OnePlus muss sich für sexistische Werbeaktion entschuldigen
Der chinesische Hersteller OnePlus hat vor einer Weile sein vielbeachtetes One-Smartphone gestartet, man kommt aber mit der Produktion nicht ansatzweise nach. Deshalb werden die Geräte "auf Einladung" verkauft. Mit einer speziellen Aktion namens "Ladies First" wollte das Startup Frauen ansprechen, landete dabei aber in einem tiefen Sexismus-Fettnapf.
Das Foto sollte dann im OnePlus-Forum gepostet werden, die 50 Aufnahmen mit den meisten "Gefällt mir"-Angaben der Nutzer konnten in weiterer Folge ein T-Shirt sowie eine OnePlus-One-(Kauf-)Einladung erhalten. Die Teilnehmer an dieser Abstimmung waren zum überwiegenden Großteil natürlich Männer, was OnePlus völlig zu Recht den Sexismus-Vorwurf einbrachte.
Das Unternehmen hatte versucht, die Aktion mit Stichworten "Gentlemen-Art und Ritterlichkeit" zu bewerben, löste aber stattdessen einen Proteststurm aus. Wie The Verge schreibt, ist OnePlus zwar mitnichten das einzige Tech-Unternehmen, das Nachholbedarf im Umgang mit Frauen hat, eine so plumpe, öffentliche und sexistische Art und Weise habe es bisher aber noch nie gegeben.
Siehe auch: OnePlus One - Edel-Smartphone zum kleinen Preis
Umstrittener Wettbewerb
Mit der "Ladies First"-Aktion wollte OnePlus sein One-Smartphone unter Frauen verteilen und hat dazu einen zweifellos sexistischen und schlichtweg dummen Wettbewerb ausgerufen: Am OnePlus One interessierte Damen sollten sich dabei das Hersteller-Logo auf den Körper malen oder ein entsprechendes Pappschild in die Höhe halten und das Ganze fotografieren.Das Foto sollte dann im OnePlus-Forum gepostet werden, die 50 Aufnahmen mit den meisten "Gefällt mir"-Angaben der Nutzer konnten in weiterer Folge ein T-Shirt sowie eine OnePlus-One-(Kauf-)Einladung erhalten. Die Teilnehmer an dieser Abstimmung waren zum überwiegenden Großteil natürlich Männer, was OnePlus völlig zu Recht den Sexismus-Vorwurf einbrachte.
Das Unternehmen hatte versucht, die Aktion mit Stichworten "Gentlemen-Art und Ritterlichkeit" zu bewerben, löste aber stattdessen einen Proteststurm aus. Wie The Verge schreibt, ist OnePlus zwar mitnichten das einzige Tech-Unternehmen, das Nachholbedarf im Umgang mit Frauen hat, eine so plumpe, öffentliche und sexistische Art und Weise habe es bisher aber noch nie gegeben.
"Völlig unangebracht"
Und OnePlus zog in der Nacht auf heute die Notbremse und hat den Wettbewerb zurückgezogen. Gegenüber The Verge sagte das Unternehmen, dass die Aktion "völlig unangebracht" gewesen sei, da sie "Stereotypen aufrechterhält, die OnePlus keinesfalls billigt." Man entschuldigt sich in aller Form für den Wettbewerb und schiebt die Schuld auf "einige wenige fehlgeleitete Mitarbeiter", die für die Aktion verantwortlich gewesen seien.Siehe auch: OnePlus One - Edel-Smartphone zum kleinen Preis
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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