Peter Molyneux: Microsoft ist ein Antidepressivum
Der bekannte Spieleentwickler Peter Molyneux sieht es als nicht gerade förderlich an, als kreativer Mensch in einem Unternehmen wie Microsoft zu sitzen. Er hatte den Software-Konzern daher vor zwei Jahren verlassen.
In einem Interview erklärte Molyneux jetzt seine Gründe, warum er damals seine Firma Lionhead Studios hinter sich ließ. Diese hatte er im Jahr 1997 gegründet. 2006 übernahmen die Microsoft Studios das Unternehmen. Nachdem er unter dem Dach der Redmonder noch für einige Zeit unter anderem die Fable-Serie verantwortete, verabschiedete sich Molyneux, um mit 22Cans ein neues Unternehmen aufzubauen.
"Ich habe Microsoft verlassen, weil ich überzeugt bin, dass man es ernst nehmen sollte, eine kreative Person sein zu wollen. Da muss man sich selbst antreiben", erklärte er. Und es sei viel einfacher sich dazu zu motivieren, aktiv zu sein, wenn man in einem Boot mit einem großen Loch an der Seite sitzt. "Und als so etwas sehe ich das Indie-Development", erklärte der Macher so populärer Spiele wie Dungeon Keeper, Populous oder Black & White.
Es war also kein Problem mit Microsoft an sich, das ihn zum Gehen bewog. Vielmehr ging es ihm grundsätzlich um die Größe der Strukturen, in denen er tätig war. "Es fühlt sich jetzt so an, als wäre ich in eine Branche zurückgekehrt, die wirklich faszinierend und wunderbar ist. Hier kann ich einfach verrückte Sachen sagen, wie: 'Lasst uns ein Spiel schaffen, das 70 Millionen Leute verbindet'", erklärte Molyneux.
Dieses Problem der großen Strukturen hatten aber durchaus auch einige Angehörige des Top-Managements von Microsoft erkannt - unter ihnen der ehemalige Konzernchef Steve Ballmer. So hatte beispielsweise der ehemalige Microsoft-Manager Joachim Kempin berichtet, dass Ballmer durchaus hin und wieder einen Baseballschläger mit in Besprechungen brachte - einfach um "ein Signal zu senden".
"Ich habe Microsoft verlassen, weil ich überzeugt bin, dass man es ernst nehmen sollte, eine kreative Person sein zu wollen. Da muss man sich selbst antreiben", erklärte er. Und es sei viel einfacher sich dazu zu motivieren, aktiv zu sein, wenn man in einem Boot mit einem großen Loch an der Seite sitzt. "Und als so etwas sehe ich das Indie-Development", erklärte der Macher so populärer Spiele wie Dungeon Keeper, Populous oder Black & White.
Microsoft: Ein sicherer Supertanker
Es sei hingegen etwas völlig anderes in einem so sicheren Supertanker wie Microsoft unterwegs zu sein. "Das ist, als würde man Antidepressiva nehmen. Die Welt fühlt sich dann viel zu bequem an", so Molyneux. Die ständige Gewissheit, sich in einer sicheren Umgebung aufzuhalten, wirke sich letztlich lähmend auf die Kreativität aus.Es war also kein Problem mit Microsoft an sich, das ihn zum Gehen bewog. Vielmehr ging es ihm grundsätzlich um die Größe der Strukturen, in denen er tätig war. "Es fühlt sich jetzt so an, als wäre ich in eine Branche zurückgekehrt, die wirklich faszinierend und wunderbar ist. Hier kann ich einfach verrückte Sachen sagen, wie: 'Lasst uns ein Spiel schaffen, das 70 Millionen Leute verbindet'", erklärte Molyneux.
Dieses Problem der großen Strukturen hatten aber durchaus auch einige Angehörige des Top-Managements von Microsoft erkannt - unter ihnen der ehemalige Konzernchef Steve Ballmer. So hatte beispielsweise der ehemalige Microsoft-Manager Joachim Kempin berichtet, dass Ballmer durchaus hin und wieder einen Baseballschläger mit in Besprechungen brachte - einfach um "ein Signal zu senden".
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Christian Kahle
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