Nach EU-Strafe folgt Klage gegen Ballmer & Gates
Kim Barovic, eine verärgerte Investorin, verklagt Bill Gates und Steve Ballmer auf Schadensersatzzahlung. Hintergrund ist die Strafzahlung, die Microsoft 2013 an die EU leisten musste.
Barovic fordert nun, dass die beiden ihrer Ansicht nach Verantwortlichen für die gewinnmindernde Strafzahlung in Regress genommen werden. Sie hat deshalb Ende der Woche in Seattle Klage eingereicht. Wie Reuters berichtet, verlangt sie nun, dass sich Microsoft die Strafzahlung zurückholt.
Zwischen Mai 2011 und Juli 2012 gab es jedoch bei vorinstallierten Windows 7 SP1 aufgrund eines technischen Fehlers wie es hieß, keine Anzeige der Browserauswahl.
Nachdem die EU-Kommission im vergangenen Jahr die Strafe ausgesprochen hatte, hatte die Aktionärin Kim Barovic sogleich eine interne Untersuchung angeregt. So sollte aufgedeckt werden, wie es zu diesem Fehler kam, und wer dafür verantwortlich war. Von Microsoft soll sie daraufhin die Antwort erhalten haben, dass man einen direkten Schuldigen nicht ausmachen könnte.
Barovic hat sich damit nicht zufrieden gegeben und deshalb die Klage eingereicht. Sie unterstreicht, dass wenn man keinen Schuldigen für die Panne finden könne, die beiden Hauptverantwortlichen für das gesamte Unternehmen haften müssten. Daher adressiert sie die Klage an Bill Gates und Steve Ballmer.
Microsoft hat die Klageeinreichung gegenüber Reuters wie folgt kommentiert: "Frau Barovic hatte den Vorstand angefragt, ihrer Bitte nachzukommen und eine Untersuchung einzuleiten, um eine Klage gegen den Vorstand und die Führungskräfte des Unternehmens einzuleiten. Der Vorstand hat dies gründlich geprüft und fand keine Grundlage für eine solche Klage."
Hintergrund
Die EU hatte im vergangenen Jahr eine Strafe von 561 Millionen Euro gegen Microsoft verhängt, da das Unternehmen gegen die Auflagen aus einem älteren Wettbewerbsverfahren von 2009 verstoßen hatte. Microsoft musste sich damals vor Gericht verpflichten, die als "Browser-Ballot" bekannt gewordene Browserauswahl bei der Installation von Windows anzuzeigen, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, auch andere Webbrowser neben dem Microsoft-eigenen Internet Explorer einfach zu nutzen und sie überhaupt über die Wahlmöglichkeit zu informieren.Zwischen Mai 2011 und Juli 2012 gab es jedoch bei vorinstallierten Windows 7 SP1 aufgrund eines technischen Fehlers wie es hieß, keine Anzeige der Browserauswahl.
Nachdem die EU-Kommission im vergangenen Jahr die Strafe ausgesprochen hatte, hatte die Aktionärin Kim Barovic sogleich eine interne Untersuchung angeregt. So sollte aufgedeckt werden, wie es zu diesem Fehler kam, und wer dafür verantwortlich war. Von Microsoft soll sie daraufhin die Antwort erhalten haben, dass man einen direkten Schuldigen nicht ausmachen könnte.
Barovic hat sich damit nicht zufrieden gegeben und deshalb die Klage eingereicht. Sie unterstreicht, dass wenn man keinen Schuldigen für die Panne finden könne, die beiden Hauptverantwortlichen für das gesamte Unternehmen haften müssten. Daher adressiert sie die Klage an Bill Gates und Steve Ballmer.
Microsoft hat die Klageeinreichung gegenüber Reuters wie folgt kommentiert: "Frau Barovic hatte den Vorstand angefragt, ihrer Bitte nachzukommen und eine Untersuchung einzuleiten, um eine Klage gegen den Vorstand und die Führungskräfte des Unternehmens einzuleiten. Der Vorstand hat dies gründlich geprüft und fand keine Grundlage für eine solche Klage."
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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