Samsung wird in Europa keine Notebooks mehr verkaufen
Wer demnächst ein neues Notebook benötigt und gern ein Gerät von Samsung haben möchte, sollte schnell in den Lagerbeständen zuschlagen. Denn der südkoreanische Elektronikkonzern wird zukünftig keine tragbaren Rechner mehr in Europa verkaufen.
Weder mit Windows-Notebooks noch mit Chromebooks werde das Unternehmen zukünftig in unseren Breiten vor Ort sein. Einen entsprechenden Bericht des britischen Magazins PC Advisor bestätigte der Konzern. Damit folgt Samsung dem Beispiel des japanischen Konkurrenten Sony, der bereits Anfang dieses Jahres seinen Rückzug aus dem Geschäft erklärte.
Nachträglich ergeben so einige Anzeichen aus den letzten Monaten auch Sinn. Zwar hatte Samsung seine Produktlinie noch um die Modelle Ativ Book 9 Plus und Ativ Book 9 Lite erweitert, doch schon auf der IFA glänzte Samsung im Bereich der Notebooks mit Abwesenheit. Mit der Entscheidung stelle man sich auf die Nachfrage in dem fraglichen Markt ein, hieß es nun.
Aktuell gibt es noch keine Informationen darüber, wie sich der Schritt auf das Unternehmen an sich Auswirken wird. Sonys Abschied aus dem PC-Geschäft hatte rund 5.000 Arbeitsplätze gekostet. Samsung betonte allerdings, dass man in anderen Regionen sehr wohl weiterhin Notebooks anbieten werde, so dass hier möglicherweise lediglich eine kleinere Verschiebung innerhalb des Unternehmens vorgenommen wird. Im Vertrieb und im Service vor Ort ist trotzdem mit entsprechenden Folgen zu rechnen.
Letztlich reagiert Samsung hier auch auf die allgemeine Entwicklung des Computer-Marktes. Da einerseits die Kaufkraft der Verbraucher sinkt und die verbliebenen Möglichkeiten, Geld auszugeben, eher in Richtung von Smartphones und Tablets tendieren, sanken die Absatzzahlen seit Jahren. Vor allem Europa war hiervon besonders stark betroffen. Hingegen kann Samsung im wachsenden Mobile-Geschäft sehr gute Ergebnisse einfahren.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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