XG-FAST: DSL-Technik kann auf 10 Gbit/s beschleunigt werden
Ingenieuren des Telekommunikations-Ausrüsters Alcatel-Lucent ist es gelungen, die über Kupferleitungen zu übertragende Bandbreite noch einmal ordentlich nach oben zu treiben. Das soll die Weiterverwendbarkeit der alternden Festnetz-Infrastrukturen ausdehnen.
Die aktuell am weitesten fortgeschrittene Optimierung der DSL-Technologie, die sich im Praxiseinsatz befindet, ist das so genannte Vectoring. Hiermit werden aktuell Bandbreiten von rund 100 Megabit pro Sekunde erreicht. Eine neuere Technologie, die dann folgen soll, ist G.fast, mit dem auch Gigabit-Verbindungen möglich werden sollen. Letzteres wurde von Alcatel-Lucent nun noch einmal weiterentwickelt und XG-FAST benannt.
Die neueste Steigerungsform soll es nun ermöglichen, über Kupferkabel Bandbreiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde zu realisieren. Prototypen von Systemen, die mit der Technik arbeiten, konnten jetzt demonstriert werden. Dabei zeigten die Ingenieure auch eine zweite Anwendungsmöglichkeit: Mit XG-FAST können bei Bedarf auch Anschlüsse realisiert werden, die synchron jeweils 1 Gigabit pro Sekunde im Up- und Downstream bereitstellen.
Allerdings verschärft sich bei der Technologie das Problem der Distanzen weiter. Bereits beim Vectoring funktioniert die Übertragung der vollen Bandbreite nur über wenige hundert Meter und fällt dann schnell ab. Bei G.fast setzte man zur Steigerung der Geschwindigkeit auf höhere Frequenzen, wodurch die Reichweite allerdings auf maximal hundert Meter sank.
Die neueste Steigerungsform soll es nun ermöglichen, über Kupferkabel Bandbreiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde zu realisieren. Prototypen von Systemen, die mit der Technik arbeiten, konnten jetzt demonstriert werden. Dabei zeigten die Ingenieure auch eine zweite Anwendungsmöglichkeit: Mit XG-FAST können bei Bedarf auch Anschlüsse realisiert werden, die synchron jeweils 1 Gigabit pro Sekunde im Up- und Downstream bereitstellen.
Allerdings verschärft sich bei der Technologie das Problem der Distanzen weiter. Bereits beim Vectoring funktioniert die Übertragung der vollen Bandbreite nur über wenige hundert Meter und fällt dann schnell ab. Bei G.fast setzte man zur Steigerung der Geschwindigkeit auf höhere Frequenzen, wodurch die Reichweite allerdings auf maximal hundert Meter sank.
Immer kürzere Wege
XG-FAST kommt in der synchronen Variante an einen Punkt, an dem der nächste Netzknoten maximal noch 70 Meter entfernt sein darf. Will man tatsächlich 10 Gigabit pro Sekunde im Downstream realisieren, darf man schon nur noch höchstens 30 Meter entfernt sein. Damit eignet sich die Technologie eigentlich nur noch für Fälle, in denen eine Glasfaser zumindest bis ins Haus gelegt wird und die Verteilung im Gebäude dann über die alten Kupferleitungen erfolgen soll. An dem Punkt dürfte sich dann die Frage stellen, ob es sich dann lohnt noch eine Extra-Technik einzusetzen oder ob es auf Dauer nicht günstiger ist, die Glasfaser gleich komplett durchzuziehen.
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Christian Kahle
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