Project Cardboard: Google bringt Low-Tech-Konkurrenten für Oculus
Der Suchmaschinenkonzern Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O seine eigenen Vorstellungen für eine Virtual Reality-Brille vorgestellt. Das unter dem Namen "Project Cardboard" entwickelte System ist im Gegensatz zur Oculus Rift allerdings ausgemachtes Low-Tech.
Die Bauteile für das System verteilte das Unternehmen zum gestrigen Start der Konferenz an die Keynote-Teilnehmer. Dabei handelt es sich schlicht um Pappe mit vorgestanzten Aussparungen, zwei Magnete, zwei Linsen, Klettband, einen Gummi und einen NFC-Sticker, der nicht einmal unbedingt benötigt wird.
Project Cardboard-Bausatz
Die Bauteile werden einfach zusammengesteckt. Als Display wird schlicht das Smartphone des Nutzers in das Headset geschoben. Für dieses wird eine App namens "Cardboard" angeboten, die installiert und gestartet werden muss. Durch die Linsen wird der Blick des Nutzers dann so auf den Bildschirm des Mobiltelefons geleitet, dass quasi der gleiche Effekt auftritt, wie er bei den zwei kleinen Displays einen echten VR-Systems für einen 3D-Effekt sorgt.
Entstanden ist das Project Cardboard im Zuge des bekannten 20-Prozent-Modells bei Google. Dabei stellt das Unternehmen es seinen Mitarbeitern frei, bis zu 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für Projekte aufzuwenden, die ihnen Spaß machen und die das Unternehmen voranbringen könnten. Die Ergebnisse der Arbeit verbleiben allerdings beim Unternehmen und so sind hier schon Erfolgsprodukte wie Google News und Gmail entstanden.
Project Cardboard-Bausatz
Die Bauteile werden einfach zusammengesteckt. Als Display wird schlicht das Smartphone des Nutzers in das Headset geschoben. Für dieses wird eine App namens "Cardboard" angeboten, die installiert und gestartet werden muss. Durch die Linsen wird der Blick des Nutzers dann so auf den Bildschirm des Mobiltelefons geleitet, dass quasi der gleiche Effekt auftritt, wie er bei den zwei kleinen Displays einen echten VR-Systems für einen 3D-Effekt sorgt.
Per VR durch Streetview
Mit dem System soll sich der Anwender ebenso durch virtuelle Räume bewegen können, wie mit der High-Tech-Variante. Die Sensoren des Smartphones sorgen dabei dafür, dass auch eine entsprechende Bewegungssteuerung vorhanden ist. In der Cardboard-App kann sich der Anwender so beispielsweise zu Demonstrationszwecken durch Google Street View oder Google Earth bewegen. Google stellt allerdings auch Schnittstellen zu der App bereit, über die Entwickler hier ihre eigenen Anwendungen für das System bauen können.Entstanden ist das Project Cardboard im Zuge des bekannten 20-Prozent-Modells bei Google. Dabei stellt das Unternehmen es seinen Mitarbeitern frei, bis zu 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für Projekte aufzuwenden, die ihnen Spaß machen und die das Unternehmen voranbringen könnten. Die Ergebnisse der Arbeit verbleiben allerdings beim Unternehmen und so sind hier schon Erfolgsprodukte wie Google News und Gmail entstanden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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