Ab Oktober für Desktops:
Chinas eigenes Betriebssystem startet
Das Ende von Windows XP und der offizielle, vom Staat ausgerufene Bann von Windows 8 haben es möglich gemacht: China soll schon im Oktober ein selbst entwickeltes Betriebssystem bekommen.
Der Staat und seine Bürger werden damit unabhängiger von der ausländischen Konkurrenz, heißt es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua. Im Kampf gegen die drei größten Betriebssystem-Anbieter Microsoft, Google und Apple, will China damit staatlich verordnet eine Alternative schaffen. Bereits im April gab es Berichte von einem OS, das speziell für den chinesischen Markt mit Unterstützung der Regierung entwickelt werde.
Alles rund um Software-Technologie war zuletzt zu einem großen Spannungsfeld zwischen den USA und der chinesischen Regierung geworden. Beide Großmächte werfen sich seit langem gegenseitig Industriespionage vor und reagierten immer wieder mit Sanktionen. Schließlich eskalierte der Streit nachdem durch Edward Snowden bekannt wurde, dass sich die US-Regierung Schlupflöcher in den Betriebssystemen offen hält, um heimlich an Daten von Privatpersonen oder auch von Firmen zu kommen.
Das ausgerufene Ziel sei es nun laut Informationen von Reuters mit dem neuen OS den Bereich Desktop innerhalb der kommenden zwei Jahre komplett umzustellen. Für den mobilen Bereich für Smartphone und Tablets veranschlagt man einen Übergangszeitraum von drei bis fünf Jahren, heißt es weiter. Inwiefern es kommerzielle Pläne für die Eigenentwicklung gibt, ist derzeit noch nicht bekannt.
Start noch in diesem Jahr
Nun schreibt die Nachrichtenagentur Reuters, dass die erste Version für Desktops bereits im Oktober veröffentlicht werden soll. Ni Guangnan, als Projektverantwortlicher bei der "Chinese Academy of Engineering", bestätigte den raschen Fortschritt des Projekts. Zunächst werde man eine eigene Version für Desktop-Computer veröffentlichen, dann folgt ein mobiles Betriebssystem.Alles rund um Software-Technologie war zuletzt zu einem großen Spannungsfeld zwischen den USA und der chinesischen Regierung geworden. Beide Großmächte werfen sich seit langem gegenseitig Industriespionage vor und reagierten immer wieder mit Sanktionen. Schließlich eskalierte der Streit nachdem durch Edward Snowden bekannt wurde, dass sich die US-Regierung Schlupflöcher in den Betriebssystemen offen hält, um heimlich an Daten von Privatpersonen oder auch von Firmen zu kommen.
Verbote
China will deshalb ausländische Software so weit wie möglich unterdrücken und hatte deshalb bereits Verbote erlassen. Zudem laufen verstärkt Untersuchungen aufgrund von Monopolvergehen ausländischer Software- und Hardwareunternehmen.Das ausgerufene Ziel sei es nun laut Informationen von Reuters mit dem neuen OS den Bereich Desktop innerhalb der kommenden zwei Jahre komplett umzustellen. Für den mobilen Bereich für Smartphone und Tablets veranschlagt man einen Übergangszeitraum von drei bis fünf Jahren, heißt es weiter. Inwiefern es kommerzielle Pläne für die Eigenentwicklung gibt, ist derzeit noch nicht bekannt.
Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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