall" und "in jede Richtung" heißen.
Viel mit Netflix und Co. wird der Dienst aber nicht zu tun haben, wenn überhaupt. Denn als Inhalte werden die Zuseher Spannendes wie Dokumentationen über die Partei und vor allem Kim Jong-un "erleben" können, es werden außerdem Russisch- und Chinesisch-Kurse angeboten.
Es soll insgesamt fünf verschiedene Kanäle geben, es ist aber nicht klar, ob es sich dabei um Internet Protocol Television (IPTV) oder Video On Demand (VOD) handelt, allzu genau äußerte sich das nordkoreanische Staatsfernsehen dazu nicht.
Eine weitere Frage ist, wie und für wen die nordkoreanische Staatsführung das umsetzt. Denn das Internet ist dort nur in stark begrenztem bzw. kontrolliertem Umfang verfügbar - wenn man es überhaupt als "Internet" bezeichnen kann, da es eigentlich nur ein Intranet ist. Wenn "Manbang" tatsächlich mehr ist als nur Propaganda, dann ist es aller Wahrscheinlichkeit nach nur ein Vergnügen, das für die Eliten des Landes gedacht ist.
"Im Stil von Netflix"
Netflix ist mittlerweile in praktisch allen Ländern der Erde verfügbar, Ausnahmen sind China sowie Staaten, gegen die die US-Regierung strenge Wirtschaftssanktionen aufrechterhält, darunter Nordkorea. Das dortige Regime will diese Lücke aber selbst schließen: Wie die von den USA aus betriebene Seite NK News unter Berufung auf das nordkoreanische Staatsfernsehen berichtet (via Forbes), möchte das kommunistische Regime einen eigenen Dienst "im Stil von Netflix" aufbauen und etablieren.Im Mittelpunkt des Angebots soll eine Set-Top-Box namens "Manbang" stehen. Der Name dürfte bei englischsprachigen Nutzern für Gekicher sorgen, der Begriff soll aber so viel wie "überall" und "in jede Richtung" heißen.
Viel mit Netflix und Co. wird der Dienst aber nicht zu tun haben, wenn überhaupt. Denn als Inhalte werden die Zuseher Spannendes wie Dokumentationen über die Partei und vor allem Kim Jong-un "erleben" können, es werden außerdem Russisch- und Chinesisch-Kurse angeboten.
Es soll insgesamt fünf verschiedene Kanäle geben, es ist aber nicht klar, ob es sich dabei um Internet Protocol Television (IPTV) oder Video On Demand (VOD) handelt, allzu genau äußerte sich das nordkoreanische Staatsfernsehen dazu nicht.
Eine weitere Frage ist, wie und für wen die nordkoreanische Staatsführung das umsetzt. Denn das Internet ist dort nur in stark begrenztem bzw. kontrolliertem Umfang verfügbar - wenn man es überhaupt als "Internet" bezeichnen kann, da es eigentlich nur ein Intranet ist. Wenn "Manbang" tatsächlich mehr ist als nur Propaganda, dann ist es aller Wahrscheinlichkeit nach nur ein Vergnügen, das für die Eliten des Landes gedacht ist.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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