Steuern sparen: Zalando plant Jahre ohne Gewinn
Der Online-Händler Zalando versucht mit einer ähnlichen Strategie wie Amazon groß zu werden und kann dabei hierzulande sogar noch mit einem kleinen Trick seine Steuerzahlungen reduzieren.
Aus der Bilanz des Geschäftsjahres 2012 , die jetzt veröffentlicht wurde, geht hervor, dass das Unternehmen wohl über die nächsten Jahre hinweg keinen nennenswerten Gewinn erwirtschaften wird - und dies vielleicht auch nicht vorhat. Dies ist das Fazit von Experten, die sich den Bericht für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel (heutige Ausgabe) ansahen.
Denn, wenn ein Unternehmen wie Zalando Verlust macht, muss es keine reguläre Gewerbe- und Körperschaftsteuer zahlen. Dafür wird in der Bilanz ein sogenannter Verlustvortrag geführt, der mit Gewinnen in späteren Jahren verrechnet werden kann - wenn diese denn auch eintreten.
In Zalandos Jahresabschluss heißt es dazu jedoch: Für die steuerlichen Verlustvorträge "wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt, da die vom Standard geforderte Wahrscheinlichkeit für den Ansatz aktiver latenter Steuern zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben ist". Dies bedeutet letztlich, dass die Wirtschaftsprüfer des Unternehmens zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung anscheinend nicht damit rechneten, dass die Steuerschuld in absehbarer Zeit mit einem entsprechenden Gewinn verrechnet werden kann.
Bei Zalando selbst sah man sich im Laufe des vergangenen Freitags nicht in der Lage, dazu Stellung zu nehmen. Der Online-Händler hat seine Verluste stets mit starkem Wachstum begründet. Im deutschsprachigen Raum sei man jedoch seit 2012 profitabel - auch in den übrigen Märkten befinde man sich auf Kurs in Richtung Profitabilität, hieß es lediglich.
Denn, wenn ein Unternehmen wie Zalando Verlust macht, muss es keine reguläre Gewerbe- und Körperschaftsteuer zahlen. Dafür wird in der Bilanz ein sogenannter Verlustvortrag geführt, der mit Gewinnen in späteren Jahren verrechnet werden kann - wenn diese denn auch eintreten.
In Zalandos Jahresabschluss heißt es dazu jedoch: Für die steuerlichen Verlustvorträge "wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt, da die vom Standard geforderte Wahrscheinlichkeit für den Ansatz aktiver latenter Steuern zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben ist". Dies bedeutet letztlich, dass die Wirtschaftsprüfer des Unternehmens zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung anscheinend nicht damit rechneten, dass die Steuerschuld in absehbarer Zeit mit einem entsprechenden Gewinn verrechnet werden kann.
Investoren bleibt nur der Börsengang
Solch eine Strategie hinterlässt einige Fragezeichen. "Warum Zalando 2012 neue Geldgeber finden konnte, bleibt rätselhaft", erklärte beispielsweise Frank Schweizer-Nürnberg, Handelsexperte vom Branchendienst "Markt intern", "es sei denn, die Investoren setzen auf einen Börsengang, der ihren Einsatz versilbert. Von Zalando selbst werden sie auf Jahre wohl keine ausreichenden Gewinne sehen."Bei Zalando selbst sah man sich im Laufe des vergangenen Freitags nicht in der Lage, dazu Stellung zu nehmen. Der Online-Händler hat seine Verluste stets mit starkem Wachstum begründet. Im deutschsprachigen Raum sei man jedoch seit 2012 profitabel - auch in den übrigen Märkten befinde man sich auf Kurs in Richtung Profitabilität, hieß es lediglich.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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