Preiskampf Musik-Stream: nach Spotify senkt Apple Beats die Preise

Apple läutet den nächsten Preiskampf ein. Nachdem Spotify mit einer neuen Initiative vergünstigte Preise für Familien-Accounts eingeführt hat, zieht Apple mit dem neu erworbenen Musikdienst Beats Music nun nach.
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Beats Music
Beats Music soll schon bald den monatlichen Abopreis von derzeit 10 auf nur 5 US-Dollar senken, schreibt das Tech-Blog Recode und bezieht sich dabei auf interne Quellen bei Beats. Dass Apple mit dem aufgekauften Dienst Großes vor hat, wurde seit den ersten Gerüchten zur Übernahme gemutmaßt. Denn bisher sieht es für Apple so aus, dass man sich mit iTunes in einer Sackgasse befindet.

Anschluss verpasst

Außer dem - mehr schlecht als recht gepflegten und bei den Kunden unbeliebten - iTunes Radio hat Apple noch kein Streamingangebot für Musik. Dabei ist Musik und deren Verbreitung über den iPod eines der Hauptgeschäfte des Konzerns gewesen. Doch irgendwann haben sie den Anschluss verpasst, keine lukrativen Deals mit den Plattenfirmen schließen können und die Konkurrenz in Form von Spotify, Deezer und Co an sich vorbei ziehen sehen.

Genaue Informationen, zu wann Beats die Preise senken wird und ob das mit einem Relaunch, eventuell mit einer Namensumbenennung nach dem Aufkauf durch Apple verbunden wird, ist noch nicht klar. Derzeit gibt es Beats außerdem offiziell nur für Kunden innerhalb der USA.

Apple meint, der Preis für Musikstreaming sei derzeit zu hoch angesetzt, schreibt Re-Code. Gleiches meint auch Spotify, die gestern bestätigt haben, ihre Abo-Raten für Familienaccounts anpassen zu wollen.

Siehe auch: Spotify führt Familien-Zugang für fünf Nutzer gleichzeitig ein

Musikstreaming könnte sich zum nächsten großen umkämpften Markt entwickeln. Denn nachdem die Downloadzahlen für die Musikindustrie insgesamt rückläufig sind, erreichen die Streamingdienste immer mehr Kunden weltweit.

Neue Preisstruktur

Derzeit kostet ein Monatsabo bei den Musikdiensten rund 10 US-Dollar / 10 Euro. Das ist mehr als viele Video-Streamingangebote im Monat verlangen und deutlich mehr, als der Durchschnittsbürger in den Hochzeiten der Musikindustrie im Durchschnitt im Monat für neue Platten ausgab, unterstreicht Re-Code. Ob sich das nun bald ändern wird, bleibt noch offen.
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